Design und Konstruktion
Der Rumpf ist unter der Wasserlinie aus handaufgelegtem massivem GFK und oberhalb mit PVC-Kern gefertigt, ebenso das Deck. Überall wird Polyesterharz verwendet, und im Bereich hoher Belastungszonen wie den Püttingen wurde E-Glas für eine höhere Festigkeit eingearbeitet. Ein Bodengruppe ist in den Rumpf einlaminiert. Am Bug trägt ein integrierter Komposit-Bugspriet eine massive Edelstahlstruktur, die mit GFK überzogen ist, um einen traditionellen Ankerrollenhalter und einen Anschlagpunkt für einen Gennaker zu bilden. Die wichtigsten Verbesserungen gegenüber der 500 konzentrieren sich auf das hintere Cockpit, wo der revolutionäre Vorgänger eine Außenpantry eingequetscht hatte. Auf der 520 lässt sich der Sitz auf der Backbordseite nach oben und außen klappen, um die Spüle freizulegen, während der Grill in der mittleren Sektion verstaut ist. Mit geschlossenem Deckel wird der Sitz Teil einer Sonnenliege. Der Sitz auf Steuerbord lässt sich nach außen klappen, um Stufen zum Badeplattform (Swim Step) freizulegen, die durch den Spiegel gebildet wird. Eine optionale zweistufige Badeplattform lässt sich elektrisch ausfahren, um zwei Ebenen von Stufen für einen einfachen Zugang ins Wasser zu schaffen. (1)
Rigg und Handhabung
Die 520 ist mit einem 9/10-Fractional-Rigg ausgestattet, das ein traditionelles oder im Mast gefärbtes Großsegel sowie eine Segelfläche von 1.085 Quadratfuß unterstützt. Sie verfügt über einen 7'6"-L-Kiel, der ihr hilft, hervorragend raumschots zu laufen. Zwei Winschpaare befinden sich außenbords und sind für die Steuerräder gut erreichbar, sodass ein großes Boot wie dieses einhand gesegelt werden kann. Ein Test von Cruising World zeigte, dass die Lewmar-Ankerkette und -leine für ein sehr weiches Rudergefühl sorgen, während eine doppelte deutsche Großschot das Segel auf beiden Ankerseiten direkt unter den Händen des Steurers hält. Die Binnacles wurden zu kompakten Steuerständen im Stil einer Superyacht umgestaltet, die Navigationselektronik auf zwei Ebenen inklusive Kartenplotter hoch oben tragen. Mit dem 75-PS-Motor schob sich das Testboot bei vollen Winden auf 9,2 Knoten voran, und bei 9 bis 11 Knoten Wind segelte sie 5,5 bis 6 Knoten. Eigner können sich für einen Flachkiel mit 6 Fuß 4 Zoll Tiefgang oder den Standardtiefgang von 7 Fuß 2 Zoll entscheiden, sowie für einen Standardmast von 70 Fuß 2 Zoll oder ein Adventure-Paket-Mast-Upgrade auf 74 Fuß 9 Zoll für einen größeren Segelplan. (1)
Unterbringung
Unter Deck verläuft die Pantry querschiffs direkt achtern der Eignerkabine, wobei sich Herd und Spüle an Backbord sowie zwei Kühlschrankfächer an Steuerbord befinden. Sie werden von zwei Decksluken und einer kompletten Reihe fester Bullaugen beleuchtet. Ein elektrischer, klappbarer Hi/Lo-Tisch lässt sich in drei Positionen vom Couchtisch zum Esstisch verstellen, und der Origami-Navigations-Schreibtisch gegenüber der Sitzecke bleibt unabhängig von der Krängung aufrecht und lässt sich nach vorn oder nach achtern drehen. Die achterliche Backbordkabine lässt sich leicht von einer Doppelkoje in zwei Einzelkojen für Kinder oder Gäste umbauen, und das Boot bietet bis zu 10 Schlafplätze in fünf Kabinen. Für den privaten Gebrauch ist ein besseres Layout mit der Eignerkabine im Vorschiff mit geteilter Nasszelle und zwei Kabinen/zwei Nasszellen achtern zu bevorzugen. Es wurden vier Layout-Optionen angeboten: Drei Kabinen und drei Nasszellen; drei Kabinen, zwei Nasszellen und eine Pullman-Kabine; vier Kabinen und vier Nasszellen; oder vier Kabinen, drei Nasszellen und eine Pullman-Kabine. Der Maobi-Holzinnenausbau und die Corian-Arbeitsplatten in den Nasszellen verleihen dem Boot einen luxuriösen Charakter. Flaschenlager befinden sich unter dem Boden des Salons, und der Cockpittisch verfügt über ein 40-Quart-Kühlschrankfach.
Outdoor-Living und Unterhaltung
Die Plicht ist auf gesellige Nutzung ausgelegt: Das Spiegeldeck lässt sich nach vorn klappen und zum Sitzplatz am Cockpittisch machen, sodass eine größere Gesellschaft Platz findet. Zudem lassen sich die Schotten hochklappen, um die Bänke in Sonnenliegen oder Außenkojen für das Schlafen unter freiem Himmel zu verwandeln. Die Sitze sind mit dem Boden verriegelbar, wobei die Rückenlehnen als Handlauf beim Segeln dienen. Der Tester von Cruising World beschrieb die riesige, zweistufige Badeplattform, die sich unterwegs zusammenklappen lässt, um die Plicht zu sichern. Ergänzt wird die Außengastronomie durch eine Schubladen-Kühlschrank-Kombination unter dem klappbaren Teak-Tisch.
Bekannte Schwachstellen
Das Testsegeln zeigte zwei praktische Unannehmlichkeiten statt struktureller Mängel auf: Das Motorpanel und der Gashebel sind nahe dem Cockpitboden und achtern unter der hinteren Sitzbank platziert – eine unhandliche Reichweite unter Segeln. Zudem waren alle Schoten und Fallen in derselben Farbe gehalten, was zu Verwirrung bei den Winschen führte.
Das Fazit
Die 520 Grand Large veredelt die auf Unterhaltung ausgerichtete Achtercockpit der 500 zu einem echten Allround-50-Fuß-Boot – ein Felci-Entwurf, der unter einer 7/8-Slup mit Steuerstandskugel kompetent segelt und den Spiegel gleichzeitig in eine Sonnenliege, Pantry und Badeplattform verwandelt. Der Innenraum ist flexibel genug für Charter oder Privateignung, obwohl sich die Positionierung der Gashebel und die Linien in gleicher Farbe als kleine, aber spürbare ergonomische Mängel erweisen.
Vorteile
- Das Achtercockpit verwandelt sich von einer Sonnenliege in eine Außenküche und zu Sitzplätzen für Gäste
- 9/10 fraktioniertes Rigg mit 1.085 Quadratfuß Segelfläche und einfachem Bedienungsbereich für die Winschen mit kleiner Crew
- Vier Innenraumaufteilungen mit drei bis fünf Kabinen; die Backbordkoje achtern lässt sich auf zwei Einzelkojen aufteilen
- PVC-Sandwich-Rumpf über einem massiven GFK-Rumpf mit E-Glas-Rechtschottenverstärkung
Nachteile
- Motorpaneele und Gashebel im Cockpitboden nahe dem hinteren Sitz eingelassen
- Schoten und Fallen in identischer Farbe geliefert



