Design und Abstammung
Die Sabre 32 kam in der Blütezeit der von der IOR beeinflussten Ära auf den Markt, und ihre Proportionen zeigen dies deutlich. Im Vergleich zur Vorgängerversion Sabre 30 wuchs die 32 an Breite und Wasserlinienlänge heran, um eine bessere Stabilität und mehr Volumen zu bieten, während sie bei einer moderaten Verdrängung von 10.500 Pfund mit einem Bleiballast von 4.100 Pfund blieb. Die Wasserlinie von 26,17 Fuß bei einer Länge über alles von 32,17 Fuß gepaart mit einer Breite von 10,33 Fuß verleiht dem Boot ein Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von fast 262 und ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von knapp über 39 Prozent. Diese Werte, zusammen mit einer Komfort-Ratio von rund 26 und einem Kenterungsverhältnis von 1,89, kennzeichnen das Boot als solide Konstruktion für Offshore-Reviere und Sicherheit im Seegang, statt für maximale Regattaleichtigkeit ausgelegt zu sein. Ein Skeg-aufgehängtes Ruder schützt die Steuerung, und der serienmäßige Flossenkiel weist einen Tiefgang von 5,58 Fuß auf; auch eine Variante mit Kielschwert wurde angeboten, wobei das Schwert oben etwa 3,92 Fuß und unten etwa 6,75 Fuß Tiefgang bietet, um flache Gewässer anzusteuern. (1)
Konstruktion
Die Struktur ist aus handaufgelegtem GFK gebaut, mit einem Teak-Innenausbau und einem am Skeg aufgehängten Ruderblatt, das den Rudersporn schützt. Die Werft praktizierte in dieser Ära für die frühe Generation noch massives Laminat statt Sandwichrümpfe, und die 32 folgt diesem Weg. Der Kiel ist aus Blei, das Deck besteht aus massivem GFK, und der Schwerpunkt der Konstruktion liest sich wie traditionelle Arbeit einer Sabre-Regatta-/Fahrtenyacht: ein geradliniger, gut gebauter Rumpf mit Innenausbau, den Käufer jener Zeit wegen der Verarbeitung schätzten. (1)
Rigg und Segelplan
Als Masttoppslup verfügt die Sabre 32 in ihrer Standard-Ausstattung über eine Segelfläche von 480 Quadratfuß, wobei die PHRF-Einstufung im Bereich von 150 bis 162 liegt. Der Mast ist 47 Fuß hoch über der Wasserlinie, mit einer I-Dimension von 42,10 Fuß und einem J-Wert von 13,35 Fuß; das Großsegel hat eine Luvhöhe von 37,01 Fuß und eine Achterliek von 10,83 Fuß für etwas mehr als 206 Quadratfuß, während die Arbeitsfock eine Fläche von 271 Quadratfuß aufweist. Eigner konnten den vorderen Dreieck deutlich vergrößern, indem sie eine 121-Prozent-Genua mit 324 Quadratfuß oder eine 150-Prozent-Genua mit fast 420 Quadratfuß einsetzten. Das Leichtwind-Sortiment wurde durch einen Drifter und einen großen asymmetrischen oder konventionellen Spinnaker mit bis zu 857 Quadratfuß ergänzt, sowie durch eine Sturmfock mit 97 Quadratfuß für schweres Wetter. Dieser Bereich ermöglicht es, das Boot von einer Club-Regatta-Konfiguration bis zum Hochseepassmodus ohne Riggwechsel anzupassen.
Unterbringung
Eine Standard-V-Koje im Vorschiff und ein Salon mittschiffs bildeten das Basismodell, wobei auch ein Drei-Kabinen-Layout verfügbar war, das zusätzlich eine achtere Kabine für mehr Privatsphäre bot. Der Fokus auf geräumige Innenräume, der im Konzept festgelegt war, wird durch die breite Mittelsektion und die optionale dritte Kabine bestätigt, die der 32 gegenüber schmaleren Regatta-/Fahrtenyachten jener Zeit einen klaren Vorteil bei der Wohnlichkeit verschaffte. Der überall im Boot verbauten Teakholz-Innenausbau unterstrich das Gefühl eines echten Fahrtenyachts.
Handling und Einsatzzweck
Als vielseitige Regatta-/Fahrtenyacht konzipiert, richtete sich die Sabre 32 an Küsten- oder kurze Offshore-Passagen, bei denen ein ausgewogenes Handling ebenso wichtig war wie die Geschwindigkeit. Die moderate Verdrängung, die Option zwischen Flossenkiel und Schwert sowie das geschützte Ruder sind ideal für ein Boot, das sowohl Clubregatten als auch Wochenendtörns bestreiten soll. Die Komfort- und Kenterwiderstandswerte untermauern diese Doppelrolle. Das PHRF-Band platziert sie konkurrenzfähig unter ähnlich großen Cruiser-Rennern, ohne darauf hinzudeuten, dass es sich um eine entkernte Regattayacht handelt.
Das Fazit
Die Sabre 32 bleibt auch heute noch ein begehrter Klassiker, weil sie die Werte der frühen Sabre-Cruiser-Racer von Hewson in eine kompakte, gut gebaute 32-Fuß-Yacht mit echtem Offshore-Gefühl packt. Die Kombination aus solider Handauflegbauweise, einem geschützten Skeg-Ruder, einem anpassungsfähigen Segelplan und einer wirklich geräumigen optionalen Drei-Kabinen-Aufteilung verleiht ihr eine durchgehende Identität, die sich hervorragend bewährt hat.
Vorteile
- Handaufgelegte GFK-Konstruktion mit Teak-Innenausbau und einem Skeg-aufgehängten Ruder für sicheres Steuern
- Optionale Drei-Kabinen-Aufteilung mit einer achtern liegenden Kabine für mehr Privatsphäre neben der V-Koje und dem Salon
- Komfort-Ratio nahe 26 und Kenterungsverhältnis von 1,89 für hohe Stabilität auf See
- Kielschwert-Variante mit geringem Tiefgang erhältlich (Schwert hochgezogen)
- Große Segelfläche von einer 121 % großen Genua bis hin zu einem 857 Quadratfuß großen Spinnaker auf einem Masttoppslup-Rigg
Nachteile
- Nur etwa 87 Rümpfe gebaut, was die Verfügbarkeit auf dem Gebrauchtmarkt einschränkt
- Der serienmäßige Flossenkiel weist einen Tiefgang von 5,58 Fuß auf, was den Zugang zu einigen flachen Ankerplätzen im Vergleich zur CB-Variante einschränkt








