Pogo 50 — Informationen, Bewertung, technische Daten

Finot-Conq·2012·POGO Structures
Ungefähre Zeichnung

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Rumpfart
Einrumpf · flügelkiel
Rigg
Solent
LOA
52.99' · 16.15 m
Verdr.
19.621 lbs · 8.900 kg
Erstes Baujahr
2012

Die Pogo 50 ist die neueste Ausdrucksform der Philosophie von Pogo Structures für schnelle Fahrtenyachten. Es handelt sich um einen 15,2 Meter langen Einrumpfer aus dem Hause FinotConq, der seit 2012 in Produktion ist. Sie ist ein Boot, gebaut, um Distanzen zu verkürzen: leicht, unkompliziert und einfach zu manövrieren, dennoch absolut fähig für Langstreckenfahrten, sei es mit kleiner Crew oder mit der Familie. Der Entwurf setzt stark auf die RegataErfahrung der Werft und liefert einen kraftvollen, steifen Rumpf, der durch eine Kimm für mehr Geschwindigkeit, einen Carbonmast und einen tiefgehenden Hubkiel, der die Steifigkeit erhält, während er in flache Ankerbuchten einfährt, die andere 50FußYachten nicht erreichen können, akzentuiert wird.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
52,99 ft
Länge an Deck
49,92 ft
Länge in der Wasserlinie
49,87 ft
Breite
16,9 ft
Tiefgang
11,48 ft
Maximale Stehhöhe
Durchfahrtshöhe
62,34 ft

Bauweise & Rumpf 02

Bauweise
Glasfaser (PVC-Schaumkern)
Rumpfart
Einrumpf
Kielart
Flügelkiel
Ruder
2× Spatenruder
Ballast
7.055 lbs (Blei)
Verdrängung
19.621 lbs
Wasserkapazität
147,9 gal
Kraftstoffkapazität
66 gal

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
Solent
Vorliek Großsegel
Unterliek Großsegel
Vorsegeldreieck Höhe
Vorsegeldreieck Basis
Vorstaglänge (geschätzt)
Segelfläche
1.625,35 sqft

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
35,74
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
35,96
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
70,62
Komfort-Ratio
13,83
Kenterungsverhältnis
2,51
Rumpfgeschwindigkeit
9,46 kn

Design und Konstruktion

Pogo Structures baut die 50 mit der von der Werft über Jahre hinweg verfeinerten Resin-Infusions-Technologie. Dabei werden Rumpf, Deck und innere Strukturkomponenten als vakuuminfundiertes Schaumsandwich aus Glasfaser, Polyester und PVC-Schaum laminiert. Dieser leichte Ansatz zieht sich durch den Innenausbau, der in der eigenen Tischlerei der Werft aus Materialien hergestellt wird, die als langlebig und optisch ansprechend beschrieben werden. Die Unsinkbarkeit ist konstruktiv geplant und nicht nur ein Wunschtraum: Zahlreiche Hohlräume um das Boot herum, insbesondere unter den Kojen und im Inneren der Längsträger, sind mit Schaumstoff gefüllt. Der Rumpf ist zudem durch wasserdichte Schotten geteilt, die den technischen Bereich des Ruders achtern und den Bug vorn isolieren. Die Werft behauptet, das Boot sei unsinkbar – eine Aussage, die auf dieser Kompartmentierung und dem Schaumstoffvolumen beruht und nicht auf einem einzelnen magischen Material. (1)

Rigg und Handhabung

Das Rigg ist als Solent-Rigg auf einem Carbonmast ausgeführt, mit nur zwei Salingpaaren und ohne Achterstag – eine spartanische, regattaorientierte Konfiguration. Die Segelfläche am Wind beträgt insgesamt 151 Quadratmeter, aufgeteilt auf ein 93 Quadratmeter großes Großsegel und ein 63 Quadratmeter großes Solent-Rigg an einer Rollfock, ergänzt durch eine 35 Quadratmeter große Trinket auf ihrer eigenen Rollfock für engste Kurse. Auf raumen Kursen erweitern ein 200 Quadratmeter großer asymmetrischer Spinnaker und ein 120 Quadratmeter großer Gennaker das Segelangebot. Der tiefe Hubkiel – mit 3,50 Metern Tiefgang, der sich auf 1,50 Meter einziehen lässt – sorgt für die nötige Steifigkeit bei hoher Leistung und ermöglicht es gleichzeitig, das Boot in flachen Buchten trocken zu legen. Unterwegs läuft sie gut mit Autopilot, wobei das Rudergefühl, das die Werft als leicht und präzise für den Freizeitgebrauch beschreibt, ausreicht. Der Kiel rotiert in etwa neunzig Sekunden. (1)

Unterbringung

Geschwindigkeit hat nicht auf Kosten des Wohnraums gehen müssen. Der Salon ist riesig und die Pantry gewaltig; sie werden von drei Kabinen und zwei Nasszellen mit Dusche und WC bedient – das Inventar eines modernen 50-Fuß-Bootes. Zahlreiche Öffnungen sorgen für reichlich Licht und Luft im Innenraum, und die nach vorn gerichteten Fenster im Salon bieten eine wirklich nützliche Rundumsicht von unten. Ein klappbarer Kartentisch in Kombination mit einer gewölbten Sitzbank ermöglicht es dem Navigator, zu navigieren oder den Kartenplotter zu lesen, selbst wenn das Boot krängt. Ein abnehmbarer, perforierter Couchtisch lässt sich in der Plicht auf Stellfüßen platzsparend verstauen.

Bekannte Schwachstellen

Die Tester stellten eher eine praktische Unannehmlichkeit als einen strukturellen Fehler fest: Die Staufächer unter den Ruderschienen sind unhandlich zu öffnen, da die Schienen selbst erst angehoben werden müssen. Der Hebel der Bilgenpumpe hingegen wird als leicht zugänglich gelobt, da er auf dem Sockel neben dem Steuerbordruder montiert ist und nicht in einem Schrank versteckt ist. (2)

Refits und Eignerschaft

Die Eignerschaft konzentriert sich auf ein Boot, das für seine Größe leicht zu handhaben ist und eine Doppelpinne als Steuerung nutzt – eine Seltenheit bei 16-Meter-Yachten – sowie eine Cockpitstütze mit einer elektrischen Winsch zwischen den Rudern zur Führung der Großschot und der beiden Unterwantenschoten. Der Hubkiel und die Sandwich-Konstruktion mit Schaumkern halten die Wartung frei von schwerem Ballast oder komplizierter Innenausbauarbeit. Bei den ARC 2012 belegte die Pogo 50 Surfing Petrel im Gesamtklassement der Kategorie Cruising den vierten Platz – ein nützlicher Beleg für die Seetüchtigkeit dieser Plattform.

Das Fazit

Die Pogo 50 ist eine kompromisslose schnelle Fahrtenyacht, die das Regattagedächtnis von Mini und Class40 in ein familienfreundliches 50-Fuß-Paket übersetzt. Sie ist keine schwimmende Wohnung; sie ist ein reinrassiges Tier, das zufällig sechs Personen im Komfort und bei leichtem Licht schlafen lässt. Für Segler, die eine Reise an den eingesparten Tagen und den für andere unerreichbaren Ankerplätzen messen, überzeugt kaum ein Serienboot dieser Größe so überzeugend.

Vorteile

  • Der Hubkiel sorgt für einen Segeldruck von 3,50 m und einen Flachwasser-Eintritt von 1,50 m
  • Schaumsandwich-Vakuuminfusion mit wasserdichten Schotten und Schaumhohlräumen für vollständige Unsinkbarkeit
  • Carbon-Solent-Rigg ohne Achterstag, ausgewogen und leichtgängig auf dem Ruder
  • Wirklich geräumiges Drei-Kabinen-Layout mit hervorragendem natürlichem Licht

Nachteile

  • Der Stauraum unter den Ruderschienen ist nur zugänglich, wenn die Schienen angehoben werden
  • Doppel-Pinnensteuerung und regattaorientierte Systeme erfordern eine engagierte Eignergeneration

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