Design und Konstruktion
Die 40 Sailmaster teilt sich denselben Rumpf wie die Gulfstar 39 Sailmaster, wurde jedoch mit einem Mittelcockpit neu konfiguriert, um mehr Trockenheit am Steuer und einen besseren Markt für den Charterbereich zu bieten. Dieser Rumpf trägt unter einer massiven GFK-Konstruktion einen modernen Flossenkiel und ein Skeg-aufgehängtes Ruder, sowie ein Teak-Innenausbau und gute Bauqualitäten aus der Phase von Gulfstar mit verbesserten Qualitätsstandards. Mit einer Länge über alles von 39,92 Fuß (in einer separaten Konstruktionsliste werden 40,00 Fuß angegeben) bei einer Wasserlinienlänge von 32,5 Fuß und einer Breite von 12 Fuß verdrängt das Boot rund 22.000 Pfund und hat einen Ballast von etwa 8.200 Pfund. Diese Proportionen, kombiniert mit dem Mittelcockpit-Layout, zeichnen ein Boot, das weniger für Regatten als vielmehr für stabile und gutmütige Langstreckentörns gebaut wurde. (1)
Rigg und Handhabung
Die Sailmaster ist als Mittelcockpit-Slup getakelt, wobei einige Optionen mit Ketsch-Rigg vorliegen. Der Flossenkiel und das Skeg-aufgehängte Ruder sorgen für ein direktes Rudergefühl und hervorragenden Schutz. Der Segelplan der Masttoppslup basiert auf einem Großsegel von etwa 325 Quadratfuß und einer Genua von fast 586 Quadratfuß, was eine moderate Segellast ergibt, bei der Komfort und Leichtigkeit im Vordergrund stehen und nicht die maximale Leistung. Rezensenten schreiben dem Entwurf hervorragenden Bewegungskomfort, hohe Steifigkeit und großes Blauwassertauglichkeit zu. Sie beschreiben ein stabiles und gutmütiges Verhalten in rauen Bedingungen, anstatt einer spritzigen Beschleunigung bei leichtem Wind. (1)
Unterbringung
Im Inneren präsentiert sich der Sailmaster mit einer geräumigen, praktischen Innenraumaufteilung, die für Fahrtensegeln und Charter optimiert ist. Die Achterkabine – oft mit einer Mittellinien- oder versetzten Koje – liegt unter dem Mittelcockpit, während eine U-förmige Pantry und ein großer Salon den Hauptlebensbereich bilden, und eine V-Koje im Vorschiff sowie eine Nasszelle runden die Ausstattung ab. Gute Stehhöhe, großzügiger Stauraum und viel natürliches Licht machen das Boot als ernsthafte Plattform für Langstreckenfahrten und nicht als Wochenend-Spielzeug für Küstenreviere ersichtlich. Zudem unterstützen die großen Tankkapazitäten ausgedehnte Törns ohne ständige Zwischenstopps zur Nachfüllung. (1)
Bekannte Schwachstellen
Potenzielle Eigner sollten beachten, dass die Gefahr von Osmose und Blasenbildung – typisch für GFK aus den 1980er Jahren – eine genaue Inspektion der Kiel-Rumpf-Verbindung erfordert. Angesichts der massiven GFK-Konstruktion und des Alters des Bootes verdienen diese Verbindung und der umgebende Rumpfbereich unter der Wasserlinie eine gründliche Prüfung, anstatt als absolut sicher vorauszugehen. (1)
Refits und Eignerschaft
Mit nur etwa einem Dutzend gebauten Rümpfen für einen einzelnen Charterkunden ist der Sailmaster ein seltenes Boot, dessen Eignergeschichte meist über dokumentierte Charterbetriebe verläuft. Die Teak-Innenausstattung und die massive GFK-Struktur bieten eine überschaubare Basis für ein Refit, wenngleich die geringe Stückzahl zu einer kleinen Eignergemeinschaft statt einer breiten Produktionsserie führt.
Das Fazit
Die Gulfstar 40 Sailmaster ist eine seltene, speziell für ihren Einsatzzweck gebaute Mittelcockpit-Fahrtenyacht, die Leistung gegen Komfort und Trockenheit auf See eintauscht. Ihr geteilter Rumpf mit der Baunummer 39, die solide Bauweise und der Innenraum von Charterqualität machen sie zu einem vernünftigen Blauwasser-Kandidaten für Käufer, die Schutz und Stabilität über Geschwindigkeit stellen – vorausgesetzt, das Osmosegutachten im Bereich der Kiel-Rumpf-Verbindung ist einwandfrei.
Vorteile
- Mittschiffs-Komfort-Konzept für trockene Bedingungen am Ruder und Schutz auf See
- Hervorragender Bewegungskomfort und stabiles Verhalten in rauen Bedingungen
- Geräumiger, praktischer Innenraum mit Achterkabine, U-förmiger Pantry und guter Lichtverteilung
- Solide GFK-Bauweise aus der Ära von Gulfstar mit verbesserten Qualitätsstandards
Nachteile
- Sehr geringe Stückzahl (etwa ein Dutzend Rümpfe) begrenzt die Eignergemeinschaft
- Potenzielle Osmose/Osmoseblasen im Bereich der Kiel-Rumpf-Verbindung erfordern ein sorgfältiges Gutachten
- Mäßige Segellast stellt Komfort über Leistung









