Design und Konstruktion
Zaals Rumpf ist eine Knickspantform aus massivem GFK mit einer Kurzkiel-Konfiguration. Die Zahlen erzählen die Geschichte einer schweren Fahrtenyacht: eine Verdrängung, über die sich die Quellen uneinig sind (einem Bericht zufolge 13,6 Tonnen), bei einer Breite von 4 Metern und einer LOA von 13,32 Metern, wobei eine Wasserlinie von 10 Metern ein Verhältnis von Länge zu Breite von 3,26 und ein Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 305 ergibt – ein Wert, der das Boot fest in die Kategorie der sogenannten „schweren Fahrtenyachten“ einordnet, wie sie in damaligen Fachartikeln beschrieben wurden. Der Ballast beträgt 4.250 kg, obwohl die Quelle diesen Wert mit einem Fragezeichen versehen hat. Ihr Tiefgangsverhältnis von etwa 258 kg/cm (oder 1.449 lbs/inch) bedeutet, dass sie tief im Wasser liegt und ihren Trimm nur langsam verändert, was dem von Rezensenten bemerkten Komfort-Ratio von 35,7 entspricht. In der Fachzeitschrift yachtdatabase verzeichneten Rezensenten einen Kenterungsverhältnis von 1,75 und eine theoretische Verdrängungs-Rumpf-Geschwindigkeit von 7,7 Knoten – Werte, die das Profil eines stabilen, lasttragenden Hochsee-Rumpfes statt eines Leichtwind-Sprinters unterstreichen. (1)
Rigg und Handhabung
Das Ketsch-Rigg trägt eine Segelfläche von 78,15 Quadratmetern bei Maßen, die eine IY von 10 Metern und eine PY von 8,40 Metern umfassen, ergänzt durch eine J von 4,90 Metern und eine EY von 2,50 Metern – ein geteiltes Rigg, das eine leicht zu handhabende Segelbedienung und hervorragenden Trimm auf See begünstigt. Mit einer Segelfläche, die zu ihrer Masse passt, ist die 42 darauf ausgelegt, stabil voranzukommen, nicht schnell. Der kurze Kiel und der runde Spant verheißen ein berechenbares Kursverhalten und einen Rumpf, der bei den Tiefgangs- und Komfortwerten das Seegangsbild mit der Gelassenheit aufnimmt, die man von einer schweren Fahrtenyacht erwartet. Ihr 52 PS starker Volvo Penta MD21a bietet genügend Hilfsdieselkraft, um diese Verdrängung zu bewegen.
Unterbringung
Unter Deck ist die Contest 42 ein echtes Zuhause auf See: Neun Kojen und zwei Nasszellen bieten einer Crew oder Familie bequem Platz, wobei die Stehhöhe im gesamten Boot 1,96 Meter beträgt. Da es kein Steuerhaus gibt, ist die Aufteilung um einen konventionellen Deckssalon sowie eine vordere oder hintere Kabine innerhalb des 13-Meter-Rumpfes herum organisiert. Die Anzahl von neun Kojen ist großzügig für eine 42-Fuß-Ketsch und spiegelt ein Layout wider, das die Gästeaufnahmekapazität und die Seetüchtigkeit über minimalistische Regatta-Ausstattung stellt.
Das Fazit
Die Contest 42 ist eine ernsthafte, in den Niederlanden gebaute Zaal-Ketsch aus den späten 1970er Jahren: eine schwere Fahrtenyacht mit rundem Spant und Knickspant-Rigg, massiver GFK-Bauweise und einem geräumigen Innenraum mit neun Kojen. Sie ist eher für ihre Stabilität auf See und Wohnlichkeit als für Geschwindigkeit gebaut, und ihre geringe Stückzahl macht sie zu einem relativ seltenen Fund. Die angezweifelte Ballastmenge und das kurze Produktionszeitfenster sind bemerkenswert, aber die Komfortwerte und Kenterungsdaten des Entwurfs sprechen für eine gut durchdachte Langstrecken-Fahrtenyacht.
Vorteile
- Schwere Fahrtenyacht-Verdrängung und Komfort-Ratio (35,7) mit einem Kenterungsverhältnis von 1,75
- Rundspant-Rumpf aus massivem GFK mit kurzem Kiel für stabile Kursstabilität
- Neun Kojen und zwei Nasszellen mit 1,96 m Stehhöhe – echte Kapazitäten für Langstreckenfahrten
- Ketsch-Rigg mit 78,15 m² Segelfläche für ein gut kontrollierbares Verhalten auf See
Nachteile
- Der Ballast von 4.250 kg birgt Unsicherheiten bezüglich der Herkunft
- Nur 30 Einheiten gebaut (1977–1982), daher selten auf dem Markt
- Keine Pilothouse; nur konventionelle Aufteilung








