Design und Konstruktion
Der Rumpf der 309 ist unter der Wasserlinie aus massivem GFK mit einem festen GFK-Deck gebaut, und Catalinas langjährige Vorliebe für Bleiballast zeigt sich im 4.000 Pfund schweren Kiel – hier als Bulbkiel oder, bei der Flachwasser-Version, als Flügelkiel mit 4 Fuß 4 Zoll Tiefgang. Innenschotten halten die Wantenlasten dicht an der Rumpfstruktur, und breite Seitendecks mit hervorragendem Rutschfesten bieten sicheren Halt im Vorschiff. Ein Spiegel, der nach achtern zum Badeplatz geöffnet wird, und ein tropffreier Wellendurchlass vervollständigen die Details unter Deck und im Umfeld, die Tester dieser Ära als durchdacht für ein Boot dieser Größe bezeichneten. Alle Borddurchlässe sind beschriftet und leicht zugänglich, was auf eine serviceorientierte Aufteilung und nicht auf eine abgedichtete Form hinweist.
Rigg und Handhabung
Das Standard-Mastfurler-Großsegel prägt den Segelplan der 309, und das Rollsystem ist der clevere Teil: Der Roller kann über eine durchgehende Leine bedient werden, die unter dem Traveller hindurchgeführt und durch Stoppper auf der Steuerbordseite geführt wird. Diese Schlaufe treibt eine Winsch an, die im Mast eingebaut ist – diese Winsch dreht tatsächlich den Roller selbst. Da die Rollleine niemals in den Mast eindringt, kann sie sich nicht im Spargel verfangen. Im Notfall kann man das Segel mit einer Winschkurbel wieder ausrollen. Das Reffen ist schnell und einfach: Löst den Unterliekstrecker und zieht eine Seite der Rollschlaufe. Die Fock- und Spinnakerfall sowie die starre Baumniederholerleine sind durch Stopper zu einer selbstholenden Winsch geführt. Eine Selbstholerin auf dem Kajütdach bedient auch den Unterliekstrecker oder die Großschot. Die Großschot läuft durch eine hochbelastbare Klemme, und die Travellerschoten führen zu Curry-Klemmen auf dem Backbordkajütdach. Tester fanden das Boot leicht und wendig genug mit schnellen Reaktionen am Ruder. (1)
Unterbringung
Unter Deck ist der Salon geräumig und großzügig gestaltet, mit genügend Stehhöhe, sodass eine Person von knapp 1,80 m überall aufrecht stehen kann. Die Plicht ist riesig, mit komfortablen Sitzgelegenheiten am Heckkorb und einer gewaltigen Backskiste; in dieser Backskiste befindet sich eine Mülltonne mit einem Klappdeckel im Schott, sodass sie direkt aus der Pantry bedient werden kann – ein kleiner, aber aussagekräftiger Hinweis auf praktische Ausstattung für das Fahrtensegeln. Das klappbare Steuerrad hält den Bereich um die Radsteuerung frei, und die Steuerkonsole bündelt Motorbedienelemente, Instrumente und Kompass an einem Ort.
Ausrüstung und Systeme
Der Yanmar-Wasserkühl-Diesel treibt einen direkten Wellenantrieb mit der bereits erwähnten trockenlaufenden Dichtung an. Werksseitig optionale Raymarine ST 60-Geschwindigkeits-, Tiefen- und Windinstrumente sowie ein Autopilot waren verfügbar, wobei alle Instrumente in einem NavPod auf dem Steuersäulen-Pedestal montiert waren; das Testboot war mit einem Garmin-Kartenplotter ausgestattet. Eine Garhauer-Davits aus Edelstahl am Heckkorb unterstreicht die Konzeption für das Handling von Beibooten, und der nach hinten öffnende Spiegel mit Badeplattform unterstützt denselben Zweck.
Das Fazit
Die Catalina 309 ist eine moderne Fahrtenyacht für Küstenreviere, die durch ein cleveres Rigg sowie eine wirklich nutzbare Plicht und Kabine ihre Größenklasse sprengt. Das richtig umgesetzte Mastfurlungssystem – mit externem Loop, an Deck montierter Winsch und ohne Leinen im Mast – eliminiert ein häufiges Schwachpunktthema, und die beschrifteten, leicht zugänglichen Borddurchlässe machen das Leben an Bord zu einem Kinderspiel. Sie läuft leichtgängig und lässt sich problemlos reffen, auch wenn der Flachflügelkiel etwas Leistung gegen Zugang zu flachen Ankerplätzen eintauscht.
Vorteile
- Mastfurlung mit externem Loop und am Mast montierter Winsch eliminiert Klemmen der inneren Leinen
- Schnelles, einfaches Reffen durch Loslassen des Unterliekstrimmers und Ziehen des Furling-Loops
- Riesige Plicht mit Sitzgelegenheiten an der Heckreling und eine riesige Backskiste mit Schleusklappe für den Zugang zur Pantry
- Stehhöhe im Salon für einen Sechs-Fuß-Mann fast überall
- Beschriftete, leicht zugängliche Borddurchlässe und tropffreie Wellendichtung
Nachteile
- Die Option mit dem flachen Flügelkiel von 4 Fuß 4 Zoll begrenzt die Leistung im tiefen Wasser
- Das Rigg ist für den Großsegelgebrauch auf ein kontinuierliches Rollsystem angewiesen












