Design und Rumpfform
Die Murray Group nutzte Windkanaltests, um die Rumpfform für diesen Geschwindigkeitsrausch zu entwickeln. Das Ergebnis ist ein relativ schmaler Rumpf mit einem breiten Heck und einer scharfen Kimm im Spiegelbereich. Der Bug ist abgerundet und nicht gerade, und es gibt eine beträchtliche Überhängung nach achtern, was dem Profil einen typisch australischen Charakter eines Regatta-/Fahrtenyachts verleiht. Der Kiel ist ein leicht gepfeilter Flossenkiel mit einem robusten Bulbkiel, und das Verhältnis von Länge zu Breite (L/B) von 3,46 sorgt dafür, dass der Rumpf für seine Größe schlank bleibt. Eine solche Rumpfform, die im Windkanal validiert und nicht nur vom Auge gezeichnet wurde, ist darauf ausgelegt, bei Wind Leistung zu bringen und auch bei Krängung kontrollierbar zu bleiben. (1)
Konstruktion
Alles an der Sydney 46 wird im Vakuumsack laminiert, wobei im Laminatanker Kevlar, E-Glas, PVC-Schaum und Vinylesterharz verwendet werden. Die Werft bot Epoxidharz als optionales Upgrade für Eigner an, die zusätzliche Osmosebeständigkeit und Steifigkeit wünschten. Dies ist eine Kompositstruktur aus dem Repertoire von Sydney Yachts aus den späten 1990er Jahren: leicht, steif und auf Leistung ausgelegt statt auf ein Minimum an Kosten. Das Deck ist eine interessante Mischung aus Regatta- und Fahrtenkomfort mit Sitzschalen im Vorschiff und langen Bänken in der Plicht, weit vorn platzierten Doppelradsteuerungen und einer Steuersäule mit Schleifmaschine für die primären Winschen. (1)
Rigg und Handhabung
Das Rigg ist als Masttoppslup mit einer Segelfläche von 1.237 Quadratfuß ausgelegt, und das Verhältnis von 27 SA/D bestätigt ein kraftvolles Rigg für die Verdrängung. Die beiden Steuerräder weit im Vorschiff bieten dem Rudergänger gute Sichtlinien zum Bug und zum Vorsegel, während die Radsteuerung an Deck darauf hindeutet, dass die Crew die Primärwinschen bedienen kann, ohne den Steuerbereich zu verlassen. Mit dem breiten Heck und der ausgeprägten Kimmung des Spantens fährt der Rumpf sehr kursstabil auf raumen Kursen und reagiert eher auf das Ruder als dass er sich feststampft.
Unterbringung
Der Innenraum ist zweckmäßig und wurde wahrscheinlich einfach gehalten, um den Bau zu erleichtern – ein Kompromiss, der typisch für das Performance-Segment des Cruiser-Racer-Spektrums ist. Ein Detail, das der Rezensent besonders lobte, ist die einzelne große Nasszelle, die die Platzverluste geteilter Einrichtungen vermeidet und zu einem Boot passt, dessen Konzept nie auf Volumen für sich selbst ausgerichtet war. Diese Einfachheit ist eine bewusste Designentscheidung und kein Mangel: Das eingesparte Gewicht fließt in die Segeleigenschaften statt in den Innenausbau. (1)
Das Fazit
Die Sydney 46 ist eine speziell für Regatten und Fahrtensegeln konstruierte Leichtdeplacement-Fahrtenyacht aus der Sydney Yachts-Linie der späten 1990er Jahre. Sie verfügt über einen im Tank getesteten Rumpf, eine vakuuminjizierte Kevlar-Kompositbauweise und ein Masttopp-Rigg, das bei einer Verdrängung von 19.845 Pfund ein hervorragendes SA/D-Verhältnis von 27 liefert. Sie ist ein echtes Seglerboot: einfach im Innenraum, sportlich an Deck und schnell auf dem Wasser.
Vorteile
- In der Tank getestete Rumpfform mit schmalem Vorschiff, breitem Heck und steiler Kimm für optimale Leistung
- Vakuuminjektierter Kevlar/E-Glas/PVC-Schaum/Vinylester-Rumpf mit optionaler Epoxid-Upgrade-Möglichkeit
- Masttopp-Rigg mit 1.237 Quadratfuß Segelfläche und einem SA/D von 27 bei einem D/L von 145,1
- Gute Positionierung der Doppelräder weit vorn und der Steuersäule für direkten Kontrollverlust aus der Plicht
- Eine große Nasszelle und ein bewusst einfaches Interieur zur Gewichtseinsparung
Nachteile
- Eingeschränkte Wasserkapazität von 52,8 Gallonen und Kraftstoffkapazität von 33 Gallonen für längere Törns
- Die einfache Ausstattung des Innenraums passt möglicherweise nicht zu Käufern, die ein volumenorientiertes Interieur suchen
- Der Tiefgang von 9 Fuß 4 Zoll schränkt den Zugang zu flachen Gewässern ein









