Design und Konstruktion
Hunter Marine baute die 36 in den Vereinigten Staaten als von Cherubini entworfene Einrumpfyacht mit Flossenkiel und Spatenruder, einer Breite von 11,08 Fuß und einem Tiefgang von 4,92 Fuß, gebaut von Hunter Marine (USA). Die Verdrängung von 13.500 Pfund und der Bleiballast von 6.000 Pfund sorgen für ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von fast 44 Prozent, was das Boot für seine Zeit fest im schweren, steifen Bereich der mittelschweren Fahrtenyachten positioniert. Seine Rumpfgeschwindigkeit beträgt aufgrund der Wasserlinie von 29,5 Fuß rund 7,28 Knoten. Die Cherubini 36 ist ein Boot mit massivem GFK-Rumpf und einem soliden GFK-Deck, gebaut vor der späteren Praxis mit Balsakern an Deck, die die Werft bei anderen Modellen einführte – eine Konstruktionsentscheidung, die die Probleme mit Osmose im Sandwich-Rumpf und Materialermüdung völlig ausschließt. Was sie auf dem Gebrauchtbootmarkt auszeichnet, ist der Name: Obwohl die Werft das Boot als Hunter 36 baute, sagen Eigner heute selten so und nennen es stattdessen „Cherubini 36“ – ein kleines, aber aussagekräftiges Zeichen dafür, dass sich der Entwurf, nicht die Markengeneration, in Erinnerung eingeprägt hat. (1)
Rigg und Segelplan
Die Cherubini 36 ist eine Masttoppslup mit einer beträchtlichen Segelfläche. Das Vorsegeldreieck misst auf der I-Dimension 46,5 Fuß und auf der J-Dimension 14,75 Fuß, wobei das Vorliek des Großsegels 41 Fuß und die Achterliek 12,75 Fuß beträgt, was einem Großsegel von etwa 270 Quadratfuß entspricht. Die Standard-Genua-Optionen reichen von einer 95-prozentigen Arbeitsgenua mit fast 302 Quadratfuß bis hin zu einer 115-prozentigen Genua mit 331 Quadratfuß, während größere Raumwindgenuas über 450 bis 512 Quadratfuß hinausgehen. Ein asymmetrischer Spinnaker von 846 Quadratfuß und ein echter Spinnaker von 1.046 Quadratfuß runden das Inventar für raume Kurse ab. Eine Sturmfock von 119 Quadratfuß bei 60 Prozent LP liegt am anderen Ende. Das Verhältnis von Segelfläche zu Verdrängung (SA/D) von 17,04 und ein Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) nahe 235 beschreiben ein Boot, das kein Leichtgewicht unter den Regattayachten ist, aber genügend Segelfläche trägt, um sich schon bei leichtem Wind zu bewegen, ohne sich untertakelt zu fühlen. Die Masthöhe über der Wasserlinie beträgt 50,5 Fuß.
Unterbringung
Unter Deck zeichnet sich die Cherubini 36 durch ihren teakholzreichen Innenraum aus – eine Wärme, die Eigner dieser Ära schätzen und die sie von den mit helleren Holzinnenausstattungen ausgestatteten Fahrtenyachten späterer Produktion abhebt. Die Breite von 11,08 Fuß verleiht ihr die Raumlichkeit, die man von einem 36-Fuß-Rumpf der frühen 1980er Jahre erwartet, ohne das Volumen eines „Bubble-Trunks“ aus den 1990er-Jahren. Die Kabine ist im traditionellen Layout einer Fahrtenyacht gehalten und nicht als moderner, offener Salon gestaltet. Das überall verwendete Teakholz sorgt dafür, dass der Innenraum klassisch und nicht zweckmäßig wirkt.
Das Fazit
Die Cherubini 36 ist eine kleine, von Cherubini entworfene Fahrtenyacht, die sich durch ihre Seetüchtigkeit und traditionelle Bauweise Respekt verschafft. Ihr massiver GFK-Rumpf und -Deck, der Flossenkiel und der teakholzreiche Innenraum machen sie zu einem unkomplizierten Boot für Eigner, die eine hochseetaugliche Blauwasser-Slup aus den 1980er Jahren suchen. Die limitierte Produktion von etwa 250 Booten bedeutet, dass sie selten auf dem Markt ist und eher nach ihrem Konstrukteur als nach ihrer Werft benannt wird.
Vorteile
- Sehr seetüchtige, von Cherubini entworfene Fahrtenyacht
- Solider GFK-Rumpf und -Deck, kein Risiko für Osmose durch Sandwichkonstruktion
- Traditionelles, mit viel Teak ausgestattetes Interieur mit der Raumlichkeit einer Breite von 11 Fuß
- Flossenkiel und Spatenruder bei einer Verdrängung von unter 13.500 lb
Nachteile
- Nur ca. 250 gebaut (1980–1983), daher selten auf dem Gebrauchtbootmarkt
- Der Teak-Innenraum erfordert regelmäßige kosmetische Pflege
- Von den Eignern als „Cherubini 36“ und nicht als „Hunter 36“ bezeichnet – Markenverwirrung mit späteren Hunter-Modellen möglich








