Design und Konstruktion
Die CS 50 ist überwiegend aus GFK gebaut, mit einem massiven GFK-Rumpf und einem Blei-Flossenkiel, der bei einer Verdrängung von 27.557 Pfund einen Ballast von 12.125 Pfund trägt – ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 44 Prozent, das die Yacht fest im Lager der ernsthaften Fahrtenyachten positioniert. Frers verlieh ihr ein Längen-Breiten-Verhältnis (L/B) von 3,53 bei einer Breite von 14,16 Fuß und einer Wasserlinienlänge von 38,38 Fuß – Proportionen, die eher auf einen breiten Rumpf mit moderater Verdrängung als auf eine schlanke Regattayacht schließen lassen. Die benetzte Fläche beträgt etwa 56 Quadratmeter, und das Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 219 ordnet sie nach der Standardklassifikation unter die „moderaten Regattayachten“ – schnell genug, um interessant zu sein, schwer genug, um sich auf dem Kurs im Seegang stabil zu verankern. Das intern montierte Spatenruder und der feste Flossenkiel vervollständigen das traditionelle Unterwasserschiff eines Performance-Cruisers aus den späten 1980er Jahren. (1)
Rigg und Handhabung
Die CS 50 ist serienmäßig als Masttoppslup getakelt und kann optional als Kutter getakelt werden – eine Flexibilität, die sowohl für das geplante Langstrecken-Fahrtensegeln als auch für Clubregatten spricht. Ihre Gesamtsegelfläche von 1.390 Quadratfuß ergibt ein Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von 24,38, ein Wert, der zu einem Boot passt, das bei Wind Fahrt machen soll, ohne dass eine vollbesetzte Crew erforderlich ist. Die Maße des stehenden und laufenden Guts sind großzügig bemessen: Die Schoten von Fock und Genua laufen über 15,2 Meter mit einem Durchmesser von 16 mm, die Großschot misst 38,1 Meter und die Spinnakerschot 33,5 Meter, alles an einem 16-mm-Anker. Auf dem Regattaboden weist das Design ein durchschnittliches PHRF-Handicap von 84 auf, wobei sowohl das Höchst- als auch das Tiefstwert bei 84 liegen – ein enges Band, das auf konstante Leistung bei gemessenen Exemplaren hindeutet. Die theoretische Rumpfgeschwindigkeit beträgt 8,3 Knoten, und das Kenterungsverhältnis von 1,88, gepaart mit einer Komfort-Ratio von 29,6, zeichnet eine Yacht, die eher für Stabilität als für reine Geschwindigkeit konstruiert wurde. (1)
Unterbringung und Tankkapazitäten
Mit knapp unter 50 Fuß Länge über alles bietet die CS 50 das Volumen, das man von einem Flaggschiff von Frers erwartet. Der Standardkiel hat einen Tiefgang von 8,67 Fuß; die Werft bewarb einen Flachkiel mit 6,67 Fuß als Option, jedoch wurden keine Exemplare mit geringem Tiefgang gebaut. Daher verfügt jedes erhaltene Boot über den tiefgehenden Kiel und ist auf die Tiefen großer Marinas beschränkt. Die Kraftstoffkapazität beträgt 74 US-Gallonen und die Wassertankkapazität 134 US-Gallonen – großzügige Zahlen, die längere Törns ohne häufige Auffrischung ermöglichen. Das Absenkungsvermögen von etwa 338 kg pro Zentimeter bedeutet, dass sich das Boot unter Last spürbar absenkt – ein wichtiger Faktor bei der Vorbereitung auf eine lange Reise.
Bekannte Schwachstellen
Der wichtigste Nachteil bei der Konfiguration ist, dass der Flachkiel zwar angeboten, aber nie ausgeliefert wurde. Käufer, die einen geringeren Tiefgang suchen, werden daher nicht fündig. Der tiefere Standardkiel mit 8,67 Fuß begrenzt sie auf größere Hafenbecken – eine Einschränkung, die durch den lastabhängigen Tiefgang von 2,03 bis 2,13 Metern bedingt ist.
Das Fazit
Die CS 50 ist ein in kleiner Serie gebautes Flaggschiff aus der Feder von Frers, das ein hohes Ballastverhältnis, einen breiten GFK-Rumpf und ein vielseitiges Rigg zu einer glaubwürdigen Blauwasser-Fahrten- und Regattayacht verbindet. Ihre kurze Produktionszeit macht sie zu einem seltenen Fund, und ihr makelloses Mängelregister macht sie zu einer relativ risikoarmen älteren Yacht – vorausgesetzt, der Käufer akzeptiert die Einschränkung durch den tiefen Tiefgang.
Vorteile
- Hoher Ballastanteil von 44 Prozent mit 12.125 lbs Bleiballast
- Frers-Design mit Masttoppslup und optionaler Kuttertakelung
- Großzügige Kraftstoffkapazität von 74 Gallonen und Wasserkapazität von 134 Gallonen
- PHRF-Handicap von 84, was für berechenbares Segelverhalten steht
Nachteile
- Es existieren nur Exemplare mit tiefem Tiefgang (8,67 Fuß); ein Flachkiel wurde nie gebaut
- Aufgrund des Tiefgangs auf große Marinas beschränkt
- Sehr geringe Produktion (einzig dokumentiertes Exemplar aus dem Jahr 1987, ab 1988 nicht mehr produziert)





