Design und Konstruktion
Der 32-Fuß-Entwurf von De Ridder kombiniert eine Länge über alles (LOA) von 9,48 Metern mit einer Breite von 3,18 Metern, was zu einem Verhältnis von Länge zu Breite von fast 2,98 führt – was für eine Regatta-/Fahrtenyacht der 1970er Jahre als moderat breit gilt. Der Rumpf ist aus massivem GFK ohne Kern gefertigt, und die Werft bot verschiedene Kielvarianten an – einen Standard-Flossenkiel und eine tiefere Option – anstelle einer einzigen festen Konfiguration. Die Verdrängung beträgt 4.200 kg bei 1.800 kg Eisenballast, was einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis (B/D) von 42,86 % entspricht, das dem Boot ein stabiles, kursstabil segelndes Verhalten verleiht. Das Kenterungsverhältnis von 1,99 liegt im für hochseetaugliche Fahrtenyachten nach dieser Formel akzeptierten Bereich. Mit einer benetzten Fläche von rund 30 Quadratmetern ist sie ein konventionell proportioniertes Einrumpfboot ihrer Generation und kein Ultraleichtboot. (1)
Rigg und Handhabung
Die Spirit 32 ist als Masttoppslup mit einer Gesamtsegelfläche von 34,22 Quadratmetern getakelt, wobei allein die Genua 37,06 Quadratmeter misst – ein vom Vorsegel dominiertes Rigg, das typisch für von der IOR beeinflusste Boote ist. Ein 79,3 Quadratmeter großer Spinnaker gehörte zur Ausrüstung für Kurskurse vor dem Wind. Ihr SA/D-Verhältnis wird je nach Berechnungsgrundlage mit 13,41 oder 21,87 angegeben, aber in jedem Fall ist sie für ihre Verdrängung gut besegelt. Die IOR-Klasse von 23 Fuß bestätigt ihre regelbasierte Abstammung. Der Tiefgang variiert je nach Kiel: der Standard-Flossenkiel hat bei Beladung einen Tiefgang von etwa 1,59 bis 1,69 Metern, während der tiefgehende Kiel bis zu 1,83 Meter erreicht (und Datenbankangaben deuten bei voller Last auf bis zu 1,93 Meter hin), was den Einsatz auf großen Marinas mit tiefem Wasser begrenzt. (2)
Unterbringung
Unter Deck bietet die Spirit 32 sechs Kojen und eine Stehhöhe von 1,85 Metern – ein praktisches Volumen für einen 32-Fuß-Rumpf ihrer Ära. Der 130-Liter-Wassertank und die 60-Liter-Kraftstoffkapazität unterstützen das Küstensegeln ohne übermäßiges Gewicht der Tanks. Ein 28-PS-Diesel mit Wellenantrieb sorgt für den Hilfsantrieb – bescheiden, aber im Verhältnis zum 9,5-Meter-Rumpf passend. (2)
Das Fazit
Die Spirit 32 ist ein hervorragend dokumentiertes Beispiel für die belgische GFK-Bauweise der späten 1970er Jahre: solide, konstruktionsmäßig konservativ und geprägt durch die IOR-Formel. Sie belohnt Eigner, die eine klassische Masttoppslup mit berechenbaren Proportionen und einer bewährten Produktionsgeschichte suchen.
Vorteile
- Solider GFK-Rumpf mit 42,86 % Ballastanteil und einem Kenterungsverhältnis von 1,99
- Sechs Kojen und 1,85 m Stehhöhe in einem 31-Fuß-Rumpf
- Mehrere Kieloptionen, darunter ein Flachkiel mit 1,59 m Tiefgang
Nachteile
- Die Version mit tiefem Kiel hat einen Tiefgang von bis zu 1,93 m, was den Zugang zu Marinas einschränkt
- Das aus dem IOR abgeleitete Masttopprigg ist nach modernen Maßstäben sehr stark auf Vorsegel ausgelegt
- Die geringe Kraftstoffkapazität von nur 60 l begrenzt die Reichweite unter Motor







