Design und Konstruktion
Der Rumpf ist aus massivem GFK gefertigt, und auch das Deck besteht aus massivem Glas. Was der 43-CC Mk II ihre typische Seetüchtigkeit verleiht, ist die Kombination eines tiefen Vorfußes mit einem flachen Flossenkiel, der das Schwert aufnimmt; auch ein tieferer Kiel ohne Schwert wurde angeboten. Eigner beschreiben eine solide Bauweise und ein echtes Sicherheitsgefühl durch die hohen Kajütaufbauten, während die breiten Seitendecks und das große, offene Vorschiff den Bewegungsfreiraum erleichtern. Die Wanten laufen bis zum Kajütkorb, sodass sich die Crew ungehindert an Deck bewegen kann. Das Mittelcockpit liegt weit achtern des Kajütaufbaus und relativ niedrig; die Besatzung berichtet von einer sanften Bewegung dort selbst bei schwerer See.
Rigg und Handhabung
An Deck trägt das Boot ein hochgezogenes Kutterrigg mit zwei Vorstagen, obwohl auch eine Version mit Slup-Rigg gebaut wurde. Eigner berichten, dass sie jede Kombination von Segeln gut verträgt, und der Wert des Schwerts ist eher praktisch als theoretisch: Durch die Verlagerung des lateralen Widerstandszentrums nach vorn oder achtern kann die Crew das Segeldruckzentrum ausgleichen und das Boot ausbalancieren. Ein Eigner beschrieb in einem Beitrag auf boats.com den gerundeten Bug als etwas, das sich dem Seegang anpasst, um das Ankern trocken zu halten. Obwohl das Boot in rauer See etwas ins Stampfen neigt, weisen Eigner darauf hin, dass es dank des tiefen Vorfußes nie hart aufschlägt. Als Seeboot gilt es als steif und sehr stabil. (1)
Leistung unter Motor und Segeln
Der originale Motor ist ein 56 PS starker Perkins 4-154 Series 200 Diesel, und ein Eigner berichtete von keinerlei Problemen über mehr als 2.000 Betriebsstunden. Derselbe Eigner gab eine Marschgeschwindigkeit von 7,1 Knoten bei 2.800 U/min und einen Kraftstoffverbrauch von rund 1,7 Gallonen pro Stunde an und beschrieb das Boot als sehr gut motorisierbar. Unter Segeln liegt der Kenterungsverhältnis-Wert bei 1,83 und die Komfort-Ratio bei 32,1. Mit einem Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 259 gehört sie zu den moderaten Regattayachten, und ihr Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von 18,64 – Zahlen, die zu einem Boot passen, das gebaut wurde, um Ozeane zu überqueren, ohne der Crew aufzuzwingen.
Unterbringung
Die Aufteilung beginnt achtern mit einer großen Eignerkabine und einer eigenen Nasszelle inklusive separatem Duschbereich – eine Konfiguration, die Eigner als echte Achterkabine mit eigenem Bad bestätigen. Weiter nach vorn befinden sich über- und unter Deck liegende Kojen an Backbord neben dem Niedergang zur Plicht, während der Salon an Steuerbord Sitzplätze und an Backbord eine L-förmige Sitzecke sowie den Esstisch bietet. Die Pantry liegt an Steuerbord neben dem Niedergang; Eigner lobten eine gute, separate Pantry. Vorne beherbergt eine abgetrennte Kabine hinter dem Schott des Salons eine V-Koje mit eigener angrenzender Nasszelle und Dusche. Insgesamt zählten Eigner drei Schlafplätze plus die Vorschiffskoje und die Achterkoje; laut einem Bericht schliefen Teenager im Vorschiff und auf den Achterkojen.
Das Fazit
Die Irwin 43-CC Mk II ist eine durchdacht weiterentwickelte Mittelcockpit-Fahrtenyacht, deren Unterwassergeometrie – tiefer Vorfuß, flacher Flossenkiel, Schwert – für trockene Decks und ein stabiles, nicht einsetzendes Seeverhalten sorgt. Ihre Kabinen sind großzügig geschnitten und für mehr Privatsphäre getrennt. Das Kutterrigg mit variabler lateraler Trimmfähigkeit eignet sich hervorragend für das Segeln mit kleiner Crew auf Langstrecke. Die bekannte Bilanz zeichnet sich eher durch die Zufriedenheit der Eigner als durch Mängel aus.
Vorteile
- Steifes, stabiles Seebot mit trockenen Decks dank des gerundeten Bugs
- Das Schwert ermöglicht das Ausgleichen der Segelkraft durch Verlagerung des lateralen Widerstands
- Drei Schlafplätze plus Achter- und Vorschiffskabine, jeweils mit eigener Nasszelle/Dusche
- Der originale Perkins-Diesel wurde ab 2.000 Betriebsstunden als problemlos gemeldet
Nachteile
- Leicht zu überfordern bei rauer See, ohne jedoch zu stampfen
- Die tiefere Alternative mit Festkiel bedeutet auf dem Gebrauchtbootmarkt zwei völlig unterschiedliche Ruderverhalten







