Design und Konstruktion
Die 46 basiert auf der 45, ist jedoch umfassend aufgerüstet, und die Veränderungen beginnen bei der Rumpfstruktur selbst. Neue Formen und Formteile für Rumpf und Deck wurden angefertigt, sodass das Boot kein gestreckter oder geflickter Vorgänger ist. Das Freibord ist am Spiegel 10 cm höher und geht am Vorsteven nahtlos auf Null über, was im Heck mehr Volumen schafft, ohne das Profil im Vorschiff zu verzerren; die Werft fügte zudem eine Schlagleiste unter dem blauen Rumpfliner hinzu, ein Detail, das der 45 fehlte. In einem Artikel auf boats.com wurde darauf hingewiesen, dass das Unterwasserprofil einen Teil-Skeg im Heck zeigt, um dem Ruder ein drittes Lager zu bieten, und dass sich die Kanuform knapp hinter dem Kielblatt nahtlos in diesen Halbskeg übergeht. Der Kiel ist ein Bulbkiel aus Blei auf tiefem Boden, wobei das gesamte Blei im unteren Drittel des Fins liegt; ein Flügelkiel sorgt für einen Tiefgang von 6 Fuß 2 Zoll (ca. 1,88 m) und hält den vertikalen Schwerpunkt des Ballasts sehr niedrig. Ebenfalls angeboten wurde eine Version mit tiefem Tiefgang von 2,35 m (unbeladen). Mit einer Verdrängung von 36.300 lbs und 14.550 lbs Blei bei einem Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 260 liegt der Rumpf fest im Bereich der mittelschweren Fahrtenyachten. (1)
Rigg und Handhabung
Die 46 ist konservativ mit Vor- und Achterliek sowie doppelten Salingen getakelt. Der Segelplan umfasst 1.076 Quadratfuß Segelfläche inklusive einer Arbeitsfock, was zu einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von etwa 15,83 führt. Die Ruderanlage wurde von Drahtgelenken auf Stabgelenke mit Kardanantrieb und progressiver Steuerung aufgerüstet, und der Steuersäulentopf wurde neu geformt, um mehr Knöpfe und Displays aufzunehmen. Der Radeinschlag beträgt 14,5 Grad, angetrieben von einem festen Dreiflügelpropeller des Volvo Penta TAMD31S mit 100 PS. Eigner berichten, dass das Boot sowohl eine recht gute Leistung als auch Seetüchtigkeit bietet. Ein britisches Exemplar, „Kathryn Del Fuego“, gewann seine Kategorie bei der ARC 2019, indem es in seiner Klasse und als erste Familienyacht mit Kindern im Alter von sechs und acht Jahren an Bord Erstplatzierte wurde. Die Crew meldete während der Überquerung keine strukturellen, mechanischen oder elektrischen Defekte sowie keine Schäden am laufenden Gut oder an den Schoten durch Scheuerleistung. (1)
Unterbringung
Der Innenraum wurde komplett überarbeitet. Die Stehhöhe im Salon stieg von 1,94 auf 1,98 m, und der Durchgang zur Achterkabine gewann an Höhe von 1,91 auf 1,94 m und wurde um 8 cm breiter; die Stehhöhe in der Achterkabine erhöhte sich von 1,82 auf 1,88 m, die Stehhöhe in den achteren Nasszellen von 1,76 auf 1,91 m und die Stehhöhe in der Dusche achtern von 1,81 auf 1,87 m. Die Aufteilung im Vorschiff wurde verbessert: Eine Nasszelle mit separater Dusche an Steuerbord, eine Kabine mit zwei Kojen an Backbord und ein separater Durchgang zur V-Koje im Vorschiff. Es wurden drei Innenraumaufteilungen angeboten: Layout A ist die konventionellste Variante mit Eigner achtern und spiegelbildlichen Vorschiffskabinen, die eine mittschiffs liegende Nasszelle teilen; Layout B verlegt die vordere Nasszelle nach achtern zum Hauptschott mit einer Duschkabine; Layout C vergrößert diese Nasszelle, verzichtet jedoch auf die Backbordkoje zugunsten einer freien Crew-Koje. Pantry und Salon sind bei allen Versionen gemeinsam, mit Sofakojen-Optionen an Steuerbord. Käufer der Achterkabine wählen zwischen einer Doppelkoje mittschiffs oder einer Doppelkoje an Steuerbord mit einer Einzelkoje an Backbord. Die Plicht wurde trotz unveränderter Länge mit mehr Sitzplätzen aufgewertet, und die Anzahl der zu öffnenden Luken stieg von acht auf dreizehn.
Zugang zu Motor und Systemen
Fahrtensegler schätzen den großen Maschinenraum, der über den Niedergang unter Deck oder ein Sitzluke in der Plicht zugänglich ist. Dies ermöglicht größere Arbeiten, ohne die Wohnräume aufbrechen zu müssen. Die Diesel- und Wassertanks mit 660 Litern bzw. 920 Litern Fassungsvermögen unterstützen lange, unabhängige Törns, und die Transporthöhe ohne Windschutzscheibe beträgt 3,95 m.
Das Fazit
Die Hallberg-Rassy 46 ist eine durchdachte Weiterentwicklung der 45, mit der Frers und die Werft Volumen, Licht und Steuerpräzision hinzufügten, ohne die bewährte Rumpfphilosophie zu verändern. Sie ist eine echte, hochseetaugliche Fahrtenyacht mit mittlerer Verdrängung, deren Eignergeschichten von unkomplizierten Atlantiküberquerungen zeugen.
Vorteile
- Neue Rumpf- und Decksformen seit dem Modelljahr 2009 mit höherem Freibord am Spiegel und zusätzlicher Schlagregalbügelung
- Drei verschiedene Innenraumaufteilungen, die sich eine gemeinsame Pantry und einen Salon teilen
- Steuerung über Rod-Links mit Kardananbindung anstelle von Drahtseil
- Großer Maschinenraum, der vom Niedergang oder über das Cockpit-Sitzluke zugänglich ist
- CE-Kategorie A für unbegrenzte Hochseetörns; bewährte ARC-Klassen-Erfolge
Nachteile
- Die Version mit tiefem Tiefgang verlängert das Boot um 1,5 Fuß gegenüber dem Standard-Wingkiel
- Aufteilung C opfert eine separate Kajüte für den Skipper zugunsten einer offenen Crewkoje









