Allied Seawind — Informationen, Bewertung, technische Daten

Thomas Gillmer·1962 – 1982·~161 hulls·Allied Boat Company Inc.
Allied Seawind drawingWerftzeichnung
Rumpfart
Einrumpf · langkiel
Rigg
Ketsch
LOA
30.5' · 9.3 m
Verdr.
12.000 lbs · 5.443 kg
Erstes Baujahr
1962

Die Allied Seawind 30 ist eine LangkielKetsch, die von Thomas Gillmer entworfen und von 1962 bis 1982 in den USA von der Allied Boat Company Inc. gebaut wurde. Als erstes Modell der Werft legte sie den Ton für eine Marke, die eher konservative GFKFahrtenyachten bevorzugt. Mit 161 gebauten Rümpfen bleibt sie eine bekannte kleine BlauwasserKetsch.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
30,5 ft
Länge an Deck
Länge in der Wasserlinie
24 ft
Breite
9,25 ft
Tiefgang
4,5 ft
Maximale Stehhöhe
Durchfahrtshöhe
44 ft

Bauweise & Rumpf 02

Bauweise
Glasfaser
Rumpfart
Einrumpf
Kielart
Langkiel
Ruder
1× Am Spiegel aufgehängt
Ballast
4.200 lbs (Blei)
Verdrängung
12.000 lbs
Wasserkapazität
30 gal
Kraftstoffkapazität

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
Ketsch
Vorliek Großsegel
31,83 ft
Unterliek Großsegel
13 ft
Vorsegeldreieck Höhe
35,58 ft
Vorsegeldreieck Basis
12,25 ft
Vorstaglänge (geschätzt)
37,63 ft
Segelfläche
502 sqft

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
15,32
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
35
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
387,52
Komfort-Ratio
36,91
Kenterungsverhältnis
1,62
Rumpfgeschwindigkeit
6,56 kn

Design und Konstruktion

Die Gillmer Seawind verfügt über einen Langkiel mit einem am Spiegel aufgehängten Ruder, wodurch die Agilität im engen Raum zugunsten der Kursstabilität geopfert wird. Der Rumpf ist aus massivem, handaufgelegtem GFK mit extrem dicken Laminaten im Bilgenbereich gefertigt. Bleiballast ist in das Kiellaminat eingegossen und einlaminiert, wodurch externe Kielbolzen überflüssig werden. Die Rumpf-Deck-Verbindung nutzt nach außen gewölbte Flansche, die in 5-Zoll-Abständen durchgebolzt sind, mit Dichtmasse innen einlaminiert und von einer Aluminium-Bügelradkante abgedeckt werden. Schotten sind direkt mit dem Rumpf laminiert. Für das Deck wurde ein Balsakern verwendet. (1)

Rigg und Handhabung

Die originale Seawind war in erster Linie ein Ketsch. Das Vorsegeldreieck hat eine Fläche von 217,93 Quadratfuß bei einer Rahhöhe von 35'7" und einer Basis von 12'3"; Großsegel 206,90 Quadratfuß; Besan 85,76 Quadratfuß. Das Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis liegt bei 15,38, das Verdrängungs-Längen-Verhältnis bei 387,52, der Ballast-Verdrängungs-Verhältnis bei 34,0 %, das Kenterungsverhältnis bei 1,62 und die Komfort-Ratio bei 36,91 – eine schwere, steife Fahrtenyacht, die nicht für Geschwindigkeit gebaut wurde.

Unterbringung

Boote aus dem Baujahr vor 1979 haben Formica-Furnier im Holzoptik-Look; spätere Modelle haben Naturholz-Ausbauten. Das Baujahr gibt die Ausstattung vorher.

Bekannte Schwachstellen

Das Deck mit Balsakern ist die größte Schwachstelle: Undichtigkeiten an den Durchführungen im Deck lassen den Kern von innen verrotten, ohne dass es äußerlich sichtbar wird. Da der Ballast einlaminiert ist, erfordert eine Reparatur nach einem Kielunfall das Aufschneiden des Laminats, anstatt nur Bolzen zu ziehen.

Refits und Eignerschaft

Spätere Boote erhielten Inneneinrichtungen aus Naturholz ohne strukturelle Veränderung. Der Zeitraum von zwanzig Jahren führt zu denselben Linien, die sich nur in der Ära des Trims unterscheiden.

Das Fazit

Eine konservative Ketsch, die Sicherheit des Ballasts über Geschwindigkeit stellt – mit dem Haken des Balsadecks.

Vorteile

  • Einlaminierte Bleiballast, keine externen Bolzen
  • Robustes Rumpflaminat im Bilgenbereich
  • Kursstabilität durch Langkiel
  • Klare Unterscheidung zwischen frühem und spätem Innenraum

Nachteile

  • Rott im Balsadeck bei undichten Beschlägen
  • Kielreparatur erfordert Laminatschneiden

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