Design und Konstruktion
Hanes Epoxid-Konstruktion bei der 540e besteht aus Prepreg-Glasfaser über einem Corecell-Schaumkern, und die eigene Modellbezeichnung des Werften verknüpft diesen Prozess mit dem „e“ in der Modellnummer bei den größeren Booten. Das Deck ist aus massivem GFK, und der Kiel trägt etwas mehr als 12.800 Pfund Bleiballast für ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 0,31. Unter der Wasserlinie sorgt ein ausbalanciertes Spatenruder für ein leichtes, direktes Rudergefühl. An Deck sind die Genuaschienen in das Deck eingelassen, um die Crew nicht zu behindern oder sich an vorbeiführenden Leinen zu verfangen, und alle sechs Festmacherklampen sind klappbar. Sowohl der Anker als auch die Bugrolle lassen sich nach hinten klappen und im überdachten Ankerkasten verstauen, was das Vordeck aufgeräumt hält. Ein geräumiger Stauraum achtern des Bugs wird durch ein wasserdichtes Schott abgetrennt, das ihn von der Eignerkabine isoliert – ein Detail, das sowohl für Ordnung im Boot als auch für Schutz vor Wassereinbruch in einzelne Räume spricht. (1)
Rigg und Handhabung
Die 540e trägt einen 86-Fuß-Mast und fährt eine selbstwendende 95-Prozent-Genua – eine Konfiguration, die die Werft bewusst bevorzugt: Hanse vertritt spezifische Ansichten zur Leistung und bietet daher für dieses Modell kein Rollgroßsegel an. Alle Segellinien laufen vom Mast nach achtern durch jeweils sechs Fallstopper auf den Sülls der Plichten, sodass die Crew von den Steuerständen aus arbeitet. Am Steuerbordrad befindet sich eine elektrische Lewmar 54 Winsch, während das Backbordrad eine manuelle Lewmar 54 für das Großschot trägt. Ein Paar Lewmar 46s an Backbord und Steuerbord dienen als Sekundärwinschen. Bei etwa 10 Knoten Wind mit gebanderter Genua erzielten Testsegler etwa 5,5 Knoten Höhe am Wind. Der 110 PS starke Volvo mit konventionellem Wellenantrieb trieb das Boot bei 2.600 U/min stabil mit 7,5 Knoten voran und erreichte bei weit geöffnetem Gaspedal und 3.800 U/min bis zu etwa 9 Knoten. (1)
Unterbringung
Die Breite von 16 Fuß mittschiffs verleiht der 540e das Volumen eines viel größeren Bootes. Die Aufteilung nutzt diese Breite für eine Eignerkabine im Vorschiff, die von dem hinter ihr liegenden, mit einer wasserdichten Schott abgetrennten Stauraum profitiert. Die Decksaufteilung und die Plichtführung halten die Segelhandhabung stets in Reichweite des Ruders, wobei die Selbstwendefock und die nach achtern geführten Leinen den Bedarf an Steuerwagen vermindern. Die wasserdichte Trennung im Vorschiff und die große Breite machen die 540e zu einem Boot, das für sicheres, komfortables Fahrtensegeln und nicht für minimalistisches Regattasegeln gebaut wurde.
Das Fazit
Die Hanse 540e ist ein durchdacht konstruierter 52-Fuß-Rumpf, der einen steifen Epoxid-Corecell-Rumpf mit einem Decksplan kombiniert, der auf einfache Handhabung mit kleiner Crew ausgelegt ist. Ihre Selbstwendefock, nach achtern geführten Leinen und das ausbalancierte Spatenruder machen sie leicht kontrollierbar über die Räder, und der Volvo-Diesel bietet eine nützliche Leistungsspanne. Die eingelassenen Schienen, das klappbare Ankergeschirr und das wasserdichte Stauverdeck im Vorschiff sind deutliche Zeichen dafür, dass eine Werft reale Probleme beim Fahrtensegeln löst.
Vorteile
- Epoxidharz-geimpregnierter Prepreg-Rumpf auf Corecell-Schaumkern mit massivem GFK-Deck
- Selbstwendefock und vollständig nach achtern geführte Segelkontrollen für eine zentrierte Handhabung am Ruder
- Wasserdichte Schottenversiegelung trennt den vorderen Stauraum ab der Eignerkabine
- Starkes Leistungspotenzial durch den 110 PS starken Volvo-Motor (7,5 bis ca. 9 Knoten)
Nachteile
- Kein Rollgroßsegel vom Hersteller angeboten
- Der Standardtiefgang von 2,80 m (9 Fuß 2 Zoll) schränkt den Zugang zu flachen Ankerplätzen ein








