Design und Konstruktion
Rex Marin baute die 42 mit einem handaufgelegten GFK-Rumpf unter Verwendung von Isophthals-Gelcoat auf einer ersten Schicht aus Pulvergebundenem Matratzenmaterial und Isophthalsharz. Sowohl Rumpf als auch Deck sind Sandwichkonstruktionen aus Glasfaser – eine Bauweise, der das Originaltestmagazin den verbesserten Klimakomfort im Innenraum zuschrieb. Der Innenraum ist in Teakholz gehalten, was dem damaligen skandinavischen Fahrtenyacht-Standard entsprach. Die Werft bot die 42 mit verschiedenen Kieloptionen an: Einem Flossenkiel aus Eisen und einer zweiten Flossenkiel-Option, die je nach Beladung nur etwa 1,55 bis 1,63 Meter Tiefgang hat, wodurch das Boot in die meisten Marinas einfahren kann. Der tiefere Flossenkiel mit 1,85 bis 1,93 Metern Tiefgang beschränkt das Boot auf größere Häfen. Das Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 242 ordnet sie zu den moderaten Regattayachten ein, und ihre benetzte Fläche beträgt etwa 43,5 Quadratmeter. (1)
Rigg und Handhabung
Als Ketsch trägt die Aphrodite 42 einen Segelplan, dessen Trimmleinen beachtlich lang sind: Die Großschot ist 104 Fuß lang, und die Schoten von Genua und Fock laufen jeweils etwa 42 Fuß, allesamt an einem 14-mm-Ankerleine. Auch die Spinnakerschoten sind mit 14 mm versehen und messen knapp unter 92 Fuß Länge. Das Boot wurde mit verschiedenen Motoralternativen ausgestattet; der Volvo Penta MD31 Diesel treibt über einen Wellenantrieb und erreicht unter Motor 8,0 Knoten, was dem theoretischen theoretischen Verdrängungs-Rumpfmaximum von 7,8 Knoten entspricht. Ihr Tiefgangsverhältnis von etwa 1.429 Pfund pro Zoll zeugt von einer schwer gebauten Fahrtenyacht, die nicht sofort ins Gleiten kommt, sondern ihre Last souverän trägt. Das Kenterungsverhältnis von 1,76 und das Komfort-Ratio nahe 32 runden das Bild einer stabilen, berechenbaren Plattform ab. (1)
Unterbringung
Der Innenraum ist komplett mit Teakholz ausgestattet, dem typischen skandinavischen Konzept für eine warme Kabine. Das einzige strukturelle Kritikpunkt des Zeitungsartikels im Inneren betrifft die Teak-Arbeiten selbst. Die Sandwichdeck-Konstruktion spricht durch die Verbesserung des Klimas unter Deck für die Wohnlichkeit bei unterschiedlichen Bedingungen, ohne jedoch auf eine bestimmte Anzahl von Kojen oder einen spezifischen Kabinenplan hinzuweisen.
Bekannte Schwachstellen
Die wichtigste Bauart-Detail für Käufer ist, dass das Deck ein Sandwich ist und die Werft auch die 33 und 42 mit Teakdecks gebaut hat, die über einem Balsaholzkern in das Unterdeck geschraubt sind – eine Konfiguration, die anfällig für Feuchtigkeitseintritt ist, wenn Fugen oder Schrauben versagen. Für die 42 bestätigt die Prüfung einen GFK-Sandwich-Rumpf und -Deck, nennt jedoch keine spezifischen Kernmaterialien.
Refits und Eignerschaft
Käufer im Gebrauchtbootmarkt sollten die Bandbreite der ab Werk angebotenen Alternativen beachten: Tiefgang, Motorwahl und Riggdetails variierten ab Werft. Der Volvo Penta MD31 bleibt die am besten dokumentierte Motorisierung mit Wellenantrieb und einer Höchstgeschwindigkeit von 8 Knoten. Der Teak-Innenraum und die Sandwich-Konstruktion sind typgerecht und bei ordnungsgemäßer Wartung langlebig; der wichtigste Punkt für Eigner ist die oben erwähnte Feuchtigkeit im Deckskern.
Das Fazit
Die Aphrodite 42 ist eine durchdacht konstruierte skandinavische Fahrtenyacht als Ketsch, deren Sandwichbauweise und moderate Regatta-Eigenschaften sie zu einer stabilen und komfortablen Plattform für das Fahrtensegeln auf See machen. Sie ist kein Leichtgewicht, und ihr Tiefgang erfordert Aufmerksamkeit bei der Ankerplatzwahl, doch die Option mit Flachkiel erweitert ihre Reviergrenzen erheblich.
Vorteile
- Handaufgelegter Isophthals-Rumpf mit Sandwichdeck für ein besseres Klima im Innenraum
- Stabiles Profil: Kenterungsverhältnis 1,76, Komfort-Ratio 32,0, Ballastanteil von 39 %
- Option mit flachem Flossenkiel öffnet die meisten Marinas
- Bemessungsgeschwindigkeit unter Motor mit Volvo Penta MD31 Wellenantrieb: 8 Knoten
Nachteile
- Der tiefere Kiel schränkt sie auf große Marinas ein
- Die Sandwich-Deckskonstruktion birgt das Risiko von Feuchtigkeitseintritt, wenn Schrauben oder die Fugen undicht werden








