Design und Konstruktion
Die Cyclades 43.3 ist überwiegend aus GFK mit Holzverzierungen gebaut, wobei sowohl Rumpf als auch Deck aus GFK mit einem Balsakern bestehen – ein Sandwich, das das Gewicht niedrig hält und Steifigkeit sowie Schalldämmung bietet, wenngleich es im Laufe der Jahre eine disziplinierte Abdichtung jeder Decksbeschläge erfordert. Der Rumpf trägt einen leicht geneigten Vorsteven und einen offenen, negativen Spiegel mit Badeplattform, während ein intern montiertes Spatenruder über zwei Steuerräder gesteuert wird. Unter Wasser sorgt ein fester Flossenkiel mit einem gewichteten Bulbkiel für einen moderaten Tiefgang von knapp über sechs Fuß. Das Design gehört zur Cyclades-Yachtlinie, die eher auf unkomplizierten Fahrtensegler als auf Hochseetauglichkeit ausgelegt ist. (1)
Rigg und Handhabung
Über Deck ist das Boot als 7/8-Slup mit einem an Deck stehenden Mast, zwei Reihen zurückgepfeilten Salingen und Aluminiumspargen ausgelegt. Die Plicht ist so aufgeteilt, dass alle Manöver äußerst einfach sind: Die Genuawinschen befinden sich direkt neben der Radsteuerung, und eine Doppelradsteuerung verbessert den Komfort beim Segeln und beim Bewegen an Bord. Instrumentenhalterungen stehen am Cockpittisch und an den Steuerkonsolen. Der Tester von Yachting World, Matthew Sheahan, bemerkte eine mangelnde Ausstattung mit Winschen bei der Cyclades 43 – ein Ergebnis des vereinfachten, auf Charter ausgerichteten Decksplans. Einmal getrimmt segelt sie nach Sheahans Angaben gut und ist steif: Sie läuft am Wind knapp unter sieben Knoten und erreicht im Raumwind problemlos acht Knoten. Zudem lässt sie sich leicht geradeaus steuern und reagiert gut, wenn sie über die Wellen hinwegschleudert – obwohl sie mit dem Doppelrad-System etwas schwer auf dem Ruder liegt. Der Yachtmakler Richard Jordan schrieb, dass die Cyclades 43 absolut kein Blauwasserboot sei und die Serie nicht für Offshore-Einsätze ausgelegt sei. Er bezeichnete sie als großartige Fahrtenyacht für Küstenreviere, die besser geeignet sei, um zwischen den Bahamas oder im Karibischen Meer zu kreuzen. (2)
Unterbringung
Unter Deck bietet die Cyclades 43.3 Platz für sechs Personen in einer Bugkabine mit einer Doppelkoje und zwei Achterkabinen, jeweils ebenfalls mit einer Doppelkoje, sowie drei Nasszellen, eine pro Kabine. Der Hauptsalon verfügt über eine U-förmige Sofakoje und eine gerade Sofakoje, wobei die Pantry an Backbord in gerader Ausführung mit einem dreiflammigen Herd, Kühlschrank, Gefrierschrank und Spüle ausgestattet ist. Eine Navigationsecke befindet sich an Steuerbord im Salon. Die Aufteilung ist eindeutig auf den Charterbetrieb ausgelegt: private Kabinen mit eigener Nasszelle, ein Gemeinschaftssalon und eine Pantry, die es einem einzelnen Koch ermöglicht, auf einem stark frequentierten Boot zu arbeiten, ohne den Durchgang zu blockieren.
Bekannte Schwachstellen
Sheahans Bericht über die unzureichende Anzahl an Winschen erklärt, warum das Segelhandling mit kleiner Crew beim Reffen und bei der Arbeit mit den Fallen aufgrund begrenzter Beschläge arbeitsintensiv sein kann. Auch das Doppelrad-Steuerungssystem wird als schwergängig beschrieben – ein Punkt, den jeder Probefahrer vor dem Kauf spüren sollte.
Das Fazit
Die Cyclades 43.3 ist eine rein auf den Charterbereich zugeschnittene Fahrtenyacht, die einen entspannten Küstensegler mit voluminösen, gut aufgeteilten Kabinen und einer einfachen, geselligen Plicht belohnt. Sie ist kein Boot für Ozeanüberquerungen, aber in ihrem gewünschten Einsatzgebiet – Inselhopping und Küstenfahrten – ist sie steif, geräumig und gutmütig.
Vorteile
- Drei Doppelkabinen mit jeweils eigener Nasszelle, ideal für Charter oder Familiennutzung
- Einfaches Cockpit-Layout mit dem Steuerstand vorn und Genuawinschen nahe den Steuerrädern
- Steif, läuft gut Höhe am Wind und lässt sich einmal aufgetrimmt leicht geradeaus steuern
- Der gemeinsame Rumpf mit der 43.4 bietet Käufern eine bekannte, bewährte Serienplattform
Nachteile
- Doppelradsteuerung wird als schwergängig auf dem Rad berichtet
- Wenige Winschen kritisiert für das Einhandsegeln ohne Chartercrew
- Nach Einschätzung des Maklers nicht für Hochseeeinsätze zugelassen; nur für Küstentörns geeignet








