Design und Konstruktion
Die Länge über alles von 30 Fuß bringt eine Wasserlinie von 25,66 Fuß mit sich, und das Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 164 ordnet sie eher zu den von Rezensenten als „leichte Regattaboote“ bezeichneten Booten ein als zu schweren Fahrtenyachten. Ihr Bleiballast-Flossenkiel und das Spatenruder verleihen ihr ein modernes Unterwasserschiff, aber die Werft bot echte Wahlmöglichkeiten: Standard-Flossenkiel, Flossenkiel mit Bulbkiel und Flügelkiel wurden gebaut. Der Tiefgang variiert entsprechend – der Flossenkiel hat unter Last einen Tiefgang von etwa 6,23 bis 6,53 Fuß und eignet sich nur für große Marinas, während der Bulbkiel diesen auf rund 4,59 bis 4,89 Fuß reduziert und der Flügelkiel auf etwa 3,77 bis 4,07 Fuß, wodurch die flacheren Versionen in flache Häfen gelangen können, die dem tiefen Flossenkiel nicht zugänglich sind. Die benetzte Oberfläche beträgt etwa 312 Quadratfuß, und die Immersionskraft liegt bei fast 853 Pfund pro Zoll – Werte, die zu einem leicht beladenen Rumpf passen, der schnell auf Crew und Trimm reagiert. (1)
Rigg und Handhabung
Das 7/8-Rigg trägt eine Segelfläche von rund 458 Quadratfuß aus Großsegel und Fock, wobei die angegebenen Schotdurchmesser einheitlich mit 12 mm liegen: Die Fock- und Genuaschoten sind 30,3 Fuß lang, die Großschot 75,9 Fuß und die Spinnakerschot 66,8 Fuß. Das Kenterungsverhältnis von 1,95 und eine Komfort-Ratio von 19,6 beschreiben eine steife, lebendige Plattform, die eher auf Geschwindigkeit als auf das Glätten jeder Welle aus ist. Die theoretische theoretische Verdrängungsleistung des Rumpfes liegt bei 6,9 Knoten, und der Relative Speed Performance-Index von 85 unterstreicht ein Boot, das gebaut wurde, um sich zu bewegen und nicht, um untätig herumzuliegen.
Motorleistung und Segeleigenschaften unter Maschine
In den Unterlagen sind zwei Diesel-Optionen aufgeführt. Der kleinere Volvo Penta 2001 leistet 9 PS und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von maximal 5,0 Knoten, während der spätere 2002 mit 18 PS und etwa 6,2 Knoten auskommt – immer noch weit entfernt von den theoretischen 6,9 Knoten des Rumpfes unter Segeln. Die Kraftstoffkapazität beträgt bescheidene 9 US-Gallonen, was für ein Boot angemessen ist, dessen Motor eher eine Hilfs- als die Hauptantriebsfunktion übernimmt.
Unterbringung
Unter Deck ist die Sunwind 30 mit einer Pantry und einer Toilette ausgestattet – der absoluten Infrastruktur für Wochenendtörns und Küstenfahrten. Die leichte Bauweise und die für Regatten optimierten Werte deuten auf einen Innenraum hin, der auf Funktionalität innerhalb der begrenzten Abmessungen von 30 Fuß ausgelegt ist und nicht auf großzügiges Wohnen.
Das Fazit
Die Sunwind 30 ist ein seltenes, leicht gebautes skandinavisches Design, das einen Segler belohnt, der Agilität und Geschwindigkeit auf einem kleinen Boot über Innenraumvolumen oder die Alltagstauglichkeit eines geringen Tiefgangs stellt. Die verschiedenen Kieloptionen sind der entscheidende Unterschied, da sie es dem Käufer ermöglichen, den Tiefgang an das geplante Revier anzupassen, während das 7/8-Rigg und die geringe Verdrängung sie zu einer schnellen Fahrtenyacht machen. Die moderaten Werte für Kraftstoffverbrauch und Motorleistung bestätigen ihren Charakter als reinrassiges Segelboot.
Vorteile
- Leichtdeplacement-Rennpädigree mit 45 % Ballastanteil und lebendiger Handhabung
- Drei Kieloptionen mit einem Tiefgang von 1,15 bis 2,00 Metern
- 7/8-Rigg mit Rigg-Daten für ein einfaches Aufriggen
Nachteile
- Weniger als 100 gebaut – selten auf dem Gebrauchtmarkt
- Tiefe Flossen-Version durch den Tiefgang auf große Marinas beschränkt
- Minimaler Wohnraum abseits von Pantry und Nasszelle








