Hunter HC 50 — Informationen, Bewertung, technische Daten

Hunter Design·2000·Hunter Marine
Hunter HC 50 drawingWerftzeichnung
Rumpfart
Einrumpf · flossenkiel
Rigg
7/8-Slup
LOA
50' · 15.24 m
Verdr.
20.000 lbs · 9.072 kg
Erstes Baujahr
2000

Die Hunter HC 50 kam als eine der unkonventionellsten 50FußFahrtenyachten ihrer Ära auf den Markt. Es handelt sich um ein wasserballastiertes Design, das von dem Konstruktionsbüro Luhrs Marine für schnelle Ozeanüberquerungen entwickelt und der Öffentlichkeit als Weiterentwicklung der früheren Hunter Child präsentiert wurde. Gebaut in Alachua, Florida, und mit einem Best Performance Cruiser Award von Cruising World im Jahr 2001 ausgezeichnet, brachte das Boot Ideen aus dem Hochseeregattasegeln in die Welt des Fahrtensegelns – unter anderem durch Wasserballast und eine kardanisch gelagerte Navigationselektronik.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
50 ft
Länge an Deck
Länge in der Wasserlinie
45,01 ft
Breite
14,99 ft
Tiefgang
8 ft
Maximale Stehhöhe
Durchfahrtshöhe
63 ft

Bauweise & Rumpf 02

Bauweise
Glasfaser
Rumpfart
Einrumpf
Kielart
Flossenkiel
Ruder
1× Spatenruder
Ballast
6.100 lbs (Blei)
Verdrängung
20.000 lbs
Wasserkapazität
189,27 gal
Kraftstoffkapazität
150 gal

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
7/8-Slup
Vorliek Großsegel
50 ft
Unterliek Großsegel
21,26 ft
Vorsegeldreieck Höhe
58,33 ft
Vorsegeldreieck Basis
16,5 ft
Vorstaglänge (geschätzt)
60,62 ft
Segelfläche
1.274 sqft

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
27,66
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
30,5
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
97,92
Komfort-Ratio
18,06
Kenterungsverhältnis
2,21
Rumpfgeschwindigkeit
8,99 kn

Design und Konstruktion

Die HC 50 ist ein 50-Fuß-Einrumpfboot mit sportlichen Linien und einem interessanten Layout, das für das Fahrtensegeln mit kleiner Crew konzipiert wurde. Mit berichteten sechs gebauten Booten nach den Plänen von Steve Pettengill blieb sie ein Nischenmodell mit geringer Stückzahl und besonderem Charakter, anstatt sich zu einer Serienproduktion zu entwickeln. Die Gewichtsverteilung erhielt eine ungewöhnliche Aufmerksamkeit: Die Ankerkette wird durch einen Kielschacht geführt, um das Schwerpunktzentrum mittschiffs zu erreichen, läuft über eine Schutzmatte auf dem Deck und verschwindet anschließend unter Deck. Eine Standard-Elektrik-Ankerwinde befindet sich direkt vor dem Mastfuß, um diese Anordnung zu bedienen. Das Rigg wird von einem dreibeinigen Gerüstträger gestützt, der dazu dient, die Druckkräfte zu verteilen und zu verringern, die vom Rumpf und den Decks übertragen werden – ein Konzept, das später in verdeckten Strukturkonzepten vieler anderer Boote übernommen wurde. (1)

Rigg und Handhabung

Alle Leinen sind nach achtern geführt, was die Crew während der Segelwechsel in der Plicht hält und das Konzept für das Einhandsegeln unterstreicht. Das Showboot wurde mit einer Pinne ausgeliefert, wobei eine Radsteuerung als Option angeboten wurde. Pettengill segelte die HC 50 einhand von Newport, Rhode Island, zur Southampton Show und beschrieb sie als eine der komfortabelsten Langstreckenboote und unglaublich schnell. Auf einer 3.200-Meilen-Überquerung von Newport in 15 Tagen kam das Boot mit Windstärken von 10 bis 40 Knoten zurecht und fuhr den größten Teil des Weges im Autopiloten – ein reales Reiseprofil, das nur wenige Fahrtenyachten dieser Größe mit so kleiner Crew erreichen können. (1)

Unterbringung

Der Deck- und Cockpitplan setzt auf Wohnraum und Wetterschutz. Es gibt reichlich Platz in der Plicht, einen offenen Spiegel und eine geräumige, helle Doghouse. Die geschwungenen, lattenverstärkten Teaksitze sind so geformt, dass die Besatzung nicht in Pfützen aus Regenwasser sitzen muss – ein kleines, aber aussagekräftiges Detail für die durchdachte Aufteilung. Unter Deck bringt die kardanisch gelagerte Navigationsecke eine aus dem Regattasegeln bekannte Arbeitsstation ins Fahrteninterieur, sodass das Kartensegeln auf See aufrecht möglich ist. (1)

Das Fazit

Die Hunter HC 50 ist eine wirklich ungewöhnliche 50-Fuß-Fahrtenyacht: eine wassergeballastete, in geringer Stückzahl gebaute Langstreckenmaschine mit aus dem Regattasegeln übernommener Ergonomie und einer bewährten Hochseeprofil für das Segeln mit kleiner Crew. Sie ist kein Boot für diejenigen, die ein konventionelles Serieninterieur oder hohe Alltagstauglichkeit in einer Flotte suchen. Für ein Paar Segler, das auf einem Ozean Geschwindigkeit und Komfort sucht, hat jedoch kaum ein Entwurf dieser Ära diesen Fall so klar gemacht.

Vorteile

  • Wasserballast und zentrale Ankerkettenlagerung für eine optimierte Masseverteilung
  • Kardanisch aufgehängte Navigationselektronik und nach achtern geführte Steuerleinen, ideal für das Segeln mit kleiner Crew
  • Nachgewiesene 3.200-Meilen-Passage in 15 Tagen unter Autopilot bei Winden von 10 bis 40 Knoten
  • Geräumiger, heller Doghouse und offene Plicht mit Heckspiegel

Nachteile

  • Nur sechs gebaute Boote bekannt, was die Unterstützung durch die Flotte und die Verfügbarkeit von Ersatzteilen einschränkt
  • Nur mit Pinnensteuerung ausgestattete Show-Konfiguration mit Rad als reine Option passt nicht zu jedem Käufer

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