Dufour 375 Grand Large — Informationen, Bewertung, technische Daten

Umberto Felci/Patrick Roséo·2011·Dufour Yachts
Ungefähre Zeichnung

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Rumpfart
Einrumpf · bulbkiel
Rigg
7/8-Slup
LOA
39.04' · 11.9 m
Verdr.
15.564 lbs · 7.060 kg
Erstes Baujahr
2011

Die Dufour 375 Grand Large kam 2011 als Kooperation von Umberto Felci und Patrick Roséo innerhalb der Grand LargeFahrtenyachtFamilie von Dufour auf den Markt. Es handelt sich um einen 39FußEinrumpfer, der für das Fahrtensegeln im mediterranen Stil mit gelegentlichen Regatten konzipiert ist. Mit einer Breite von 12,6 Fuß, einer Verdrängung von rund 15.500 Pfund und einem Bulbkiel mit einem Tiefgang von knapp über sechs Fuß bewegt sie sich im Mainstream moderner europäischer Fahrtenyachten, trägt aber eine unverwechselbare Handschrift des Designers, die bei genauerem Hinsehen belohnt.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
39,04 ft
Länge an Deck
Länge in der Wasserlinie
32,45 ft
Breite
12,63 ft
Tiefgang
6,23 ft
Maximale Stehhöhe
Durchfahrtshöhe

Bauweise & Rumpf 02

Bauweise
Glasfaser
Rumpfart
Einrumpf
Kielart
Bulbkiel
Ruder
1× Spatenruder
Ballast
4.299 lbs (Eisen)
Verdrängung
15.564 lbs
Wasserkapazität
100 gal
Kraftstoffkapazität
53 gal

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
7/8-Slup
Vorliek Großsegel
40,52 ft
Unterliek Großsegel
14,6 ft
Vorsegeldreieck Höhe
43,8 ft
Vorsegeldreieck Basis
12,63 ft
Vorstaglänge (geschätzt)
45,58 ft
Segelfläche
572 sqft

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
14,68
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
27,62
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
203,34
Komfort-Ratio
23,85
Kenterungsverhältnis
2,02
Rumpfgeschwindigkeit
7,63 kn

Design und Konstruktion

Die Handschrift von Felci zeigt sich sofort im niedrigen, fast flachen Kajütaufbau, der den Segeldruckpunkt tief hält und es der Crew ermöglicht, sich auf den Seitendecks zu bewegen, ohne gegen einen hohen Kajütaufbau ankämpfen zu müssen. Ein niedriges, fast flaches Kajütdach ist eine Spezialität von Felci. Dufour baute den Rumpf aus massivem GFK mit einer nach innen gerichteten Flanschverbindung an der Rumpf-Deck-Verbindung und einem im Inneren laminierten, einteiligen Bodengruppenrahmen, um die Lasten von Kiel und Rigg zu verteilen. Auch das Deck besteht aus massivem GFK. Tester bemerkten, dass alle Beschläge von hoher Qualität waren und fast fertig montiert waren, und dass die lange Bauhistorie von Dufour darauf hindeutete, dass das Boot hochseetauglich sein würde. Eine klappbare Heckklappe verwandelt das Heck in eine Badeplattform vom Steg, vom Wasser oder vom Beiboot aus, während zwei Steuerräder eine freie Sicht nach vorn durch das Cockpit ermöglichen. (1)

Rigg und Handhabung

Die 72 m² Segelfläche der 7/8-Slup und das moderate Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis sorgten dafür, dass das Boot unter Testsegeln bei etwas mehr als halber Windstärke ein stetiges Tempo hielt und zuverlässig durch 85 Grad Wende ging. Die beiden Steuerstände erwiesen sich unter Segel als sehr praktisch, da sie auf beiden Bugen eine gute Sitzposition und hervorragende Sicht ermöglichten. Die Positionierung der Winschen ließ den Steuermann die Fockschoten trimmen, ohne das Rad verlassen zu müssen. Am Bug lässt sich ein gut durchdachter, abnehmbarer Bugspriet in die Beschläge klappen, um einen asymmetrischen Spinnaker problemlos zu setzen und zu bergen. Das Großsegel mit Volllatten lässt sich in einer Tasche am Baum in bequemer Höhe verstauen. Unter Motor lieferte der Yanmar-Diesel bei 3.200 U/min leise 7 Knoten mit einem Geräuschpegel von 72 dBA durch den zweiflügeligen Festpropeller. Sie dreht sich in etwas mehr als einer Bootslänge, bremst im Rückwärtsgang prompt ab und läuft rückwärts absolut gerade ohne Ruderdruck.

Unterbringung

Unter Deck ist der Salon hell und einfach gehalten, mit Staufächern im ganzen Raum. Der robuste Tisch bietet reichlich Sitzplätze und dient gleichzeitig als sicheren Halt unter Segel. Handläufe sind im Decksaufbau integriert und trotz der großzügigen Stehhöhe leicht zu erreichen. Die Pantry an Steuerbord erstreckt sich über die gesamte Länge des Salons und besticht durch eine riesige Arbeitsfläche sowie einen Kühlschrank, den ein Rezensent als den größten auf einem Boot unter 50 Fuß bezeichnete. Ein Kartentisch, der für eine Karte ausreicht, hat Stauraum unter sich und dem Sitz. Die Vorschiffskabine verfügt über eine versetzte Doppelkoje, die sich leicht betreten lässt. Die Achterkabinen folgen dem üblichen Layout mit Umkleidebereich und dann einer Koje im Schlauch; ein alternativer Plan tauscht die Backbord-Achterkabine gegen einen großen Stauraum. Die Nasszelle ist hell und funktional; ihr GFK-Innenschale integriert eine Dusche und einen Medizinschrank. Die Bordtoilette ist als Aufbaupumpe zum Fäkalientank konzipiert. Der Moabi-Innenausbau und dezente Stoffe vor dem weißen, injizierten Decksaufbau schaffen eine entspannte Atmosphäre.

Bekannte Schwachstellen

Die Batteriebank liegt ziemlich hoch im Motorraum, und es gibt keinen separaten Platz für mehr als die Standard-Batterieinstallation. Der Zugang zur Technik wird durch herausnehmbare Paneele in den Achterkabinen erleichtert, die das Hauptluke unter den Niedergangsstufen ergänzen. Die hohe Montagehöhe schränkt jedoch eine unkomplizierte Erweiterung der Verbraucherkapazität für Fahrtensegler ein, die mehr elektrische Autonomie wünschen.

Refits und Eignerschaft

Eigner, die erhebliche Investitionen in Elektronik oder Solaranlagen tätigen, müssen sich an den begrenzten Batterieplatz halten und nicht erwarten, dass eine werksseitige Batteriekiste zusätzliche Akkus schluckt. Der abnehmbare Bugspriet und das Großsegel mit Volllatten machen Upgrades bei der Segelhandhabung unkompliziert, und die Heckklappe in Kombination mit der Cockpit-Layout mit zwei Steuerrädern ist ideal für das Anlegen mit kleiner Crew. Die injizierten Deckenverkleidungen und Moabi-Oberflächen sind robust, profitieren aber von sorgfältiger Reinigung, um das helle, ruhige Interieur in Bestform zu halten.

Das Fazit

Die 375 Grand Large ist eine durchdacht aufgeteilte Fahrtenyacht, die in Bezug auf die Bewegungsfreiheit in der Plicht und den Nutzen der Pantry über ihre Länge hinausragt. Ihr Steuerstand macht das Segeln mit kleiner Crew aufrichtig einfach. Die wichtigste Vorsichtsmaßnahme für Eigner betrifft die Elektrik: Der standardmäßige Batterieraum ist fest und hoch montiert, sodass die Planung der Stromversorgung für das Leben an Bord frühzeitig berücksichtigt werden muss.

Vorteile

  • Doppelte Steuerräder und niedriges Kajütdach schaffen eine sichere, offene Plicht und erleichtern die Bewegung an Deck
  • Die Pantry an Steuerbord mit großem Arbeitsplatz und übergroßer Kühlbox eignet sich hervorragend fürs Kochen
  • Leiser, effizienter Yanmar-Antrieb mit präzisem Kurvenlauf und einfacher Rückwärtsfahrt auf gerader Linie
  • Der abnehmbare Bugspriet vereinfacht das Setzen des asymmetrischen Spinnakers

Nachteile

  • Keine Möglichkeit zur Erweiterung über die Standard-Batterieinstallation hinaus
  • Hoch im Motorraum montierte Batterien erschweren Upgrades

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