Design und Konstruktion
Die 50.1 ist ein relativ konservativer moderner Rumpf mit maximaler Breite, die mittschiffs getragen und nicht weit nach achtern verlagert wird. Dies sorgt für eine berechenbare Querschnittsform und ein angenehmes Seeverhalten. Humphreys' CFD-Arbeit verleiht dem Rumpf einen tiefen Schwerpunkt und hohe Stabilität, während der klassische L-förmige Kiel laut Werft für einfacheres Manövrieren sorgt. Elan baut den Rumpf im Vakuuminfusionsverfahren (Vacuum-Assisted Infusion Lamination), das die Werft 2003 flottengleich eingeführt hat. Der erhöhte Mittelteil des Deckssalons bietet viel Platz für Motor und wichtige Systeme. Im Innenraum ist der Innenausbau mit Iroko-Furnier und Massivholzleisten ausgeführt, was damalige Rezensenten als ansprechend und nicht nur zweckmäßig empfanden. (1)
Rigg und Handhabung
Auf dem Wasser ist das Boot für eine kleine Crew aufgetakelt. Das hohe 7/8-Rigg trägt elektrische Winschen und Rollfockanlagen mit einer Selbstwendefock, die von den Testern am Wind gelobt wurde; ein Paar der elektrischen Winschen ist vom Steuerstand aus erreichbar, das andere nicht, was die Aufteilung ideal für ein Paar macht, aber weniger für Einhandsegler. Zwei Jefa-Räder steuern zwei Ruderblätter, die die Tendenz zum Sonnenschuss verringern und eine präzise Ruderkontrolle ermöglichen, als SAIL Magazine am Severn bei Annapolis gegen den Wind auf 80 Grad Kurs durch eine Böe von 12 Knoten bei 6,5 Knoten Wind kurzes Kreuzen übte. Unter Motor war die Handhabung vorbildlich: In einem Artikel in SAIL Magazine berichteten die Tester von einem Wendekreis von weniger als einer Bootslänge, sofortigem Stillstand und kontrollierbarem Rückwärtsfahren. Bei einer Einstellung von 2400 U/min lieferte das Boot 8,4 Knoten Geschwindigkeit und ein moderates Geräuschpegel von 74 dBA in der Kabine. (1)
Unterbringung
Der erhöhte Mittelteil des Deckssalons sorgt für einen weitaus helleren und geräumigeren Innenraum als bei einer herkömmlichen Yacht, und das umgekehrte Salon-Layout optimiert die maximale Breite für Wohnraum. Es werden drei Layouts angeboten: Standard mit drei Kabinen und drei Nasszellen, oder Optionen mit vier Kabinen und drei Nasszellen, oder fünf Kabinen mit zwei Nasszellen. Zwei der drei Layouts bieten eine einzigartige Vorschiffskabine, die sich durch eine mobile, feste Trennwand wie eine Shoji-Scheibe aufteilen lässt, und der Salon selbst kann für größere Crews zu einer Doppelkoje umbaut werden. Die quer im Vorschiff platzierte Pantry umschließt den Koch dort, wo die Bewegungen minimal sind, eine ordentliche Navigationstisch steht mittschiffs, und die Plicht ist durch die Steuerräder in eine achterliche Arbeitszone und eine größere vordere Lounge mit zwei zu Podesten klappbaren Tischen unterteilt.
Ausrüstung und Leben an Bord
Elan bietet eine Ankerwinde mit Fernbedienung und Kettenzähler für einfaches Ankern im Einhandbetrieb sowie ein Bugstrahlruder zur Erleichterung des Hafeneinschleppens. Die Plicht wird durch einen geteilten Zweisitzer-Tisch bedient, der die Bewegungsfreiheit erhöht, während die Cockpitboxen aufgerüstet werden können, um einen Grill und einen Kühlschrank unterzubringen. Am Heck ist die 50.1 ungewöhnlich und bietet zwei klappbare Plattformen – eine kleine, mit Teakholz überdachte Plattform und eine große Badeplattform, die den Wohnbereich vergrößert und zum Schutz der Sicherheitsreling abschließt – sowie indirektes Licht mit Dimmfunktion für die Abende an Bord.
Das Fazit
Die Impression 50.1 ist eine durchdacht konstruierte Mittelgroß-Fahrtenyacht, die eine radikale Rumpfform gegen berechenbares, familienfreundliches Seeverhalten und einen wirklich geräumigen Deckssalon eintritt. Ihr leicht zu bedienendes Rigg für kleine Crews, die Doppelrudersteuerung und das hervorragende Handling unter Motor machen sie zu einem sicheren Boot für Küstenfahrten und moderate Offshore-Törns, während die verschiedenen Kabinenaufteilungen und die geteilte Vorschiffskoje sowohl für den privaten als auch für den Charterbetrieb geeignet sind.
Vorteile
- Einzigartiger invertierter Deckssalon mit hellem, geräumigem Innenraum und CFD-gestützter Stabilität
- Doppelruder und Jefa-Doppelradsteuerung mit hervorragender Manövrierbarkeit im Raum
- Selbstwendefock und elektrische Winschen sind ideal für ein Paar; mehrere Kabinenaufteilungen inklusive einer geteilten Vorschiffskabine
- Quergeküche im Vorschiff sorgt für minimale Bewegung im Boot mit einer passenden Navigationstafel mittschiffs
Nachteile
- Ein Paar motorisierter Winschen, die nicht vom Steuerstand aus erreichbar sind, schränkt das Einhand-Segeln ein
- Die Flachkiel-Option erhöht zwar den Ballast, bringt für einige Häfen aber immer noch einen spürbaren Tiefgang mit sich


