Design und Konstruktion
Die überarbeitete Version erhielt eine angebaute Heckplattform, die das Cockpit verlängert, sowie einen Aufbau auf dem Spiegel, der den Bewegungsfreiraum im Bereich der Sitzgelegenheiten verbessert. Diese angebaute Heckstruktur trifft direkt auf das Meer, wenn das Boot in einer steilen Welle überschlägt. Als solider GFK-Katamaran hat die 475 eine Breite von 25 Fuß, einen Tiefgang von 4 Fuß und einen einzelnen 50-PS-Volvo Penta MD 22L-Diesel. (1)
Rigg und Handhabung
Die modifizierte 475 erhielt ein festes Bimini, das die Großschotschlaufe integriert. Der Kompromiss liegt in der Sichtlinie: Von der für den Großsegeltrimm vorgesehenen Winsch aus ist das Segel selbst nicht mehr direkt sichtbar, sodass Trimmänderungen eher durch Gefühl oder Crew-Kommando als durch direkten Blick erfolgen müssen. (1)
Unterbringung
Der überarbeitete Außentisch wurde komplett neu gestaltet und sorgt nun für noch mehr Gemütlichkeit an Deck vor Anker. Mit 800 Litern Wasserkapazität und 420 Litern Diesel war die 475 perfekt auf längere Aufenthalte an Bord ausgelegt. (1)
Bekannte Schwachstellen
Zwei Mängel lassen sich auf die nachträgliche Heckmodifikation zurückführen. Die Achteraufbauten neigen dazu, im Seegang bei steiler Welle gegen das Boot zu schlagen, und das Großsegel ist von der Trimmwinsch aus nicht einsehbar. Beides sind Folgen der späteren Umbauten und nicht Teil des ursprünglichen Rumpfdesigns. (1)
Das Fazit
Die Nautitech 475 ist ein chartererprobter Katamaran, dessen Rumpf das Umbaukonzept des Decks für spätere Modelle überdauert hat. Die überarbeitete Version öffnete zwar die Plicht, ging jedoch mit einem schlagenden Heck und einer schlechteren Sichtlinie auf den Trimm ein.
Vorteile
- Rumpfdesign, das auch bei der 47 und 482 wiederverwendet wurde – ein Beweis für eine solide Unterwasserschiff-Form
- Neu gestalteter Außentisch und Heckplattform verbessern die Atmosphäre und den Durchgang im Cockpit
- Festes Bimini integriert die Großschot für geschützte Steuerung
Nachteile
- Die modifizierte Achterkuppel schlägt hart in die Wellen, wenn das Boot in steiler Welle krängt
- Großsegel ist auf der modifizierten Version nicht direkt von der eigenen Trimmwinsch aus einsehbar




