Design und Konstruktion
Der Rumpf ist aus massivem GFK gefertigt und trägt 3.675 lb Bleiballast in einer Flossenkiel-Konfiguration mit einem Skeg-aufgehängten Ruder. Mit einer Länge über alles von 9,37 m, einer Wasserlinienlänge von 7,75 m, einer Breite von 3,2 m und einer dokumentierten Verdrängung von 9.966 lb fällt die Moody 31 Mk II nach dem Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) in die Kategorie der „schweren Fahrtenyachten“ (ca. 271). Dennoch verleihen ihr das Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 37 Prozent und ein Längen-Breiten-Verhältnis von 2,93 ein stabiles, souveränes Profil. Eine Kimmkiel-Version hatte einen Tiefgang von nur 1,12 m gegenüber 1,52 m bei der Flossenkiel-Version, was den Zugang des Bootes in flache Häfen erheblich erleichterte. Die benetzte Fläche von rund 27 m² und ein Verdrängungsanteil von fast 930 lb pro Zoll beschreiben einen Rumpf, der auf Lasten reagiert, aber seine Linien beibehält. Das Kenterungsverhältnis von 1,95 und eine Komfort-Ratio von 24,7 ordnen sie zu den konventionell stabilen kleinen Fahrtenyachten ihrer Zeit ein.
Rigg und Handhabung
Die Mk II ist eine Masttoppslup mit einem bescheidenen, aber effektiven Segelplan: ein 193 qm Großsegel, eine 310 qm Arbeitsfock und eine 365 qm Nr. 1-Genua. Mit dem ISO-Referenzsegel beträgt das Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) 15,0, steigt mit einer 135-prozentigen Genua auf 17,9, und das Boot trägt mehr Rigg als 66 Prozent vergleichbarer Segelboote – rechnerisch etwas übertakelt, was das lebendige Gefühl erklärt, das Eigner beschreiben. Probefahrer fanden sie leicht anspringend und einfach zu trimmen, wendig im Hafen und neigend dazu, sich wie eine Jolle zu segeln, wenn auch mit einer gewissen Unruhe. Berichte von Eignern besagen, dass das erste Reff bei 18 Knoten Wind eingeholt wurde, mit aufregenden Segelbedingungen im Vorsegeldruck davor, und das zweite Reff bei 25 Knoten. Die theoretische Verdrängungs-Rumpfgeschwindigkeit liegt bei 6,8 Knoten, wobei ein berechneter Maximalwert von fast 6,3 Knoten liegt. Eine Radsteuerung war ab Werft optional erhältlich, und eine Aluminium-Pinnenverlängerung ist ein bekanntes Zubehör. (2)
Unterbringung
Unter Deck erweist sich die Mk II als echte kleine Fahrtenyacht. In der Fachzeitschrift Yachting Monthly wiesen Rezensenten darauf hin, dass nur wenige 30-Fuß-Boote Stehhöhe, eine voll ausgestattete Pantry, einen ordentlichen Kartentisch und Doppelkojen in zwei separaten, gut dimensionierten Kabinen bieten – und die Mk II tut dies. Die Vorpiek beherbergt zwei Einzelkojen; der Salon verfügt über zwei Sofakojen; und die Achterkabine direkt hinter der Steuerbordpantry bietet zwei Einzelkojen im V-Format mit Möglichkeit zur Umbauung zu einer Doppelkoje. Dies ergibt insgesamt sechs Kojen auf drei Kabinen. Der Kartentisch an Backbord bietet einen nach vorn gerichteten Tisch und Stauraum inklusive eines Navigationsstuhls, während die Nasszelle an Backbord direkt achterlich des Navigationsbereichs untergebracht ist und mit einer Bordtoilette ausgestattet ist. Ein Ölzeugschrank vervollständigt den praktischen Stauraum.
Bekannte Schwachstellen
Die Klasse zeigt als Ganzes keine strukturellen oder systemischen Mängel. Der Heckspiegel mit integrierter Dusche und der vordere Kartentisch sind die prägenden Änderungen der Mk II. Da die Radsteuerung optional ist, verfügen einige Boote über eine reinen Pinnensteuerung mit Aluminiumverlängerung, während andere das Rad an Bord haben. Kimmkiel-Varianten tauschen Tiefgang gegen ein anderes Verhalten bei Grundberührungen und im Handling ein. Potenzielle Eigner sollten einfach prüfen, welche Kiel- und Steuerungsvariante ein bestimmtes Boot trägt, da diese das Verhalten des Bootes mehr bestimmen als irgendwelche latenten Mängel.
Das Fazit
Die Moody 31 Mk II ist ein durchdacht aufgeteiltes Dixon-Design, das sich bei der Wohnlichkeit über seine Länge hinweg behauptet und mit einem leicht überdimensionierten Masttopprigg lebendig, aber gut handhabbar bleibt. Ihre schwere Fahrtenyacht-Verdrängung und ihr Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 37 Prozent sorgen für Stabilität, während das Innenraum-Layout mit drei Kabinen und sechs Kojen für ein 30-Fuß-Boot absolut nutzbar bleibt. Die Hauptkritikpunkte sind das nervöse, jollenartige Rudergefühl und die Schwankungen bei den Werftoptionen, die ein Käufer am besten pro Boot überprüft.
Vorteile
- Stehhöhe und eine voll ausgestattete Pantry bei einer 30-Fuß-Fahrtenyacht
- Sechs Kojen aufgeteilt auf drei separate Kabinen mit einem ordentlichen, nach vorn gerichteten Kartentisch
- Leicht überriggtes Masttoppslup-Rigg, das sich leicht segeln und manövrieren lässt
- Solider GFK-Rumpf mit 37 Prozent Ballastanteil und stabilen Seeverhalten-Werten
Nachteile
- Für manche Geschmäcker etwas nervös und jollenhaft am Ruder
- Werft-Optionen (Radschaltung, Kieltyp) variieren von Boot zu Boot und müssen bestätigt werden









