Design und Konstruktion
Was die Explocat 52 auszeichnet, ist das kompromisslose Aluminium-Rumpfgehäuse. Die Schichtdicke reicht von 5 mm im dünnsten Bereich bis zu 8, 10 und 12 mm und erreicht am unteren Ende der Rümpfe 14 mm. Auch die Spantenstärke beträgt bis zu 14 mm. Ein massiver Kiel mit langer Bogensegmentlänge ist an den Unterseiten beider Rümpfe verschweißt, und die Struktur ist so konstruiert, dass jegliche Verwindung zwischen den Rümpfen ausgeschlossen wird. Die extreme Steifigkeit der Plattform eliminiert Vibrationen und parasitischen Lärm und garantiert erstklassige Leistung selbst bei rauen Bedingungen. Zwei wasserdichte Schotten befinden sich am Bug und Heck, oberhalb der Steueranlage, und alle Seeventile sind durch Aufstellbolzen über der Wasserlinie für die Borddurchlässe angehoben. Ein Skeg vor den Saildrives und Rudern bietet zusätzlichen Schutz, und die Ruderblätter selbst sind groß genug, um eine Redundanz bei einem Ausfall zu bieten, wobei ein Schutzbereich im hinteren oberen Eck verhindert, dass ein eingeklemmtes Blatt den Rumpf beschädigt. (2)
Rigg und Handhabung
Das Rigg ist als 7/8-Slup mit einem Square-Top-Großsegel ausgeführt, dessen Gaffel durch ein Dyneema-Streckseil nach vorn gezogen wird. Zwei Vorstagen tragen eine leicht überlappende Rollfock (Solent-Fock) und ein selbstwendendes Rollstagsegel, das auf einem Dyneema-Streckseil statt auf einer Schiene läuft. Ein Sicherheitsverschluss an einer der Großschotblöcke dient als Kenterverhinderung, falls das Boot zu stark übertakelt wird. Die Segelfläche am Wind beträgt 170 m², wobei ein Gennaker mit 190 m² zur Verfügung steht. Alle routinemäßigen Segelhandhabungen sind an einem zentralen Punkt auf der Steuerbordseite direkt achterlich des Steuers konzentriert, sodass sich das Boot auch von einer einzelnen Wache problemlos bedienen lässt. Das externe Steuerrad ist mit einer klappbaren Steuersäule ausgestattet, die bei schlechtem Wetter unter den Hardtop abgesenkt oder für Manöver im Freien angehoben werden kann. Bei Tests erreichte sie am Wind 5,3 Knoten bei 7 Knoten wahrem Wind, lief auf 15 Knoten Höhe am Wind auf und segelte vor dem unkomplizierten Maximalwert von 11,8 Knoten im raumen Wind mit Code Zero mit 10 Knoten. Berichtet werden Tagesdurchschnitte von über 220 Meilen sowie Spitzenzeiten von bis zu 17 Knoten.
Unterbringung
Im Inneren schuf Darnet Design einen modernen und gemütlichen Innenraum, der für das dauerhafte Leben bei jedem Wetter ausgelegt ist. Die Nase liegt 85 cm über der Wasserlinie – höher als bei herkömmlichen Katamaranen – mit einer 360-Grad-Rundumsicht vom Salon, dem Kartentisch und der Pantry aus. Auf die vordere Plicht gelangt man direkt von innen durch eine sichere, wasserdichte Tür, und der Durchgang von achtern zur vorderen Plicht ist auf einer Ebene durch große Öffnungen möglich. Das Boot wird mit drei bis vier Kabinen angeboten, die sechs bis zehn Schlafplätze bieten, und der Segelschrank kann als Werkstatt, zusätzlicher Stauraum oder Skipperkabine genutzt werden. Für den Einsatz in hohen Breiten ist der Aluminiumrumpf mit bis zu 76 mm hochdichtem Schaumstoff für thermische und akustische Isolierung ausgekleidet, eine zentrale, mit Diesel betriebene Heizung versorgt die Radiatoren, und ein Luftentfeuchtungssystem leitet feuchte, abgestandene Luft ab, ohne dass Luken geöffnet werden müssen; die vorderen Salonfenster sind mit Nebelgeräten ausgestattet, und die Staukisten für die Foul-Wetter-Ausrüstung sind belüftet und beheizbar.
Ausrüstung für Expeditionen und Seeverhalten
Der geringe Tiefgang von 1,50 m ermöglicht es dem Boot, Lagunen und abgelegene Strände zu erreichen, und die robuste Aluminiumstruktur macht das Trockenfallen für Wartungsarbeiten zu einem praktischen Vergnügen. Die Saildrive-Ruderpropeller an jedem Rumpf sind durch Aluminium-Flossen geschützt, und für extreme Bedingungen sind umfangreiche Befestigungspunkte am Vorsteven sowie ein Hebepunkt achtern integriert. Die vordere Plicht ist ein Ort, an dem man im Erkundungsmodus sorgenfrei zwischen Eis- oder Sandbänken hindurchgehen kann. Mit 1.100 Litern Diesel und 660 Litern Wasser sowie optionaler Hydrogenerator-, Solar- oder Generator-Ausrüstung ist das Boot auf Autarkie ausgelegt, und alle Komponenten sind leicht zugänglich für einfache Wartung.
Das Fazit
Der Explocat 52 ist ein echter Alukatamaran für die Weltmeere, der die Anfälligkeit vieler Serien-Mehrrumpfboote gegen strukturelle Sicherheit in extremen Regionen eintauscht. Er ist ein Abenteurer mit demselben Temperament wie Garcias Einrumpfboote – gebaut, um weiter nördlich oder südlich vorzudringen als die meisten anderen, und dennoch mit dem leichten Tempo und der zentralen Kontrolle einer gutmütigen Fahrtenyacht zu segeln.
Vorteile
- Aluminiumpanzerung bis zu 14 mm mit wasserdichten Schotten und Seeventilen über der Wasserlinie
- Starre Plattform mit redundanter Ruderanlage und geschützten Saildrives
- Zentralisierte Segelbedienung und klappbares Steuerrad für geschützte oder offene Steuerstände
- Isoliertes, beheizbares Innenraumkonzept mit Allwetter-Lüftung und Zugang zum vorderen Cockpit
Nachteile
- Das Kajütdach ist nicht aus Aluminium, was die vollständige Metallhülle bricht
- Die schwere Aluminiumkonstruktion schränkt die maximale Leichtigkeit im Vergleich zu exotischen Bauten weiterhin ein


