Design und Konstruktion
Der Rumpf der Sense 46 wurde so gezeichnet, dass er bemerkenswert stabil ist, ohne unter Segeln an Geschwindigkeit einzubüßen. Ein harter Knickspant hilft ihr, aufrecht oder zumindest sehr flach zu liegen, wenn sie krängt. Die Maschinen sind im Heck konzentriert und von den Wohnbereichen getrennt, was die Vorschiffskabine ungewöhnlich leise macht. Das Volumen unter dem Cockpitboden ist für Pumpen und ein optionales Generatorensatz reserviert, und der Boden selbst lässt sich anheben, um einen hervorragenden Zugang zu den Systemen zu ermöglichen. Jede Seite des Rumpfes trägt eine große feste Bullauge, eine Decksluke und ein Bullauge, das zur Plicht zeigt. Die Trennung von Lärm und Wohnraum durch den Cockpitboden spiegelt dieselbe Designphilosophie wider, die dem Markenhersteller den Spitznamen „Catamaran-Crossover“ eingebracht hat. (1)
Rigg und Handhabung
Zwei Steuerstände mit Steuerrädern bieten eine gute Sicht nach vorn, und die Großschot läuft auf einem Geräteträger frei von der Crew nach oben, was gleichzeitig als natürlicher Halter für eine Sprayhood dient. Die Winschen liegen im bequemen Griffbereich für ein stressfreies Einhandsegeln, und die B&G-Elektronik mit Instrumententafeln an beiden Steuerständen unterstützt den Rudergänger, der die meisten Manöver über den Autopiloten und wenige Knöpfe ausführen kann. Der Saildrive-Motor ist mit Dock-and-Go kompatibel, einem Joystick-System, das den Saildrive und den Bugstrahlruder synchronisiert, um das Boot vorwärts, rückwärts oder komplett quer zu steuern. Bei einer frischen Brise für Fahrtensegler unter voller Groß- und Genua verzeichneten Tester Durchschnittsgeschwindigkeiten von 7–10 Knoten und stellten fest, dass das Boot nie unter Druck geriet und angenehm auf seinen Knickspanten saß. (1)
Unterbringung
Drei sanfte 45-Grad-Stufen führen vom geräumigen Cockpit hinab in einen gemeinsamen Salon und eine gleich langen Pantry, die ein „geselliges Quadrat“ bilden, das durch die besten Öffnungen beleuchtet wird, die je auf einer Fahrtenyacht zu sehen waren. Eine U-förmige Sofakoje an Steuerbord umschließt einen Tisch, der sich zu Cocktailhöhe oder zu einer Sonnenliege für zwei Personen klappen und absenken lässt, während dieselbe Bank als Navigationsecke mit Blick nach achtern dient; eine gerade Pantry an Backbord mit zwei Spülen, einem Obstkühlschrank und einem dreiflammigen Herd führt direkt ins Cockpit, um Speisen hochzureichen. Eine Insel im Zentrum, die mit Edelstahlhandläufen versehen ist, bietet zusätzliche Sitzplätze am Tisch, eine Haltegriff-Funktion bei Krängung und eine optionale aufklappbare TV-Einheit. Die vordere Eignerkabine verfügt über eine Inselbett-Koje, einen Schminktisch und eine eigene Nasszelle mit separater Dusche; die Gästekabine an Backbord hat eine Doppelkoje und eine eigene Dusche, wobei sich eine Tagestoilette auf der anderen Seite des Flurs befindet. Rezensenten lobten die unübertroffene Licht- und Belüftung, reichlich Handläufe unter Segeln und ein Layout, das perfekt für das Reviersegeln zwischen den Buchten geeignet ist.
Cockpit und Zugang zum Badebereich
Die Sense 46 hat das Leben an Deck mit einer geräumigen, freiliegenden und geschützten Plicht neu definiert. Der hintere Spiegel lässt sich über eine Winsch vollständig absenken, um die Plicht bei aufgeholtem Spiegel für sicheres Segeln zu schließen. Zudem lassen sich die beiden Steuersitze wie eine Schleuse seitlich anheben, um einen Durchgang zur Badeplattform freizumachen; ein abnehmbares Panel am Fußende der Plicht dient als Abschluss des Spiegels. Der modulare Tisch lässt sich absenken und wird so zu einer riesigen Sonnenliege. Im Heckstauraum auf der Badeplattform können Kegel, Landkarten und Schnorchelzeug verstaut werden, ergänzt durch eine Rinnschale, um Salzwasser zu entfernen.
Bekannte Schwachstellen
Die einzige Einschränkung ist die Lagerung eines Beiboots: Das Cockpit und der Spiegel bieten kaum speziellen Platz. Ein Eigner kann ein Beiboot jedoch über eine Fall und einen elektrischen Winsch auf das Vordeck ziehen, um es zu transportieren; es könnte aber auch mit Hilfe von Fall und Winsch auf dem Vordeck verstaut werden. Das Boot ist speziell für Wochenenden und Urlaube in sonnigen, geschützten Gewässern gebaut und nicht für Nordatlantik-Stürme oder steile, seitliche See konzipiert. (2)
Das Fazit
Die Sense 46 ist eine durchdacht konstruierte Fahrtenyacht für küstennahe Reviere, die die Sparsamkeit auf See gegen ein helles, geselliges Innenraumkonzept und eine geniale Verbindung zwischen Cockpit und Wasser eintauscht. Die Isolierung der Maschine im Achterschiff, das Dock-and-Go-Manövrieren und der flache Niedergang machen sie zu einem idealen Boot für Paare oder Familien, die Komfort am Steg und einfache Handhabung über die Hochseetauglichkeit stellen.
Vorteile
- Stabiler, aufrechter Rumpf mit Knickspant und ruhiger Vorschiffskabine dank getrennter Maschinen im Heck
- Umschaltbares Cockpit: absenkbare Badeplattform, höhenverstellbare Steuersitze und Sonnenbett-Tisch
- Einhand-freundliche Takelung mit Großschotbügel und leicht zugänglichen Winschen
- Joystick-basiertes Dock-and-Go-Anlegen durch synchronisierten Saildrive und Bugstrahlruder
- Außergewöhnliches natürliches Licht und gleich langes Wohn-/Kochbereich für gesellige Momente
Nachteile
- Eingeschränkte, feste Lagermöglichkeit für das Beiboot ohne Vordeck-Rigg
- Nicht für Nordatlantik-Stürme oder schwere Querseen ausgelegt
- Große verglaste Flächen und Warmwetter-Konzept schränken den Offshore-Einsatz im Winter ein






