Design und Konstruktion
Sowohl Rumpf als auch Deck sind aus massivem GFK gefertigt, und das Boot ist mit einem Flossenkiel und einem Spatenruder ausgestattet. Mit einer Länge über alles von 29,2 Fuß und einer Breite von 8,86 Fuß weist die 291 ein Verhältnis von Länge zu Breite von 3,27 auf – ein relativ schmaler, klassischer Maßstab, der das Überwasserschiff schlank hält, anstatt das volumenreiche Breitenprofil zu nutzen, für das spätere Hanse-Modelle bekannt wurden. Bei einer Verdrängung von 5.732 Pfund trägt das Boot 2.315 Pfund Bleiballast, was einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 38 bis 40 Prozent entspricht. Die benetzte Fläche beträgt etwa 269 Quadratfuß. Das Immergierungsverhältnis des Rumpfes von rund 790 Pfund pro Zoll sorgt dafür, dass sie unter Last berechenbar absinkt, und der Flossenkiel hat je nach Beladung einen Tiefgang von 5,31 bis 5,61 Fuß, sodass sie nahezu an jedem Hafenbecken ankern kann. (1)
Rigg und Leistung
Die 291 ist als 7/8-Slup mit einer Segelfläche von 366 Quadratfuß getakelt, und ihr Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 157 ordnet sie zu den „leichten Regattayachten“ ihrer Größenklasse ein. Diese Leichtigkeit gepaart mit einem Komfort-Ratio im Bereich von 18,1 bis 19,2 deutet auf ein lebendiges, aber nicht hartes Seeverhalten für ein Boot dieser Länge hin. Das Kenterungsverhältnis liegt bei 1,94, und die theoretische Rumpfgeschwindigkeit für einen Verdränger mit ihrer Wasserlinie beträgt 6,8 Knoten. Unter Motor mit der Volvo Penta-Anlage und einem Saildrive-Umfahrgetriebe liegt die berechnete Höchstgeschwindigkeit bei etwa 4,8 Knoten – bescheiden, aber passend für eine kleine Fahrtenyacht, deren wahre Geschwindigkeit unter Segeln liegt.
Unterbringung
Dieser Entwurf von Carl Beyer misst 29,2 Fuß Länge über alles (LOA) als Einrumpf-Fahrtenyacht mit 7,80 Meter (25,59 Fuß) Wasserlinie und einer Breite von 2,70 Meter (8,86 Fuß). Das Verhältnis von Länge zu Breite von 3,27 und der Segelplan mit 34 Quadratmetern (366 sq ft) zeichnen einen Charakter, der ganz auf das Segeln ausgerichtet ist, anstatt eine volumenreiche Fahrtenyacht für die Küste zu sein. In den verfügbaren technischen Daten sind weder ein Innenraum-Layout noch die Anzahl der Kojen angegeben.
Das Fazit
Die Hanse 291 ist eine kleine, leichte 7/8-Slup-Fahrtenyacht, die das erste Kapitel von Hanse Yachts als Segelbootbauer darstellt. Der Entwurf von Carl Beyer aus den frühen 1990er Jahren ist traditionell in massivem GFK mit Flossenkiel und Spatenruder gebaut, und ihre Werte beschreiben ein schnelles, handliches Boot für Küstenfahrten und nicht ein voluminöses Boot zum Wohnen an Bord. Die kurze Produktionszeit und der Status als Erstling machen sie zu einem bescheidenen, aber stimmigen Einstieg in die Geschichte der Marke.
Vorteile
- Günstiges Längen-Breiten-Verhältnis von 3,27 und ein leichtes Regattaprofil für agile Manövrierbarkeit
- Solider GFK-Rumpf und Deck mit Bleiballast-Flossenkiel
- Der Tiefgang von unter 5,61 Fuß hält die meisten Marinas zugänglich
Nachteile
- Spärliche Angaben zu den Innenraumverhältnissen und den an Bord installierten Systemen
- Die geringe Stückzahl (ca. 100 Rümpfe) kann die Verfügbarkeit von Ersatzteilen und das Vertrautsein mit vergleichbaren Booten einschränken
- Der Saildrive und der kleine Volvo Penta-Motor ergeben unter Motor nur etwa 4,8 Knoten








