Design und Konstruktion
Sowohl Rumpf als auch Deck sind im Sandwich-Laminatbauweise aus GFK gefertigt, und der Kiel selbst ist mit Blei an dieser Struktur verbolzt. Das Flossenprofil hat je nach Beladung einen Tiefgang von 5,74 bis 6,04 Fuß. Darunter befindet sich ein 21 US-Gallonen starker Kraftstofftank aus Edelstahl, und der Innenraum ist wie bei vielen zeitgenössischen Booten aus dem Heimatland mit Teakholz ausgestattet. Die Breite von 10,5 Fuß ergibt ein Verhältnis von Länge zu Breite (L/B) von 3,05 – ein Maß, das das Boot geräumiger macht als 62 Prozent ähnlicher Entwürfe und die offene Atmosphäre unter Deck erklärt, ohne auf übertriebene Breite zurückgreifen zu müssen. (1)
Rigg und Handhabung
Sie ist mit einem 7/8-Rigg und einem Segelplan von 527 Quadratfuß (Mainsegel und Fock) ausgestattet, an dem überall 12-mm-Schoten laufen – 24,4 Meter Großschot, 9,8 Meter Fock- und Genuaschot sowie 21,5 Meter Spinnakerschot. Unter Motor treibt ein Volvo Penta 2002 Diesel mit 18 PS einen Saildrive an und sorgt für eine angegebene Geschwindigkeit von 7,5 Knoten, während ihre theoretische Verdrängungs-Rumpfgeschwindigkeit bei 6,7 Knoten liegt. Das Kenterungsverhältnis von 2,03 schließt eine Teilnahme an Hochseeregatten aus, und mit einer Komfort-Ratio von 21,8 ist sie komfortabler als 34 Prozent ähnlicher Boote – ein moderates, nicht luxuriöses Bewegungsprofil.
Leistungspotenzial
Das DL-Verhältnis von 254 ordnet das Design unter moderate Regattayachten ein, und ihre relative Geschwindigkeit von 79 bedeutet, dass sie schneller ist als 79 Prozent ähnlicher Segelboot-Konstruktionen. Die benetzte Fläche von etwa 28 Quadratmetern und ein Verdrängungsverhältnis nahe 912 Pfund pro Zoll beschreiben einen Rumpf, der auf Last und Segeltrimm reagiert, ohne dramatisch einzusinken – ideal für Küstenfahrten und weniger für die Zertifizierung im Hochseeregattabereich. (1)
Unterbringung
Unter Deck bietet die Granada 32 drei Kabinen mit sieben Kojen, eine Pantry, eine Nasszelle und 26 US-Gallonen Frischwasser. Der Teak-Innenausbau und die Anzahl der Kabinen deuten auf ein Boot hin, das für kleine Familien oder Crews aus Freunden an langen Wochenenden konzipiert ist. Das durch das Längen-Breiten-Verhältnis erzeugte Volumen wird hier zur Schlaf- und Stauraumoptimierung genutzt, anstatt es in einem offenen Salon verschwenden zu müssen.
Das Fazit
Die Granada 32 ist eine durchdachte dänische Fahrtenyacht der späten 1980er Jahre: ein Sandwich-GFK-Rumpf mit Bleiballast, ein 7/8-Rigg auf langlebigen 12-mm-Schoten und ein Teak-Innenausbau, der für sieben Personen in drei Kabinen ausgelegt ist. Sie ist für ihre Größe schnell und gut ballastiert, aber ihr Kenterungsverhältnis und die Komfort-Ratio kennzeichnen sie eher als Boot für Küsten- und Flachwasserreviere als für Hochseeregatten.
Vorteile
- Bleiflossenkiel mit 45 Prozent Ballastanteil, höher als bei 69 Prozent ähnlicher Konstruktionen
- 7/8-Rigg mit 527 Quadratfuß Segelfläche und überall robuste 12-mm-Schotbeschläge
- Für ihre Länge geräumig mit drei Kabinen und sieben Kojen
- Schneller als 79 Prozent ähnlicher Konstruktionen nach relativer Geschwindigkeit
Nachteile
- Das Kenterungsverhältnis von 2,03 schließt sie von der Teilnahme an Hochseeregatten aus
- Die Komfort-Ratio platziert sie nur über 34 Prozent ähnlicher Boote
- Das DL-Verhältnis von 254 beschränkt sie auf die Kategorie der moderaten Regattaboote statt der Agilität eines Leichtdeplacements






