Design und Konstruktion
Die First 40 wird mit einem massiven Rumpf und einem Deck mit Balsaholzkern gebaut. Dabei kommt ein vinylesterharzinfundiertes Laminat mit zonenbezogenen Stitchmat-Laminaten zum Einsatz, die für zusätzliche Festigkeit in hochbelasteten Bereichen wie dem Anker platziert sind. Ein strukturelles Gitter bildet Teil einer Rumpfinnerei, die direkt mit dem Rumpf laminiert ist. Die Hauptschotten sind über 360 Grad mit dem Rumpf verklebt, und formverleimte Decksbalken sorgen für zusätzlichen Halt. Unter Decksbeschlägen wie den Schotwinschen, den Schienen und der Ankerwinde befinden sich verstärkte Massivglas-Laminate. Das Deck selbst ist für Leichtigkeit, thermische Isolierung und akustische Ruhe mit einem Balsaholzkern ausgestattet. Von dem steilen Vorsteven bis zum leicht geneigten Heck sind die Linien im Wesentlichen gerade und modern. Der Kajütaufbau ist als flacher Keil geformt, und die breiten, gut nutzbaren Seitendecks bieten viel Platz. Ein kleiner Teak-Fußreling verleiht dem Boot eine Portion Eleganz, und der Rumpf wird durch dezente Verzierungen mit schwarzen Streifen auf grauem Grund abgerundet. (2)
Rigg und Handhabung
Das hohe Rigg trägt einen verjüngten Mast mit drei Salingen im 9/10-Fraktional-Rigg, wobei der Standardmast auf zwei Salingen und ein stehendes Gut aus flachem Dyform-Stahl verzichtet. Einzelne Pod-Püttinge eliminieren praktisch jegliche Sorge vor Spaltkorrosion in der Zukunft. Ein hydraulischer Baumniederholer und ein Doppelprofil am Vorstag sind serienmäßig, und das einzelne Achterstag ist mit einem hydraulischen Trimmgerät ausgestattet. Das Boot ist primär für unüberlappende Vorsegel konzipiert, und ein ausziehbarer Carbon-Bugspriet vereinfacht die Arbeit mit dem asymmetrischen Spinnaker. Die Schotführung folgt dem deutschen System, bei dem die Schotwinschen auch die Großschot übernehmen, und die Großschot-Wantenschiene liegt direkt vor dem Steuerrad auf dem Boden. Probefahrer empfanden sie als extrem leicht und gut ausgewogen am Wind bei 5–8 Knoten wahrem Wind. Bei 10–13 Knoten lief sie dank des hochgezogenen Ruders sehr kursstabil und mit sehr wenig Ruderdruck. Mit dem tiefen T-Kiel fühlt sie sich ähnlich wie die First 10R an, ist jedoch keineswegs so nervös. Bei starkem Wind (20–22 Knoten) schnellt sie hoch und fächert in Böen mit präziser Ruderwirkung auf, obwohl ihre Bewegungen dann eine unerwartete Heftigkeit entwickeln.
Kieloptionen und Leistung
Es werden zwei Kielversionen angeboten: eine Standard-Version mit geringem Tiefgang von 6 Fuß 4 Zoll und ein tiefergehender T-Kiel aus Gusseisen mit Blei-Anteil mit 8 Fuß Tiefgang. Der tiefe Kiel wiegt etwa 760 Pfund weniger als der flache und hat deutlich weniger benetzte Fläche, was einen spürbaren Leistungsvorteil vor dem Wind bringt. Die kraftvollen Hecksektionen des Rumpfes und ein großzügiger, aber flacher Hecküberhang verlängern die statische Wasserlinie und reduzieren die benetzte Fläche. Im Fahrtmodus fanden Tester das Boot sehr steif und sicher genug, um die Crew zu unterstützen. Vor dem Wind sorgte sie mit dem Kite selbst bei leichtem Wind für viel Druck und ein gutes Rudergefühl. Bei 15–22 Knoten Wind lief sie mit minimalem Aufwand und ohne Gewicht im Geländerbereich bis zu 6,7 Knoten oder mehr. (1)
Unterbringung
Der Innenraum von Nauta ist eine helle Mischung aus weißem Laminat und hellem Eichensperrholz, die eine luftige, moderne Atmosphäre schafft. Die Aufteilung unter Deck ähnelt der des 40.7, wobei die Nasszelle im Vorschiff eine eigene Bugkabine ermöglicht; die V-Koje ist 6 Fuß 8 Zoll lang. Zwei gleich große Doppelkojen achtern sind geräumig, mit einer Stehhöhe von 6 Fuß und Kojenlängen von etwa 6 Fuß 6 Zoll. Die Pantry befindet sich direkt an Backbord beim Abstieg unter Deck, mit zwei nach vorn gerichteten Spiegeln, einer guten Kühlbox und einem kleinen zweiflammigen Herd. Die umlaufende Navigationsecke gegenüber ist das herausragendste Merkmal im Innenraum. Ein mittschiffs positionierter Tisch lässt sich öffnen, um den Großteil der Crew unterzubringen, obwohl seine Position den Salon für das Auflegen von Segeln während des Regattasegelns ungeeignet macht. Tester stellten zudem einen Mangel an Handläufen fest, wenn sich das Boot bei Krängung bewegt. Das Cockpit ist hervorragend: eine tiefe, einzelne Radsteuerung, abnehmbare Sitze/Schränke, die für Regatten am Steg zurückgelassen werden können, und ein offener Spiegel mit einer klappbaren Leiter. Das Cockpit entwässert fast augenblicklich durch den Spiegel.
Ausrüstung und Antrieb
Der Standard-Yanmar ist ein 3-Zylinder-Diesel mit 40 PS und Saildrive sowie einem zweiflügeligen Faltpropeller. Die Elektrik startet mit einer Verbraucher- und einer Startbatterie, Druckwasser ist serienmäßig mit einer manuellen Notpumpe vorhanden, und das Frischwasser fließt durch zwei 26-Gallonen-Rotationsgefäße unter den Sitzen. Das Deck ist für Spinnakerbeschläge vorbereitet, Harken 48ST Primär- und Spinnakerwinschen sitzen auf den Sülls, und 44STs sind achtern auf dem Kajütaufbau montiert. Ein Rettungsinselkasten ist clever unter dem Bodenbrett platziert, und die Carbon Edition bietet einen Carbonmast, einen Bleikiel, eine schwarze Kompositradsteuerung und ein Raymarine Regatta-Paket – bereit zum Regattasegeln.
Das Fazit
Die First 40 ist ein echter Allrounder unter den 40-Fuß-Yachten: Ein Farr-Rumpf mit echtem IRC- und ORC-Stammbaum, der sich aber auch vor Anker hervorragend schlägt. Der tiefe Kiel belohnt ambitionierte Regattasegler, das Nauta-Innere ist sowohl schön als auch praktisch, und die Ergonomie der Plicht ist sowohl für die Crew als auch für ein segelndes Paar geeignet. Sie ist steif, schnell und gut gebaut, wenngleich der Mittelschiffs-Salon-Tisch und die dünnen Handläufe ihre Regatta-DNA verraten.
Vorteile
- Bewährte Regatta-Historie inklusive erstem und zweitem Platz bei der Sydney Hobart unter IRC
- Robuste, hochentwickelte Infusionsbauweise mit vollständig laminierten Schotten
- Nauta-Innenausbau mit drei privaten Kabinen und hervorragender Navigationsecke
- Option für einen tiefen T-Kiel mit spürbarem Leistungsvorteil
Nachteile
- Der Salontisch schränkt den Arbeitsbereich beim Segeln ein
- Wenige Handläufe für das Bewegen bei viel Krängung
- Starkes Stampfen und Schlingern bei starkem Wind über 20 Knoten





