Bavaria C50 — Informationen, Bewertung, technische Daten

Cossutti Yacht Design·2018·Bavaria Yachts
Ungefähre Zeichnung

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Rumpfart
Einrumpf · bulbkiel
Rigg
7/8-Slup
LOA
51.02' · 15.55 m
Verdr.
34.150 lbs · 15.490 kg
Erstes Baujahr
2018

Die Bavaria C50 wurde als Teil der CLine von Bavaria Yachts eingeführt – die von Cossutti entworfene Generation, die die ältere, von Farr konstruierte CruiserSerie ersetzte. Die C50 wurde ein Jahr nach der C57 und parallel zur kleineren C45 vorgestellt. Sie ist ein 15,4 Meter langer Einrumpfer, der als gemeinsames Projekt zwischen Bavaria Yachts und Cossutti Yacht Design gebaut wurde, einem Studio, das der Hersteller für seine schnellen und eleganten Yachten fast legendär hält. Mit einer Breite von fast 5 Metern und einer Standardverdrängung von rund 15,4 Tonnen fällt sie fest in die moderne Klasse der volumenreichen Fahrtenyachten. Dennoch positionieren sowohl die Werft als auch Rezensenten sie eher als MittelmeerFahrtenyacht als für Weltumsegelungen.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
51,02 ft
Länge an Deck
49,18 ft
Länge in der Wasserlinie
47,38 ft
Breite
16,4 ft
Tiefgang
7,55 ft
Maximale Stehhöhe
Durchfahrtshöhe
76,28 ft

Bauweise & Rumpf 02

Bauweise
Glasfaser
Rumpfart
Einrumpf
Kielart
Bulbkiel
Ruder
1× Spatenruder
Ballast
9.921 lbs (Eisen)
Verdrängung
34.150 lbs
Wasserkapazität
172 gal
Kraftstoffkapazität
66 gal

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
7/8-Slup
Vorliek Großsegel
62,83 ft
Unterliek Großsegel
21,85 ft
Vorsegeldreieck Höhe
65,62 ft
Vorsegeldreieck Basis
18,93 ft
Vorstaglänge (geschätzt)
68,3 ft
Segelfläche
1.453,13 sqft

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
22,08
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
29,05
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
143,34
Komfort-Ratio
26,26
Kenterungsverhältnis
2,02
Rumpfgeschwindigkeit
9,22 kn

Design und Konstruktion

Bavaria baute die C50 unter anderem mit vakuuminfundierten Laminaten, und der Hersteller gibt an, dass der resultierende Rumpf stabiler, aber auch leichter ist. Das Kajütdach weist eine fließende Linienführung auf, während das Überwasserschiff hoch ist – eine Eigenschaft, die laut Yachting Monthly das Einsteigen im Wasser unhandlicher macht als bei Modellen mit niedrigerem Freibord. Der Kiel ist als Bulbkiel ausgeführt, mit einem Standardtiefgang von 2,30 Metern und einer Option für einen geringeren Tiefgang von 1,85 Metern. Er trägt einen Eisenschwerterballast von rund 4,2 Tonnen, was zu einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von fast 29 Prozent führt. Die CE-Klassifizierung lautet A12 / B16 / C18, die RCD-Kategorie ist A. Die C50 ist eine Yacht mit Einzelruder: Zwei Ruderblätter machten dieser Generation einer einzelnen Spatenpumpe Platz – ein bewusster Bruch mit dem Trend zu mehreren Rudern, der bei einigen zeitgenössischen Booten zu sehen war. (2)

Rigg und Handhabung

Die C50 ist mit einem 7/8-Slup-Rigg ausgestattet, das die Werft als Performance-Rigg bezeichnet und für Geschwindigkeit sowie Sicherheit bei jedem Wetter sorgt. Sie ist mit einer Selbstwendefock ausgestattet, wodurch sich das Kreuzen nach Herstellerangaben besonders einfach gestaltet. Der Standardsegelplan umfasst insgesamt etwa 131 Quadratmeter Segelfläche mit einem 75 Quadratmeter großen Großsegel; als Alternative wird ein Rollgroßsegel mit 61,5 Quadratmetern angeboten. Das Verhältnis von Segelfläche zu Verdrängung ist hoch, aber ausgewogen, was der Werft zufolge für hervorragende Segeleigenschaften gepaart mit einfacher, sicherer Handhabung sorgt. Ein VPP-Wert für Segelleistung liegt bei 12 Knoten wahre Windstärke unter Verwendung einer 103-prozentigen Fock und Gennaker auf dem tiefen Kiel. Beide Steuerstände bieten eine klare Sicht auf die Segel und den Kurs voraus, und die Instrumente sind extrem leicht bedienbar. In der Fachzeitschrift Yachting Monthly beschreiben Rezensenten das Boot als konzipiert für Küstenfahrten und das Segeln im Mittelmeer, nicht als Blauwasser-Fahrtenyacht. (1)

Unterbringung

Die C50 wird mit verschiedenen Innenraumaufteilungen angeboten, die als drei oder fünf Kabinen mit drei oder vier Nasszellen dokumentiert sind. Eine bemerkenswerte strukturelle Änderung gegenüber früheren Bavaria-Entwürfen ist die ungerade Pantry im Achterschiff, die laut dem Gutachten nach achtern verlegt wurde und nicht längs an der Seite des Salons verläuft. Neue Modelle der Linie verfügen zudem über eine Beibootgarage im Heck, was das Volumen im Achterschiff ohne externe Davits schont. Die große Breite unterstützt das offene, moderne Innenraumvolumen, das die Marktposition der C-Line gegenüber vergleichbaren 50-Fuß-Fahrtenyachten ausmacht. (2)

Ausrüstung und Systeme

Abgesehen von der bereits erwähnten Rundumsicht am Steuer liegt der Fokus der Elektronik der C50 auf dem Naviop-System von B&G, mit dem über jeden Bildschirm an Bord Navigationsdaten aufgerufen werden können. Die Bildschirme fungieren gleichzeitig als Schaltpaneele, sodass Tankstände kontrolliert und Navigationslampen vom Steuerstand aus geschaltet werden können. Der Überwachung von einem Smartphone aus ist bereits heute möglich; der nächste Schritt ist die Steuerung der Systeme über ein Telefon oder Tablet. Ein praktischer Kritikpunkt aus dem Test betrifft das Fehlen kleiner Staufächer direkt in der Plicht.

Das Fazit

Die Bavaria C50 ist eine durch und durch moderne Volumen-Fahrtenyacht aus der Cossutti-Ära bei Bavaria: leicht, aber stabil im Rumpf, schnell unter einem ausgewogenen Performance-Rigg und für das Segeln an Küsten und Inseln in warmen Gewässern konzipiert, weniger für Langstrecken auf See. Das Einzelruder, die Pantry achtern und die Beibootgarage am Heck markieren eine klare Abkehr von den Gewohnheiten der vorherigen Generation, und das integrierte Navigations- und Schaltsystem ist für diese Klasse wirklich fortschrittlich. Sie ist, um es mit den Worten des Autors zu sagen, kein Blauwasserboot.

Vorteile

  • Leichter, stabiler vakuuminfundierter Rumpf mit Bulbkiel und Flachwasser-Option
  • Performance-Rigg mit Selbstwendefock und hohem, aber ausgewogenem Segelplan
  • Integriertes B&G Naviop mit Steuerungsumschaltung und Telefonüberwachung
  • Flexibles Drei- oder Fünf-Kabinen-Layout mit Achterküche und Beibootgarage

Nachteile

  • Das hohe Überwasserschiff erschwert das Anlanden an flachen Stegen
  • Keine kleinen Stauräume in der Plicht
  • Konzipiert für das Segeln im Mittelmeer, nicht für Blauwasserreisen

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