Design und Konstruktion
Der Rumpf ist aus massivem GFK gefertigt und der Kiel besteht aus Blei – eine einfache, reparierbare traditionelle Kombination, die die Probleme mit Balsa- oder Schaumkernen späterer Generationen vermeidet. Sabre bot die 36 mit verschiedenen Kielalternativen an, und diese Wahl prägt das gesamte Verhalten eines bestimmten Bootes. Der Kielschuh-/Schwertkiel weist je nach Beladung einen Tiefgang von nur 1,28 bis 1,37 Metern auf, sodass das Boot selbst in sehr flachen Marinas anlegen kann, während die Flossenkiel-Option bei 1,93 bis 2,02 Metern Tiefgang auf die Tiefe größerer Marinas angewiesen ist. Das Kenterungsverhältnis (Capsize Screening Value) der Sabre 36 mit Flossenkiel liegt mit 1,89 innerhalb der für Hochseetauglichkeit akzeptierten Grenzen dieser Formel, und ein Komfort-Ratio von 25,9 bei einer Stabilität (Immersion Rate) von 1.146 Pfund pro Zoll spricht für einen Rumpf, der sowohl plötzlicher Krängung als auch starkem Absacken unter zusätzlicher Last widersteht. (1)
Rigg und Handhabung
Die Sabre 36 ist mit einem Masttopprigg ausgestattet, und die Zahlen des Segelplans erzählen die Leistungsgeschichte. Mit dem Referenzsegel nach ISO 8666 liegt das SA/D-Verhältnis bei 17,4, steigt jedoch mit einer 135%-Genua auf 20,8 – ein spürbarer Sprung, der zeigt, wie sehr das Boot für seine Leichtwind-Eigenschaften auf ein großes Vorsegeld im Vorsegeldreieck angewiesen ist. Ein DL-Verhältnis von 232 ordnet sie zu den „moderaten Regattayachten“ ein, und die theoretische Verdrängungs-Rumpfgeschwindigkeit liegt bei 7,3 Knoten. Das stehende und laufende Gut folgen dem Standard eines Masttoppslups: Die Fallen für Großsegel, Fock/Genua und Spinnaker sind jeweils 108 Fuß starkes 1/2-Zoll-Leine, während die Schoten mit 36 Fuß 0,55-Zoll für Fock und Genua, 90 Fuß 0,55-Zoll für die Großschot und 79,2 Fuß für die Spinnakerschot ausgeführt sind. Eine benetzte Fläche von 419 Quadratfuß hält den hydrodynamischen Aufwand für die Länge moderat.
Unterbringung und Aufteilung
Der Innenraum- und Kabinenaufbau wird im verfügbaren Material nicht näher beschrieben; lediglich die oben genannten Parameter für Rumpf und Rigg sind bekannt. Das Verhältnis von Länge zu Breite (L/B) von 3,22 und die Komfort-Ratio von 25,9 beschreiben einen Rumpf mit moderater Breite und einem ruhigen Bewegungsprofil – im Gegensatz zu einer breiten, auf maximales Volumen ausgelegten modernen Fahrtenyacht.
Das Fazit
Die Sabre 36 ist eine Sabre aus der Hewson-Ära, die ihre Absichten als Performance-Fahrtenyacht deutlich zeigt: ein Langkiel-Rumpf aus massivem GFK mit Blei, ein Masttopprigg, das eine große Genua belohnt, und ein moderates Rennprofil gepaart mit einer Komfortzahl, die die Bewegungen im Seegang angenehm hält. Die Trennung zwischen flachem Schwert und tiefem Flossenkiel bedeutet, dass ein Käufer zwischen Reviereinheiten im Flachwasser und Leistung am Wind wählen muss, aber beide Versionen tragen die Ingenieurskunst der zweiten Generation der Marke.
Vorteile
- Bleiballast und fester GFK-Rumpf in einer reparierbaren, traditionellen Kombination
- Option mit Flachkiel (4,2–4,5 Fuß Tiefgang) öffnet flache Reviere
- SA/D steigt von 17,4 auf 20,8 mit einer 135 % Genua für Leichtwindkraft
- Kenterungsverhältnis von 1,89 und Komfort-Ratio von 25,9 deuten auf einen seetüchtigen, stabilen Rumpf hin
Nachteile
- Der Tiefgang des Flossenkiels von 1,93–2,02 m (6,33–6,63 Fuß) schränkt die Ankerplätze und die Auswahl der Marina ein
- Weniger als 200 Einheiten gebaut, sodass Ersatzteile und modellspezifisches Wissen seltener verfügbar sind als bei Großserienmodellen












