Design und Konstruktion
Die Cyclades 39.3 ist auf einem massiven GFK-Rumpf und Deck mit einem eisernen Flachkiel mit Bulbflügeln gebaut, der je nach Beladung zwischen etwa 1,80 m und 1,88 m Tiefgang hat. Ihr Ballast-Verdrängungs-Verhältnis liegt bei rund 30 Prozent und ihr Kenterungsverhältnis beträgt 2,07 – ein Wert, der sie laut yachtdatabase.com außerhalb der Grenzen für Hochseeregatten platziert. Das Verhältnis von Länge zu Breite (L/B) von 2,96 und eine benetzte Oberfläche von rund 46 Quadratmetern beschreiben einen breiten, volumenorientierten Rumpf und nicht eine schmale Regattayacht. Die langjährige Zusammenarbeit von Jean Berret mit Bénéteau über die Werft Berret-Racoupeau prägt die Linie, aber die 39.3 selbst ist eine komfortorientierte Fahrtenyacht: Die Programmphilosophie der Werft betont Einfachheit und Freude als zentrale Vorgaben. (1)
Rigg und Handhabung
Das 7/8-Rigg trägt einen Referenz-Segelplan mit einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 16,3, das mit einer 135-prozentigen Genua auf 19,1 ansteigt – Werte, die das Boot eher als moderat besegelt denn überproportional ausgestattet positionieren. Die Kontrollleinen sind für einfache Bedienung geführt: Die Plicht ist so aufgeteilt, dass alle Manöver sehr einfach sind, mit der Genuawinsch nahe dem Steuerstand und einer Doppelsteuerkonsole, die für mehr Komfort beim Segeln und Bewegen an Bord ausgelegt ist. Die Spezifikationen für Fallen und Schoten sind großzügig – Großschot mit 96 Fuß 14-mm-Leine, Genuaschoten mit 38,4 Fuß 14-mm-Leine und Fallen mit 113,4 Fuß 12-mm-Leine – was eine Standard-Fahrtenausrüstung ohne unerwartete Upgrades ermöglicht. Instrumentenhalterungen am Cockpittisch und an den Steuerkonsolen halten die Navigationsdaten im Sichtbereich des Rudergängers.
Unterbringung und Leben in der Plicht
Treulich dem Cyclades-Konzept ist das Boot eine echte Fahrtenyacht, bei der der Komfort überall spürbar ist. Das Doppelsteuer-Layout öffnet das Achterdeck für den freien Durchgang zwischen Niedergang und Spiegel. Die einfache Bedienung der Plicht und die nahen Winschen ermöglichen es einer kleinen Crew, Segelwechsel durchzuführen, ohne das Cockpit verlassen zu müssen. Mit 325 Litern Wasser (87 Gallonen) und 219 Litern Diesel (58 Gallonen) sowie einem einzelnen 40-PS-Yanmar-Diesel unterstützen die Systeme längere Aufenthalte an Bord, ohne dass spezielle Innenraumaufteilungen vorausgesetzt werden, die in den Quellen nicht beschrieben sind.
Das Fazit
Die Cyclades 39.3 ist eine bewusst unkomplizierte Fahrtenyacht: breit gebaut, im Verhältnis zum Ballast für ihre Klasse gut ausgewogen und auf einfache Handhabung von den beiden Steuerständen aus ausgelegt. Sie ist keine Regattayacht – das Kenterungsverhältnis und das moderate SA/D bestätigen ein stabilitätsorientiertes, volumenbewusstes Konzept –, aber sie ist eine äußerst komfortable Yacht für Küstenfahrten und Törns.
Vorteile
- Doppelte Steuerstände und nahegelegene Genuawinschen machen Manöver von der Steuerposition aus einfach
- Solide GFK-Konstruktion mit eisernem Bulbkiel und 30-prozentigem Ballastanteil
- Das vom Hersteller versprochene Programm von Einfachheit und Freude wird im Cockpit-Layout voll erfüllt
Nachteile
- Das Kenterungsverhältnis von 2,07 schließt eine Teilnahme an Hochseeregatten aus
- Das moderate Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis begrenzt die Beschleunigung bei leichtem Wind im Vergleich zu stark übersegelten Konstruktionen





