Design und Konstruktion
Die 386 ist überwiegend aus GFK gebaut, mit einem massiven GFK-Rumpf und -Deck sowie ohne externe Holzverzierungen – ein wartungsarmes Konzept, das das Profil sauber hält und den Teak-über-Lack-Zyklus älterer Fahrtenyachten vermeidet. Die Rumpfform ist ein Einrumpfboot mit festem Flossenkiel und einem intern montierten Spatenruder, wobei letzteres weit achtern positioniert ist, um die Kursstabilität im Seegang zu verbessern. Da sie ihr Unterwasserschiff mit der 376 und der 380 teilt, erbt die 386 eine bewährte Rumpfform statt einer einmaligen Form, was den Käufern in der Praxis ein bekanntes Verhalten und eine gute Balance bietet. (1)
Rigg und Handhabung
An Deck ist die 386 als B&R-Rigg-Slup getakelt, mit einem im Mast geführten Rollgroßsegel und einer Rollfock. Das B&R-Rigg verzichtet auf ein herkömmliches Achterstag, was die Form des Großsegels verbessert und die Leinenführung zur Plicht vereinfacht. Mit einer Segelfläche von fast 740 Quadratfuß und einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 18,64 ist das Boot lebendig genug, um auch bei leichtem Wind Fahrt zu machen, ohne für eine kleine Crew übermäßig viel Segelfläche zu haben. Das Spatenruder und der Flossenkiel sorgen für eine Rumpfgeschwindigkeit von rund 7,6 Knoten, und das Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 36,9 Prozent verspricht ein angenehm stabiles Verhalten beim Krängen.
Unterbringung
Im Innenraum spiegeln die Wasserkapazität von 75 Gallonen und der Dieselkanister von 30 Gallonen des 386 eher ein Konzept für Küstenfahrten als Autarkie für das dauerhafte Wohnen an Bord auf Langstrecke wider. Der breite Mittelteil und die Komfort-Ratio von 25 deuten auf einen geräumigen, stabilen Innenraum für ein 38-Fuß-Boot hin, obwohl das verfügbare Exemplar bei der detaillierten Angabe der Kojenanzahl oder des Innenausbaus abschweigt. Was klar ist: Die Konstruktion priorisierte Volumen und eine geschützte Ergonomie in der Plicht vor dem minimalistischen Regattadesign, was ihrem Status als Schwestermodell zu den Fahrtenyachten 376 und 380 entspricht.
Das Fazit
Die Hunter 386 ist eine vernünftige Fahrtenyacht aus den späten 1990er Jahren, gebaut auf einem bewährten, gemeinsamen Rumpf mit einem pflegeleichten GFK-Außenrumpf und einem modernen B&R-Rigg für einfacheres Segeln mit kleiner Crew. Ihr moderater Ballast und der breite Rumpf sorgen für ein stabiles Plattformverhalten, während das Rollgroßsegel und die Rollfock die Arbeit an Deck im Vorschiff reduzieren. Das Fehlen von Holzteilen an Deck und die solide GFK-Bauweise machen den Unterhalt unkompliziert.
Vorteile
- Die weit verbreitete Rumpfform der Hunter 376 und 380 sorgt für hohe Prognosefähigkeit
- Das B&R-Rigg mit Rollgroßsegel und Rollfock erleichtert das Handling
- Solide GFK-Bauweise ohne externe Holzverzierungen für minimalen Wartungsaufwand
- Intern montiertes Spatenruder und Flossenkiel für ein kontrolliertes Steuerverhalten
Nachteile
- Nicht mehr in Produktion, was die Möglichkeiten für Werft-Support einschränkt
- Das verfügbare Register dokumentiert keine Details zur Innenraumaufteilung für einen direkten Vergleich






