Design und Konstruktion
Die 346 erreicht eine Länge über alles von knapp unter 10,5 Metern bei einer Wasserlinienlänge von 8,50 Metern und einer Breite von über 3,5 Metern, was ihr für ihre Länge ein beträchtliches Volumen verleiht. Ihr massiver GFK-Rumpf weist eine Verdrängung von 5.080 kg auf, unterstützt durch einen Ballast von 2.040 kg, und der Spiegel wurde im Vergleich zur 34 um 12 Zoll verlängert, um eine kleine Badeplattform zu schaffen, die den Übergang zu einem Beiboot erleichtert. Von Anfang an wurden zwei Kieloptionen angeboten: ein Flossenkiel mit 1,50 Meter Tiefgang und ein Kimmkiel (Zwillingskiel) mit 1,14 Meter Tiefgang, der es dem Boot ermöglicht, aufrecht trockenzufallen oder in Gezeitenrevieren vor Anker zu liegen. Der Flossenkiel ist tiefer und aerodynamischer, was ihn unter Wasser effizienter und besonders am Wind schneller macht, während der Kimmkiel für hervorragende Stabilität in flachem Wasser sorgt. Eine gut konstruierte Plicht und ein breites Seitendeck runden einen Rumpf ab, der für sicheres und einfaches Bewegen an Bord ausgelegt ist. (1)
Rigg und Handhabung
Die 346 ist mit einem robusten Rigg, einem gut geschnittenen Großsegel und einer stattlichen Genua auf einem Masttoppslup-Rigg ausgestattet, wobei ein Großsegel mit Bindereff und ein gerolltes Vorsegel serienmäßig sind. Mit einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von rund 16,2, einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis (B/D) nahe 39 und einem Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von etwa 239 liegt das Boot laut der The Moody 346 Sailboat-Bewertung fest im Bereich der Fahrtenyachten mit moderater Leistung. Die Option mit Flossenkiel bietet bessere Geschwindigkeit und Manövrierbarkeit, und die Konstruktion wurde explizit so ausgelegt, dass das Einhandsegeln problemlos möglich ist. Eine Komfort-Ratio von rund 29,3 und ein Kenterungsverhältnis von 1,85 ordnen sie eher zu den stabilen, auf Langstrecke ausgelegten kleinen Yachten als zu Regattayachten ein. (2)
Unterbringung
Unter Deck zeigt die 346 eine optimiertere und geräumigere Aufteilung als die 34 mit einem kompakteren Kartentisch und einer neu positionierten Pantry, was Wohnraum freisetzt. Zudem ist die Bugkabine durch einen zusätzlichen Backskasten geräumiger gestaltet. Standardmäßig bietet sie einen Salon mit Sitzgelegenheiten, eine Pantry mit Herd, Kühlschrank und Stauraum, zwei Kabinen und eine separate Nasszelle. Die Eignerkabine verfügt über eine Doppelkoje und direkten Zugang zur eigenen Nasszelle, während die zweite Kabine über zwei Einzelkojen verfügt. Eine bemerkenswerte Innovation ist eine große Toilette und Dusche achtern an Backbord mit optionaler Zufahrt von der Achterkabine aus. Einige Versionen bieten stattdessen eine dritte Kabine, sodass bis zu sechs Personen bequem an Bord übernachten können. Im Vergleich zur späteren Moody 35 ist jedoch die Achterkabine der 346 die kleinere der beiden.
Eignerschaft und Gemeinschaft
Die 346 wird von einer aktiven Eignervereinigung unter moodyowners.org unterstützt – eine wertvolle Ressource, da laut der Produktionsübersicht von Practical Boat Owner insgesamt 254 Rümpfe gebaut wurden und das Design bei Gebrauchtbooten mit Mittelcockpit nach wie vor häufig zu sehen ist. Der typische Antrieb besteht aus einem 35 PS starken Thornycroft-Diesel, der in damaligen Tests als leistungsstärkerer Motor für mehr Kraft im direkten Antrieb beschrieben wurde.
Das Fazit
Die Moody 346 ist eine durchdacht weiterentwickelte kleine Mittelcockpit-Fahrtenyacht, die reine Geschwindigkeit gegen Volumen, Stabilität und einfache Handhabung eintauscht. Ihr von Dixon entworfener Rumpf und das Layout mit langem Spiegel lieferten in den 1980er Jahren ein Bestseller-Rezept, und die optionalen Kimmkiele bleiben eine pragmatische Wahl für Gezeitenreviere. Der größte Kompromiss ist die Größe der Achterkabine im Vergleich zur späteren 35, aber die Flexibilität des Innenraums und die Eignung für Einhandsegler halten sich hervorragend.
Vorteile
- Bestverkaufte kleine Moody mit Mittelcockpit der 1980er Jahre mit einer starken Eignergemeinschaft
- Optionale Kimmkiele ermöglichen aufrechtes Trockenfallen und Anlegen in flachen Gezeitenrevieren
- Aufteilung wurde im Vergleich zur 34 optimiert mit mehr Stauraum und flexibler Option für eine dritte Kabine
- Konzipiert für Einhandsegeln mit leistungsstarkem Rigg und einfacher Bedienung von Großsegel (Slab/Furled)
Nachteile
- Achterkabine kleiner als bei der Nachfolgemarke Moody 35
- Leistung des Flossenkiels mäßig (SA/D ~16,2) im Vergleich zu reinen Regattayachten
- Das Badeplatform am Spiegel verlängert das Boot zwar, bietet aber kein volles Volumen einer durchgehenden Achterkabine







