Design und Konstruktion
Der Rumpf weist eine relativ konservative moderne Form mit maximaler Breite mittschiffs auf, anstatt dass diese weit nach achtern getrieben wurde. Diese Entscheidung setzt Stabilität und Innenraumvolumen gegenüber den dramatischen, über die gesamte Heckbreite reichenden Profilen zeitgenössischer Boote durch. Mit einer Länge über alles von 49 Fuß 10 Zoll, einer Wasserlinienlänge von 45 Fuß 2 Zoll und einer Breite von 15 Fuß 4 Zoll verdrängt die 50.1 28.367 lbs und hat einen Standardballast von 9.920 lbs. Eine Flachkiel-Version hat einen Tiefgang von 6 Fuß 1 Zoll und verdrängt 10.582 lbs. Der erhöhte Mittelteil des Deckssalons ist nicht nur ein Gestaltungselement; er schafft viel Platz für den Diesel- und die wichtigen Systeme, was die Unterbringung der Maschinen vor Anker vereinfacht. Für den Innenausbau wurden Furnierschichten aus Iroko-Holz mit Massivholzleisten verwendet – ein Finish, das Tester ansprechend fanden, ohne es als überladen zu empfinden. (1)
Rigg und Handhabung
Ein hohes Rigg mit elektrisch betriebenen Winschen und Rollfock sorgt für reichlich Segelleistung und erleichtert das Handling für eine kleine Crew beim Ankern. Die Selbstwendefock erwies sich am Wind als wunderbar, obwohl Tester feststellten, dass ein leichtes Vorsegel benötigt wurde, um vor dem Wind wieder Fahrt aufzunehmen – eine einfache Ergänzung des Segelverbrauchs und keine Schwachstelle des Basistriggs. Ein Paar der elektrischen Winschen ist vom Steuerstand aus erreichbar, das andere nicht, was die Konfiguration ideal für ein Paar macht, aber nicht optimal für Einhand-Kurskorrekturen ohne Autopilot ist. Doppelruder sorgten für ein direktes Rudergefühl, als das Boot bei Annapolis auf dem Severn River im Schleppkreis von 80 Grad hochfuhr und bei einer Herbstbrise von 12 Knoten mit 6,5 Knoten Fahrt durch das Wasser schnitt. Unter Motor war die Handhabung vorbildlich: ein Wendekreis von weniger als einer Bootslänge, sofortiges Anhalten und kontrollierbares Rückwärtsfahren. Ein 75- oder 80-PS-Diesel trieb das Boot auf eine Marschgeschwindigkeit von 8,4 Knoten bei 2.400 U/min, mit einem moderaten Geräuschpegel von 74 dBA in der Kabine. (1)
Unterbringung
Die Plicht ist im Achterschiff in einen Arbeitsbereich mit zwei Steuerrädern, mechanischen Hebeln und Leinen sowie einen größeren Vorschiffsbereich mit zwei Tischen unterteilt, die sich zu Liegeflächen absenken lassen. Die Steuersessel sind komfortabel, und das Kajütdach ist niedrig genug, um eine hervorragende Sicht in alle Richtungen zu gewährleisten. Unter Deck umschließt die ungewöhnliche, quer vorne platzierte Pantry den Koch an der Stelle mit minimalem Bewegungsdruck – ein Layout, das Tester als perfekt für das Segeln auf See bezeichneten. Ein echter Navigationstisch mittschiffs bildet den Mittelpunkt für die Planung von Törns. Von den drei Innenraumaufteilungsvarianten verfügen zwei über eine vordere Kabine, die durch eine verschiebbare Trennwand wie ein festes Shoji-Schirmchen geteilt werden kann, was Eignern flexible Optionen für private oder gemeinsame Schlafplätze ohne Umbau ermöglicht.
Ausrüstung und Cockpit-Detail
Die 50.1 zeichnet sich durch zwei klappbare Heckplattformen aus – eine kleine und eine große – aus, sodass die Crew je nach Situation ein kleines Beiboot festmachen oder eine vollwertige Badeplattform nutzen kann. Dieser Ansatz mit geteiltem Spiegel ist bei Konkurrenz-Fahrtenyachten ungewöhnlich und unterstreicht den Fokus des Bootes auf Entspannung und Schwimmen vor Anker. In Kombination mit der Lounge-Plicht im Vorschiff und dem erhöhten Salon liest sich das Layout als ein Boot, das ebenso für das Zielhafen-Urlaub wie für die Überfahrt konzipiert ist.
Das Fazit
Die Elan Impression 50.1 ist eine gelungene Langstrecken-Fahrtenyacht für kleine Crews, die keinerlei Kompromisse beim Wohnraum eingeht. Der mittschiffs breite Rumpf, die leicht zugängliche Doppelrudersteuerung und die Anordnung der angetriebenen Winschen machen Reisen mit zwei Personen problemlos machbar, während die quere Pantry, die geteilte Vorschiffskabine und die beiden Heckplattformen einen wirklich gemütlichen Ausgangspunkt vor Anker bieten. Die einzige echte Einschränkung ist, dass das Rudergeberreich nur bis zur Hälfte der Winschen reicht, was den Segeltrimm einhand einschränkt, und dass die Selbstwendefock auf raumen Kursen ein leichtes Segel benötigt, um lebendig zu bleiben.
Vorteile
- Konservativer Rumpf mit mittschiffs breiter Form für großes Innenraumvolumen und hohe Stabilität
- Der erhöhte Deckssalon bietet Platz für Diesel und Systeme in gut zugänglicher Höhe
- Doppelruder und enger Wendekreis erleichtern das Manövrieren im Hafen
- Querliegende Pantry im Vorschiff sorgt für minimale Bewegung beim Kochen auf See
- Flexible Trennwand der vorderen Kabine in zwei von drei Layouts
Nachteile
- Nur ein Paar motorisierter Winschen ist vom Steuerstand aus erreichbar
- Die Selbstwendefock benötigt ein zusätzliches leichtes Vorsegel für guten Wind unter Segeln



