Design und Konstruktion
Der Rumpf ist ein Entwurf von Bruce Farr & Associates mit schlanken Anhängen und einem Flossenkiel mit Bulb, der ein Spatenruder trägt. Die gesamte Form wurde aus dem IMS-Stamm des Unternehmens entwickelt, um eine gute Allround-Leistung zu bieten. Der Bug ist für das Segeln am Wind relativ fein geschnitten, mit geraden Linien nach achtern für hohe Geschwindigkeit auf raumen Kursen, und die Ziel-PHRF-Einstufung liegt bei 54. Die Rümpfe werden handaufgelegt aus vorgefertigten GFK-Sektionen, die mit Vinylester- und Polyesterharzen angefeuchtet werden. Die Werft verwendete Vinylesterharze zur Schutz gegen Osmose. Frühere Modelle nutzten hierfür das Beneteau WaterShield-Verfahren zum gleichen Zweck, jedoch zu geringeren Kosten. Der Rumpf selbst besteht aus massivem GFK, in das während des Trockenfalls eine GFK-Innenschale laminiert wird, um die Form zu erhalten. Diese Innenschale trägt massive GFK-Längsträger von Bug bis Heck und sechs Querträger. Das Deck ist GFK mit Balsakern und massiven Verstärkungen unter den Beschlägen. Die Rumpf-Deck-Verbindung nutzt eine innere Flanschplatte, die mit einer äußeren Flanschplatte mit Polyurethan-Kleber und Edelstahlbolzen verklebt ist. Tides Marine baute die aktualisierten Ruderblätter mit Kohlefaserstielen, bei denen Werfttests eine viermal höhere Bruchfestigkeit als bei Edelstahl feststellten. Die Lager sind selbstausrichtend. (1)
Rigg und Handhabung
Über Deck trägt die 40.7 ein Sparcraft 9/10-Rigg mit geteilten Salingen und Aluminiumspieren, massivem Rod-Stehendes-Gut und einer Dyform-Takelage in der getesteten Konfiguration. Der Traveller der Großschot befindet sich direkt vor dem Steuerstand mit Lewmar-Lagerwagen, und ein über Deck geführtes System der Großschot führt zu den achteren Winschen; das laufende Gut ist nach achtern zu Spinlock XT-Stoppern für die Groß-, Genua- und Spinnakerfall sowie eine Reffleine, Unterliekstrecker und Toppling-Leinen geführt. In einem Testbericht in Yachting World fanden die Tester ein direktes Rudergefühl mit Kevlar-Steuerzügen, die Verzug verhindern, und unter Motor lief das Boot gut rückwärts, drehte auf 1,25 Bootslängen und fuhr mit etwa sieben Knoten Geschwindigkeit bei einem Knoten Reserve. Unter Segeln erreichte sie bei 16-knotigen Windböen von 23 knapp 6,5 Knoten Höhe am Wind, drehte durch 80 Grad und legte beim Abfangen einen halben Knoten zu; bei leichterem Wind wurden die Schoten so weit gefiert, dass das Boot bis auf 36 Grad scheinbaren Wind bei 6,75 Knoten segelte, während Eigner bei 12 bis 15 Knoten Wind auf hohen Halsen Werte von 8 bis 10 Knoten berichteten. (2)
Unterbringung
Unter Deck bietet der Salon zwei gerade Sofakojen um einen 44-Zoll-Doppelklapp-Tisch herum, wobei geschwungene Kanten den Tisch, die Navigationsecke und die Pantry weicher wirken lassen. Licht fällt durch vier Lewmar-Luken und Öffnungsluken, und verchromte Aluminium-Geländer führen von Bodenbretter bis zur Klappleiter, in denen auch Rollvorhänge für einfache Bedienung am Regattatag untergebracht sind. Die Aufteilung bietet zwei spiegelbildliche Achterkabinen mit 78 mal 60 Zoll großen Kojen und eine V-Koje im Vorschiff mit einer Länge von 7 Fuß 3 Zoll; die Stehhöhe beträgt achtern 6 Fuß 3 Zoll und vorn 6 Fuß 2 Zoll. Eine einzige Nasszelle dient allen drei Kabinen, wobei die Nasszelle an Steuerbord groß genug ist, um bequem zu duschen, obwohl der separate Duschbereich mit knappen 40 mal 24 Zoll Maße hat. Die Pantry ist ein gewöhnlicher U-förmiger Bereich mit einem klappbaren Kühlschrank, der gleichzeitig als kompletter Tresen dient, einer Doppelspüle mit Druckwarm- und Kaltwasser sowie einem kardanisch aufgehängten zweiflammigen Herd. Die Tanks befinden sich unter den Sofakojen, was hohe Schränke und Stauraum hinter den Rückenlehnen der Sitze ermöglicht, und ein eigener Weinkühlschrank verweist auf den Ursprung des Bootes.
Ausrüstung und Cockpit
Die Plicht ist auf Regatta-Ergonomie ausgelegt: Die hinter den teakholzgezogenen Sitzreihen befindlichen, herausnehmbaren Backskisten können für das Regattagebiet nach vorn gezogen werden; die durch eine geschwungene Sitzreihe verbundenen Heckkisten ersetzen ein offenes Spiegel. Ein mit Leder bezogenes 63-Zoll-Rad sitzt eingelassen unter dem Boden. Die primären Lewmar 50 Selbstschleifer und die auf dem Kajütaufbau montierten Lewmar 44 unterstützen ein Layout mit sechs Winschen, das sowohl für Crew- als auch für kleine Segelcrew funktioniert, ergänzt durch optionale Spinnakerwinschen und Harken Quattro-Winschen für schnelles Kitesurfen. Eine Propangasflasche entlüftet über Bord im Backbordbereich, eine Backskiste auf Steuerbord nimmt ein Inflatable auf, und aufgrund der französischen Vorschriften kann ein Rettungsinselbehälter unter dem Steuersitz platziert werden. Der frühe Sugar-Scoop-Achtersteven trägt eine teakgezogene Badeplattform mit Edelstahlleiter. Breite, nahezu ebene Decks mit rutschfestem Diamantmuster, eingelassenen Relingstützen und einer 26-Zoll-Doppel-Seereling machen das Vor- und Zurückgehen sicher.
Bekannte Schwachstellen
Zwei Punkte im Bereich der Aufteilung verdienen besondere Aufmerksamkeit. Der obenaufklappbare Kühlschrank bildet die gesamte Arbeitsplatte der Pantry, was bei geöffnetem Deckel zu unpraktischen Stellplätzen zwingt, und die einzige Nasszelle gegenüber drei Kojen, auf denen sechs Personen schlafen können, ist für ein Boot über 40 Fuß eine echte Schwachstelle. Das kleine Decksluk der Vorschiffskabine erschwert zudem das Setzen des Spinnakers im Salon. Im Bereich der Systeme führt eine zentrale Bilgenpumpe mittschiffs mehrere Schläuche zu einem einzigen Borddurchlass – ein sinnvolles Manifold, das jedoch als einziger Punkt inspiziert werden sollte, um Alter und Dichtigkeit der Dichtungen zu überprüfen.
Das Fazit
Die First 40.7 ist als vielseitige Regatta-/Fahrtenyacht erfolgreich, weil der vom IMS abgeleitete Rumpf und das hocheffiziente Rigg Regattatempo im Club liefern, ohne auf ein echtes Innenraum-Layout mit drei Kabinen zu verzichten. Die Konstruktion ist konventionell aus massivem GFK mit einem Balsadeck und einer cleveren Panne, und die Plicht ist regattatauglich und dennoch sicher zum Bewegen. Die Kompromisse sind typisch für diese Klasse: eine Pantry, die durch das Decksschott des Kühlschranks eingeschränkt wird, eine einzige Nasszelle für sechs Kojen und eine vordere Luke, die für das Setzen des Spinnakers zu klein ist.
Vorteile
- Schlanke Farr-Rumpfform mit feinem Vorschiff und gerader Achterpartie für hervorragende Allround-Leistung
- Regatta-taugliche Plicht mit herausnehmbaren Backskisten und Layout mit sechs Winschen
- Kohlefaserruderblätter und selbstausrichtende Lager übertreffen die originale Edelstahl-Ausstattung
- Drei Kabinen bieten Platz für sechs Personen mit über 1,80 m Stehhöhe im gesamten Boot
Nachteile
- Die einzelne Nasszelle dient allen drei Kabinen
- Der aufklappbare Kühlschrank beansprucht den gesamten Arbeitsplatz in der Pantry
- Das kleine Vordecksluk behindert das Setzen des Spinnakers unter Deck
- Die zentrale Schwertkiste ist ein kritischer Punkt bei einem Schaden an einer Borddurchführung






