Design und Konstruktion
Die 46 Cruiser trägt 3.300 kg (7.275 Pfund) Eisenballast in einem Bulbkiel und weist bei einer Wasserlinienlänge von 40 Fuß einen Tiefgang von 1,85 Metern (6 Fuß 1 Zoll) auf. Dies ergibt ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von rund 30 Prozent und eine Komfort-Ratio im mittleren 20er-Bereich, was sie als stabilen Fahrtenrumpf und nicht als Leichtwindläufer kennzeichnet. Unter Deck war die Gesamtabarbeitung in der Bewertung von Cruising World gut, obwohl die Lackierung aus der Serienproduktion nicht überzeugte und die Verwendung von Kunstholz im Navigationsbereich den Kritiker störte. Das sind die typischen Merkmale eines preisbewussten Serienbaus: solide Struktur, leicht verarbeitete Zierleisten.
Rigg und Handhabung
Das Testboot segelte mit Mastfurlung und einem ungetakelten Großsegel – ein Rigg, das eher der einfachen Handhabung als der Spitzenleistung diente. In einer Rezension für Cruising World bemerkten die Tester, dass das Boot, mit dem sie gesegelt hatten, bei leichtem Wind in der Chesapeake Bay über eine Mastfurlung und ein ungetakeltes Großsegel verfügte. Cruising World wies darauf hin, dass einige Skipper wahrscheinlich vollständig vertikale Salingen bevorzugen würden, um die Segelleistung zu verbessern – ein Kompromiss, den jeder Käufer nach wie vor eingehen kann. An Deck bieten die beiden Steuerstände eine gute Sicht auf die Räder, egal ob man außen stehend oder sitzend steht, und die Cockpitsitze sind reichlich um einen festen, im Cockpit montierten Tisch herum angeordnet. Dieser Tisch reicht jedoch etwas zu weit nach achtern, sodass es schwierig ist, sich mit geöffneten Sektionen von den beiden Steuerständen aus nach vorn zu bewegen – ein echter Nachteil in engen Räumen auf einem so breiten Boot. (1)
Unterbringung
Die 46 Cruiser wurde in drei- und vierkabinen-Versionen angeboten; das Magazin testete die Dreikabinenversion bei leichtem Wind in der Chesapeake Bay. Die Achterkabinen bieten Doppelkojen und Kleiderschränke, mit einer Nasszelle und Dusche an Backbord sowie einem nach vorn gerichteten Navigationstisch an Steuerbord am Fuße des Niedergangs. Der Navigationstisch ist für die Kartenaufbewahrung flach, bietet aber genügend Platz für Seekarten und lässt sich gut für Elektronik nutzen. Vor der Nasszelle befindet sich eine längsschiff verlaufende Pantry, damit die Crew im Hafen an dem Koch vorbeigehen kann – eine nette Lösung, die der Tester jedoch als Herausforderung empfand, wenn man auf See kochte. An Steuerbord bildet ein großer Tisch mit einer U-förmigen Sitzecke und einer Sofakoj mittschiffs den Mittelpunkt des Salons. Die Vorschiffskabine ist geradezu geräumig: eine Queen-Size-Koje mit Sitzgelegenheiten an beiden Seiten, zwei Kleiderschränke und eine geteilte Nasszelle/Dusche mit Waschbecken an Backbord sowie Toilette, Dusche und Waschbecken an Steuerbord.
Das Fazit
Die Bavaria 46 Cruiser ist eine unkomplizierte, geräumige Serien-Fahrtenyacht, die das, wofür sie gebaut wurde, hervorragend meistert – komfortables Wohnen an Bord und einfaches Segeln mit kleiner Crew dank des Mastfurlungssystems. Die Schwachstellen konzentrieren sich auf die Verarbeitungsqualität und einen Cockpittisch, der die Bewegungsfreiheit einschränkt, nicht jedoch auf die strukturelle Integrität oder das seetüchtige Volumen.
Vorteile
- Drei- und Vier-Kabinen-Layouts mit einer wirklich geräumigen Eignerkabine im Vorschiff
- Die integrierte Pantry und das Layout mit Durchgang zum Niedergang verbessern die Bewegungsfreiheit im Hafen
- Zwei Steuerstände mit guter Sicht und ein 75 PS starker Volvo sorgen für sicheres Anlegen
- Solide Gesamtbauqualität unter Deck auf einem 24.250 Pfund schweren Fahrtenrumpf
Nachteile
- Serienlack und der Kunstholz-Navigationsbereich spiegeln schwache Verarbeitungsstandards wider
- Der feste Cockpittisch schränkt die Bewegungsfreiheit nach vorn beim Steuern ein, wenn er offen ist
- Das bindungslose Rollgroßsegel im Mast lässt die Segelleistung auf dem Tisch liegen
- Die Pantry wird bei Seegang schwer nutzbar










