Design und Konstruktion
Die Rumpfarchitektur folgt einer konventionellen Einrumpf-Logik mit einem Bulbkiel und einem tief im Rumpf angeordneten Spatenruder. Der Spiegel ist deutlich abgesetzt von den Rumpfwänden und dem Decksrand, und eine flache, aber breite Badeplattform erstreckt sich über das Achterschiff für einfachen Zugang zum Wasser. An Deck ist die Aufteilung diszipliniert: schmale Seitendecks umrahmen ein relativ großes Mittelcockpit, und der Blickfang des Decks ist eine geschwungene Windschutzscheibe, die dem Haus einen markanten visuellen Charakter verleiht. Die Zugänge zum Mittelcockpit sind in das Achterschiff des Hauses integriert – ein Detail, das auf durchdachte ergonomische Formgebung statt auf flache Übergangsoberflächen hindeutet. (1)
Rigg und Handhabung
An Deck trägt die 39 CC ein Masttoppslup-Rigg mit zwei Salingen, die etwas nach achtern ausbauen, und der Mast scheint an Deck gesteppt zu sein. Die Fallen laufen nach achtern unter einer Abdeckung und kommen neben dem Niedergang wieder heraus, sodass die Arbeitsleinen nah am Steuer und außerhalb des Fußgängerbereichs liegen. Die weit hinten platzierte Ruderanlage verleiht ihr einen mechanischen Vorteil bei der Ruderwirkung, obwohl die schmalen Seitendecks bedeuten, dass sich die Crew beim Vorbeigehen an Deck vorsehen muss. Das klare Kanu-Profil deutet auf einen Rumpf hin, der gut Kurs hält und auf Steuereingaben ohne übermäßigen Widerstand reagiert. (1)
Unterbringung
Unter Deck wird die 39 CC in zwei Innenraumaufteilungen angeboten, die sich nur in der Eignerkabine achtern unterscheiden: Eine Variante bietet eine Doppelkoje auf der Mittellinie, flankiert von zwei kleinen Sofakojen, die andere eine Doppelkoje an einer Seite mit einer Sofakoje gegenüber. Die separate Nasszelle befindet sich an Steuerbord des Mittelcockpits und ist sowohl vom Salon als auch von der Achterkabine aus zugänglich – eine praktische Aufteilung für Tag- und Übernachtungsbereiche, ohne dass die Sanitärtechnik doppelt vorhanden sein muss. Die Mittelcockpit-Konfiguration selbst verkürzt die Achterkabine, ermöglicht es jedoch, die große Breite für eine vollwertige Eignerkabine zu nutzen und sorgt dafür, dass der Steuerstand geschützt bleibt. (1)
Das Fazit
Die Dufour 39 CC ist ein Boot für anspruchsvolle Fahrtensegler: nicht extrem breit, nicht übermäßig stark besegelt, aber hervorragend gelöst in der Decksform und der Aufteilung der Kabinen. Sie belohnt Segler, die eine klare Rumpfform und eine praktische Achterkabine mit zwei Kabinenlayouts über reines Volumen oder reine Geschwindigkeit stellen.
Vorteile
- Mittelcockpit mit geschützter Ruderanlage und breiter Badeplattform achtern
- Nasszelle ist sowohl vom Salon als auch von der Achterkabine aus zugänglich
- Zwei Kabinen-Layouts für die Achterkabine ohne Einbußen am Rest des Plans
- Fallen sind geschützt nach achtern geführt für einhandtaugliche Cockpit-Arbeiten
Nachteile
- Die schmalen Seitendecks begrenzen die sichere Bewegung auf dem Vordeck
- Das Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 18,92 deutet auf ein mäßiges Beschleunigungspotenzial bei leichtem Wind hin










