Catalina 36 — Informationen, Bewertung, technische Daten

Frank Butler·1982 – 1994·~1.766 hulls·Catalina Yachts
Catalina 36 drawingWerftzeichnung
Rumpfart
Einrumpf · flossenkiel
Rigg
Masttoppslup
LOA
36.33' · 11.07 m
Verdr.
13.500 lbs · 6.123 kg
Erstes Baujahr
1982

Die Catalina 36 ist eine Familie amerikanischer Segelboote, die von Frank Butler und Gerry Douglas für das Fahrtensegeln entworfen wurde und zu den erfolgreichsten 36FußFahrtenyachten überhaupt gehört, die je in Serie gebaut wurden. Die erste Generation, die ab 1982 gebaut wurde, umfasste 1.766 Exemplare, bevor 1994 eine Version der Mark II eingeführt und bis 2005 produziert wurde; 2008 wurde das Design in der Linie durch die Catalina 375 ersetzt. Mit insgesamt 2.305 gebauten Booten über beide Generationen hinweg ist das Modell zwar nicht mehr in Produktion, bleibt aber ein vertrauter Anblick in den Ankerrevieren weltweit.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
36,33 ft
Länge an Deck
36,33 ft
Länge in der Wasserlinie
30,25 ft
Breite
11,92 ft
Tiefgang
5,83 ft
Maximale Stehhöhe
6,33 ft
Durchfahrtshöhe
50,16 ft

Bauweise & Rumpf 02

Bauweise
Glasfaser
Rumpfart
Einrumpf
Kielart
Flossenkiel
Ruder
1× Spatenruder
Ballast
6.000 lbs (Blei)
Verdrängung
13.500 lbs
Wasserkapazität
72 gal
Kraftstoffkapazität
25 gal

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
Masttoppslup
Vorliek Großsegel
39 ft
Unterliek Großsegel
12 ft
Vorsegeldreieck Höhe
44,75 ft
Vorsegeldreieck Basis
14,33 ft
Vorstaglänge (geschätzt)
46,99 ft
Segelfläche
545 sqft

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
15,38
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
44,44
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
217,73
Komfort-Ratio
23,98
Kenterungsverhältnis
2
Rumpfgeschwindigkeit
7,37 kn

Design und Konstruktion

Catalina Yachts baute die 36 in den Vereinigten Staaten als überwiegend aus GFK gefertigtes Freizeit-Kielboot mit Holzverzierungen. Das Originalmodell zeichnete sich durch einen geneigten Vorsteven und ein erhöhtes, negativ gepoltes Heckspiegel aus. Die Mark II behielt das gleiche Rumpfdesign und den gleichen Rigg-Typ wie ihr Vorgänger bei, erhielt jedoch einen offenen Heckspiegel (Walk-through Transom), andere Kajütaufbauten sowie eine neue Decks- und Innenraumaufteilung. Beide Generationen nutzen ein intern montiertes Spatenruder, das über eine Radsteuerung bedient wird, und bieten einen festen Flossenkiel oder optional einen Flügelkiel mit geringem Tiefgang. Die Mark II verfügt mit dem Flossenkiel über 6.000 Pfund Ballast und weist eine Verdrängung von 15.000 Pfund auf, während Boote mit Flügelkiel leichter sind (14.100 Pfund). Bei einer im Jahr 2006 von einem Sailing Today-Rezensenten inspizierten Mark II wirkten die Decksbeschläge und das stehende Gut von großzügiger Größe und überraschend guter Qualität, auch wenn das verdeckte Sperrholz im Inneren einiger Schubladen nicht das feinstkörnigste Material war, das er je an einem Anker gesehen hatte. (1)

Rigg und Handhabung

Die Catalina 36 ist eine Masttoppslup, und das Bermudarigg der Mark II bringt eine Vorsegeldreieckshöhe von 44,75 Fuß mit einer Vorliek des Großsegels von 39 Fuß auf und erzeugt so eine Gesamtsegelfläche von rund 555 Quadratfuß. Ein optionales Hochrigg war für Leichtwindreviere etwa zwei Fuß höher als das Standardrigg. In einem Artikel im Magazin Sailing befand Bob Pingel, dass die 36 genau den richtigen Mittelweg für Wochenendsegler findet – groß genug, um komfortabel und leistungsfähig zu sein, und doch klein genug, um einhand oder mit kleiner Crew zu beherrschen. Der Konstrukteur Jack Hornor urteilte nach den ersten 26 Jahren, dass die Vorteile die Nachteile überwiegen, wenn man ein erschwingliches Fahrtenboot in dieser Größenklasse sucht – ein Urteil, das mit der großen Beliebtheit des Bootes übereinstimmt. (1)

Unterbringung

Die Mark II erhielt eine größere Plicht als das Originalboot, und eine Sailing Today-Rezension lobte insbesondere diese Plichtgröße für den nutzbaren Platz vor Anker und im Hafen. Das neue Deck und der Innenraum der späteren Generation überarbeiteten die Kabinenaufteilung um denselben Rumpf, während beide Versionen als Fahrtenboote mit Einbaumaschine und großzügigen Tankkapazitäten konzipiert wurden. Die Originale und die Mark II trugen jeweils 25-Gallonen-Kraftstoff- und 75-Gallonen-Wassertanks, was längere Wochenenden ohne ständige Nachfüllung ermöglichte.

Bekannte Schwachstellen

Das einzige dokumentierte Konstruktionsproblem aus dem Gutachten betrifft eine Mark II aus dem Jahr 2006, bei der das im Innern von Schubladen und ähnlichen Holzteilen verborgene Sperrholz nicht aus dem hochwertigsten Material bestand. Die Inspektion stellte zudem fest, dass die tragenden Beschläge und die Takelage angemessen dimensioniert und von durchschnittlicher Qualität waren.

Refits und Eignerschaft

Käufer auf dem Gebrauchtbootmarkt finden zwei Generationen, die denselben Rumpf und das gleiche Rigg teilen, wodurch Ersatzteile und Wissen leicht übertragen werden können. Der Universal-Diesel mit 35 PS bei der Mark II und der Innenborder des Originals sind unkomplizierte Antriebe für Fahrtensegler, und die lange Produktionszeit sorgt dafür, dass eine große Auswahl an Booten, Ersatzteilen und Erfahrungswerten von Eignern vorhanden ist. Der Walk-through-Spiegel und die größere Plicht der Mark II sind die sichtbarsten Verbesserungen gegenüber dem früheren Layout für alle, die an Bord leben oder Gäste beherbergen möchten.

Das Fazit

Die Catalina 36 hat ihren Ruf als vernünftige, volumenorientierte Fahrtenyacht voll und ganz verdient, die eine handliche Größe mit echtem Wohnkomfort verbindet. Die Originale und die Mark II teilen sich einen bewährten Rumpf, und das spätere Boot verfeinert das Deck und die Plicht, ohne das zu gefährden, was den Entwurf so erfolgreich macht. Für Segler, die eine zugängliche, seetüchtige 36-Fuß-Yacht suchen, sprechen die Vorteile eindeutig überzeugend.

Vorteile

  • 2.305 Boote über zwei Generationen hinweg gebaut, was für breite Unterstützung und gute Ersatzteilverfügbarkeit sorgt
  • Die größere Plicht und der offene Heckspiegel der Mark II verbessern die Wohnlichkeit
  • Sehr gut einhand zu handhabend und dennoch komfortabel für Wochenendtörns
  • Großzügige Decksbeschläge und Takelage nach professioneller Inspektion

Nachteile

  • Einige verborgene Sperrholzschichten im Innenraum von mindestens einer Mark II waren von minderer Qualität als ideal
  • Modelle mit Flügelkiel opfern etwas Verdrängung im Vergleich zu Booten mit Flossenkiel

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