Design und Konstruktion
Die HC 50 ist ein 50-Fuß-Einrumpfboot mit sportlichen Linien und einem interessanten Layout, das für das Fahrtensegeln mit kleiner Crew konzipiert wurde. Mit berichteten sechs gebauten Booten nach den Plänen von Steve Pettengill blieb sie ein Nischenmodell mit geringer Stückzahl und besonderem Charakter, anstatt sich zu einer Serienproduktion zu entwickeln. Die Gewichtsverteilung erhielt eine ungewöhnliche Aufmerksamkeit: Die Ankerkette wird durch einen Kielschacht geführt, um das Schwerpunktzentrum mittschiffs zu erreichen, läuft über eine Schutzmatte auf dem Deck und verschwindet anschließend unter Deck. Eine Standard-Elektrik-Ankerwinde befindet sich direkt vor dem Mastfuß, um diese Anordnung zu bedienen. Das Rigg wird von einem dreibeinigen Gerüstträger gestützt, der dazu dient, die Druckkräfte zu verteilen und zu verringern, die vom Rumpf und den Decks übertragen werden – ein Konzept, das später in verdeckten Strukturkonzepten vieler anderer Boote übernommen wurde. (1)
Rigg und Handhabung
Alle Leinen sind nach achtern geführt, was die Crew während der Segelwechsel in der Plicht hält und das Konzept für das Einhandsegeln unterstreicht. Das Showboot wurde mit einer Pinne ausgeliefert, wobei eine Radsteuerung als Option angeboten wurde. Pettengill segelte die HC 50 einhand von Newport, Rhode Island, zur Southampton Show und beschrieb sie als eine der komfortabelsten Langstreckenboote und unglaublich schnell. Auf einer 3.200-Meilen-Überquerung von Newport in 15 Tagen kam das Boot mit Windstärken von 10 bis 40 Knoten zurecht und fuhr den größten Teil des Weges im Autopiloten – ein reales Reiseprofil, das nur wenige Fahrtenyachten dieser Größe mit so kleiner Crew erreichen können. (1)
Unterbringung
Der Deck- und Cockpitplan setzt auf Wohnraum und Wetterschutz. Es gibt reichlich Platz in der Plicht, einen offenen Spiegel und eine geräumige, helle Doghouse. Die geschwungenen, lattenverstärkten Teaksitze sind so geformt, dass die Besatzung nicht in Pfützen aus Regenwasser sitzen muss – ein kleines, aber aussagekräftiges Detail für die durchdachte Aufteilung. Unter Deck bringt die kardanisch gelagerte Navigationsecke eine aus dem Regattasegeln bekannte Arbeitsstation ins Fahrteninterieur, sodass das Kartensegeln auf See aufrecht möglich ist. (1)
Das Fazit
Die Hunter HC 50 ist eine wirklich ungewöhnliche 50-Fuß-Fahrtenyacht: eine wassergeballastete, in geringer Stückzahl gebaute Langstreckenmaschine mit aus dem Regattasegeln übernommener Ergonomie und einer bewährten Hochseeprofil für das Segeln mit kleiner Crew. Sie ist kein Boot für diejenigen, die ein konventionelles Serieninterieur oder hohe Alltagstauglichkeit in einer Flotte suchen. Für ein Paar Segler, das auf einem Ozean Geschwindigkeit und Komfort sucht, hat jedoch kaum ein Entwurf dieser Ära diesen Fall so klar gemacht.
Vorteile
- Wasserballast und zentrale Ankerkettenlagerung für eine optimierte Masseverteilung
- Kardanisch aufgehängte Navigationselektronik und nach achtern geführte Steuerleinen, ideal für das Segeln mit kleiner Crew
- Nachgewiesene 3.200-Meilen-Passage in 15 Tagen unter Autopilot bei Winden von 10 bis 40 Knoten
- Geräumiger, heller Doghouse und offene Plicht mit Heckspiegel
Nachteile
- Nur sechs gebaute Boote bekannt, was die Unterstützung durch die Flotte und die Verfügbarkeit von Ersatzteilen einschränkt
- Nur mit Pinnensteuerung ausgestattete Show-Konfiguration mit Rad als reine Option passt nicht zu jedem Käufer





