Design und Konstruktion
Catalina Yachts baute die 36 in den Vereinigten Staaten als überwiegend aus GFK gefertigtes Freizeit-Kielboot mit Holzverzierungen. Das Originalmodell zeichnete sich durch einen geneigten Vorsteven und ein erhöhtes, negativ gepoltes Heckspiegel aus. Die Mark II behielt das gleiche Rumpfdesign und den gleichen Rigg-Typ wie ihr Vorgänger bei, erhielt jedoch einen offenen Heckspiegel (Walk-through Transom), andere Kajütaufbauten sowie eine neue Decks- und Innenraumaufteilung. Beide Generationen nutzen ein intern montiertes Spatenruder, das über eine Radsteuerung bedient wird, und bieten einen festen Flossenkiel oder optional einen Flügelkiel mit geringem Tiefgang. Die Mark II verfügt mit dem Flossenkiel über 6.000 Pfund Ballast und weist eine Verdrängung von 15.000 Pfund auf, während Boote mit Flügelkiel leichter sind (14.100 Pfund). Bei einer im Jahr 2006 von einem Sailing Today-Rezensenten inspizierten Mark II wirkten die Decksbeschläge und das stehende Gut von großzügiger Größe und überraschend guter Qualität, auch wenn das verdeckte Sperrholz im Inneren einiger Schubladen nicht das feinstkörnigste Material war, das er je an einem Anker gesehen hatte. (1)
Rigg und Handhabung
Die Catalina 36 ist eine Masttoppslup, und das Bermudarigg der Mark II bringt eine Vorsegeldreieckshöhe von 44,75 Fuß mit einer Vorliek des Großsegels von 39 Fuß auf und erzeugt so eine Gesamtsegelfläche von rund 555 Quadratfuß. Ein optionales Hochrigg war für Leichtwindreviere etwa zwei Fuß höher als das Standardrigg. In einem Artikel im Magazin Sailing befand Bob Pingel, dass die 36 genau den richtigen Mittelweg für Wochenendsegler findet – groß genug, um komfortabel und leistungsfähig zu sein, und doch klein genug, um einhand oder mit kleiner Crew zu beherrschen. Der Konstrukteur Jack Hornor urteilte nach den ersten 26 Jahren, dass die Vorteile die Nachteile überwiegen, wenn man ein erschwingliches Fahrtenboot in dieser Größenklasse sucht – ein Urteil, das mit der großen Beliebtheit des Bootes übereinstimmt. (1)
Unterbringung
Die Mark II erhielt eine größere Plicht als das Originalboot, und eine Sailing Today-Rezension lobte insbesondere diese Plichtgröße für den nutzbaren Platz vor Anker und im Hafen. Das neue Deck und der Innenraum der späteren Generation überarbeiteten die Kabinenaufteilung um denselben Rumpf, während beide Versionen als Fahrtenboote mit Einbaumaschine und großzügigen Tankkapazitäten konzipiert wurden. Die Originale und die Mark II trugen jeweils 25-Gallonen-Kraftstoff- und 75-Gallonen-Wassertanks, was längere Wochenenden ohne ständige Nachfüllung ermöglichte.
Bekannte Schwachstellen
Das einzige dokumentierte Konstruktionsproblem aus dem Gutachten betrifft eine Mark II aus dem Jahr 2006, bei der das im Innern von Schubladen und ähnlichen Holzteilen verborgene Sperrholz nicht aus dem hochwertigsten Material bestand. Die Inspektion stellte zudem fest, dass die tragenden Beschläge und die Takelage angemessen dimensioniert und von durchschnittlicher Qualität waren.
Refits und Eignerschaft
Käufer auf dem Gebrauchtbootmarkt finden zwei Generationen, die denselben Rumpf und das gleiche Rigg teilen, wodurch Ersatzteile und Wissen leicht übertragen werden können. Der Universal-Diesel mit 35 PS bei der Mark II und der Innenborder des Originals sind unkomplizierte Antriebe für Fahrtensegler, und die lange Produktionszeit sorgt dafür, dass eine große Auswahl an Booten, Ersatzteilen und Erfahrungswerten von Eignern vorhanden ist. Der Walk-through-Spiegel und die größere Plicht der Mark II sind die sichtbarsten Verbesserungen gegenüber dem früheren Layout für alle, die an Bord leben oder Gäste beherbergen möchten.
Das Fazit
Die Catalina 36 hat ihren Ruf als vernünftige, volumenorientierte Fahrtenyacht voll und ganz verdient, die eine handliche Größe mit echtem Wohnkomfort verbindet. Die Originale und die Mark II teilen sich einen bewährten Rumpf, und das spätere Boot verfeinert das Deck und die Plicht, ohne das zu gefährden, was den Entwurf so erfolgreich macht. Für Segler, die eine zugängliche, seetüchtige 36-Fuß-Yacht suchen, sprechen die Vorteile eindeutig überzeugend.
Vorteile
- 2.305 Boote über zwei Generationen hinweg gebaut, was für breite Unterstützung und gute Ersatzteilverfügbarkeit sorgt
- Die größere Plicht und der offene Heckspiegel der Mark II verbessern die Wohnlichkeit
- Sehr gut einhand zu handhabend und dennoch komfortabel für Wochenendtörns
- Großzügige Decksbeschläge und Takelage nach professioneller Inspektion
Nachteile
- Einige verborgene Sperrholzschichten im Innenraum von mindestens einer Mark II waren von minderer Qualität als ideal
- Modelle mit Flügelkiel opfern etwas Verdrängung im Vergleich zu Booten mit Flossenkiel











