Salona 46 — Informationen, Bewertung, technische Daten

J&J Design·2020·Salona Yachts (AD Boats Ltd.)
Ungefähre Zeichnung

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Rumpfart
Einrumpf · bulbkiel
Rigg
7/8-Slup
LOA
46.39' · 14.14 m
Verdr.
21.605 lbs · 9.800 kg
Erstes Baujahr
2020

Die Salona 46 kam 2020 als neues Flaggschiff unter den PerformanceCruisern von Salona Yachts auf den Markt und ersetzt die Salona 44. Sie wurde von J&J Design entworfen. Mit einer Länge über alles (LOA) von 13,50 m bei einem verlängerten Rumpf bietet sie eine absolut moderne Interpretation des PerformanceCruisers: einen tiefen TBulbkiel, ein hochgetakeltes Rigg mit einem minimal überlappenden Vorsegel, zwei Steuerräder und große, tiefliegende Rumpfniedergänge. Dennoch verzichtet sie auf die bei vielen Konkurrenten beliebten Doppelruder und einen KnickspantRumpf.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
46,39 ft
Länge an Deck
Länge in der Wasserlinie
40,12 ft
Breite
13,78 ft
Tiefgang
8,01 ft
Maximale Stehhöhe
Durchfahrtshöhe
67,59 ft

Bauweise & Rumpf 02

Bauweise
Glasfaser
Rumpfart
Einrumpf
Kielart
Bulbkiel
Ruder
1× Spatenruder
Ballast
6.365 lbs (Blei)
Verdrängung
21.605 lbs
Wasserkapazität
53 gal
Kraftstoffkapazität
55 gal

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
7/8-Slup
Vorliek Großsegel
56,04 ft
Unterliek Großsegel
20,34 ft
Vorsegeldreieck Höhe
54,46 ft
Vorsegeldreieck Basis
16,99 ft
Vorstaglänge (geschätzt)
57,05 ft
Segelfläche
1.173,27 sqft

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
24,2
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
29,46
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
149,36
Komfort-Ratio
24,16
Kenterungsverhältnis
1,98
Rumpfgeschwindigkeit
8,49 kn

Design und Konstruktion

Salona baut die 46 mit vakuuminfundierten Laminaten und Vinylesterharzen. Unter der Wasserlinie trägt das Boot einen klaren Gelcoat, sodass das darunter liegende GFK optisch inspiziert werden kann. Zudem wird ein Edelstahlrahmen im Rumpf verklebt, um die Lasten von Kiel, Mast und dem vakuuminfundierten Rigg aufzunehmen. Das Anheben der Bodenbretter des Salons zeigt diesen Rahmen, durch dessen Mitte der Kiel mit zehn M30-Bolzen gesichert ist, während eine geformte Verstärkung vom Rahmen über das Überwasserschiff bis zu den Püttingen verläuft. Der Rumpf hat kurze Überhänge für eine lange Wasserlinie und einen leicht geneigten Heckspiegel, was ihm ein zeitloses Aussehen verleiht. Der Vorsteven steht einige Grad abweichend von der Vertikalen, ist an der Wasserlinie schmal, aber hoch genug an Deck, um die Rollanlage unter das Deck zu schieben. Ein wasserdichtes Schott befindet sich sowohl am Bug als auch am Heck. Unter der Deckslinie sind die einzigen geformten Innenschalen die der Nasszellen, was den Zugang zum Rumpfinneren erleichtert und ermöglicht, dass die Schotten sauber einlaminiert werden können, während die geformten Deckenverkleidungen die luftgefederten Schotten aufnehmen. (1)

Rigg und Handhabung

Die 46 trägt dieses hochgradig fraktionierte Rigg mit einem Minimalüberlappungs-Vorsegel und einem durchgesteckten Seldén-Mast; die Trimmung wird über einen hydraulischen Rutscher oder zwei Dyneema-Backstagen mit Kaskade eingestellt. Ein Traveller über die gesamte Breite ist in den Plichtboden zwischen den Winschen und den Steuerständen eingelassen. Lewmar 45 Selbstfierer sorgen für die nach achtern geführten Großschoten im deutschen Stil, ein Paar Lewmar 50 an den Sülls bedient das Vorsegel, und ein weiteres Paar 45 befindet sich auf dem Kajütdach, wobei die vordere Großfall oft als elektrische Anlage aufgerüstet ist. Auf dem Wasser drehen sich die relativ tiefen Jefa-Ruderblätter mit einer großen Wirkungsdrehzahl locker unter 1,5 Umdrehungen, und das tiefe Spatenruder sorgt dafür, dass das Boot auch bei provozierendem Wind gutmütig bleibt, wie das Magazin Yachting Monthly in seinem Test feststellte: „Das tiefe Ruder machte das Boot gutmütig.“ Ein einzelnes tiefes Ruderblatt mit einer ausgewogenen Rumpfform bietet reichlich Grip und Rückmeldung über das Rad, die ein Doppelruder vermissen lassen kann. Fußstützen klappen aus dem Plichtboden hoch, um eine Crew am Luv zu sichern, und das massive hölzerne Fußteil ist achtern der Püttinge entlang abgesenkt und abgeflacht, um bequemes Ausreiten zu ermöglichen. (1)

Unterbringung

Unter Deck ist das Layout hell und luftig, serienmäßig im hellen europäischen Eichenholz ausgeführt. An den Längsseiten unter den Fenstern sowie über dem Niedergang gibt es runde Handläufe, und die Niedergangsstufen sind mit abgeschrägten Kanten für sicheren Halt versehen, auch wenn die Rutschfestigkeit etwas besser sein könnte. Zwei Doppelkabinen achtern sind Standard, wobei im Mittschiff Platz für einen Generatorraum vorhanden ist. Der Kartentisch ist auf der kleineren Seite und am achteren Ende der Koje im Steuerbordsalon montiert – ein Kompromiss, den Puristen bedauern mögen. Ein abnehmbarer Tisch mit klappbaren Blättern und einem Edelstahlrahmen dient gleichzeitig als zentraler Handlauf oder Fußstütze.

Motorisierung, Antrieb und Optionen

Ein Yanmar mit 57 PS ist serienmäßig und trieb das Testboot bei vollem Wind auf fast 9 Knoten sowie bei komfortablen 1.600 U/min auf 6,7 Knoten an – übergetrieben über einen Saildrive und einen Faltpropeller (Standard sind zwei Flügel, wie im Testboot auch drei). Für diejenigen, die es elektrisch bevorzugen, bietet ein von Oceanvolt in Finnland entwickeltes System elektrischen Antrieb mit Hydro-Erzeugung unter Segeln. Dem Testboot wurde ein ausfahrbarer Bugstrahlruder angebracht, und der Deckskasten achterlich des vorderen Wasserschotts fasst Strecktaue, Fender sowie ein oder zwei Downwind-Segel.

Das Fazit

Die Salona 46 ist eine durchdachte Performance-Fahrtenyacht, die ein solides Bodenrahmen- und Kielkonstrukt mit einem sportlichen, aber gut zu handhabenden Rigg sowie einem aufgeräumten, zugänglichen Innenraum verbindet. Sie ist gebaut für Segler, die direktes Feedback und Geschwindigkeit suchen, ohne auf das feinfühlige Ruderverhalten eines Einrumpfbootes und traditionelle Hecklinien verzichten zu wollen.

Vorteile

  • Edelstahl-Innengestell mit zehn M30-Kielbolzen und verstärkten Püttingen im Überwasserschiff
  • Klare Gelcoat-Struktur unter der Wasserlinie für eine einfache Inspektion des Laminats
  • Direktes Jefa-Steuergefühl mit einem tiefen, gutmütigen Einzelruder
  • Langgezogener Rumpf mit kurzen Überhängen und schmaler Wasserlinienbreite für optimale Leistung
  • Lichter, zugänglicher Innenraum mit serienmäßigen Doppelkojen achtern und Eichenausbau

Nachteile

  • Die rutschfeste Decksoberfläche ist weich unter den Füßen
  • Die Kartenmaschine ist klein und unhandlich platziert
  • Keine Doppelruder oder Knickspant-Rumpf für Segler, die diese Erwartungen haben

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