Design und Konstruktion
Die Struktur der Vancouver 42 spiegelt die Philosophie des Semi-Custom-Bauers Ta Yang wider, bei der Eigner eine ungewöhnliche Freiheit bei der Aufteilung der Kabinen hatten – selbst Schotten waren verschiebbar. Die Bauweise der Werft gehörte zu den besten der Branche. Rümpfe unter der Wasserlinie sind aus massivem GFK gefertigt, und die Decks haben einen Holzblock-Sandwichkern, der mit Harz isoliert ist, um Feuchtigkeitsspeicherung zu minimieren. Das Laminat wurde an den Befestigungspunkten für Beschläge zusätzlich verstärkt. Ein einzelner Gusseisenballast von 11.800 Pfund bildet den Ballast, der in den dicken Wänden des Kiels eingegossen und nicht außen mit Bolzen befestigt ist. Nach 1985 stellte die Werft auf Isophthalsäuregelcoat um, um Osmoseblasen vorzubeugen, und nach 1992 wurden die Rümpfe mit Vinylesterharz laminiert. Eine Inspektion durch Cruising World ergab, dass Rumpf-Deck-Verbindungen und schwere Osmoseprobleme bei diesen Booten typischerweise keine Probleme darstellen. (1)
Rigg und Handhabung
Harris gab der 42 einen hohen Mast und einen großzügigen Segelplan auf einem hydrodynamisch günstigen Unterwasserschiff, was respektable Reisegeschwindigkeiten für ein Boot dieser Verdrängung ermöglichte. Die meisten wurden mit robusten Isomat-Spargen mit zwei Salingen ausgeliefert, die an Deck gesteppt und stark verstagt sind. Das charakteristische Harris-Diamantstag an den oberen Salingen – unterstützt durch einen Aluminiumbügel, den manche als „Cowcatcher“ bezeichnen – macht Backstagen überflüssig, eine Vereinfachung, die sich bei kleiner Crew auszahlt. Mit einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von fast 0,40 und einem Verdrängungs-Längen-Verhältnis von 362 kombinieren das Kajüttail und der lange Flossenkiel Kursstabilität mit einer überschaubaren benetzten Fläche für eine 42-Fuß-Fahrtenyacht.
Unterbringung und Layouts
Da jedes Ta Yang Boot semi-individuell gebaut wurde, existiert die Vancouver 42 in verschiedenen Konfigurationen anstelle eines einzigen festen Plans. Etwa 130 wurden als Fahrtenyachten mit Achtercockpit und zwei verschiedenen Innenraumdesigns gebaut, während rund 70 Modelle ein Mittelcockpit besitzen. Ein Käufer bestellte ab Werft eine Version mit Pilothouse, woraufhin weitere vier Exemplare gebaut wurden. Die meisten Interieurs wurden im vertikalen Fichten-Sperrholzrahmenbau mit Teakholz-Akzenten ausgeführt – eine warme und langlebige Ästhetik für das Fahrtensegeln. Die Breite von 12 Fuß 6 Zoll und die Wasserkapazität von 150 Gallonen in zwei Edelstahlwassertanks ermöglichen lange Reviere zum Wohnen an Bord. Eine Cruising World-Rezension hob die Reichweite, die Zuladung und das angenehme Seeverhalten hervor, wie man sie heute selten bei Booten unter 45 Fuß findet.
Bekannte Schwachstellen
Die schwarzen Kraftstofftanks mit je 450 Litern Fassungsvermögen können rosten, wenn die äußere Farbe beschädigt ist. Daher sollte die Integrität der Oberflächenbeschichtung genau untersucht werden. Einige ältere Boote weisen Korrosion an den Püttingen und deren Befestigungsbolzen unter Deck auf. Dieses Problem wird auf eine feuchte Innenraumluft zurückgeführt und nicht auf strukturelle Mängel des Rumpfes. Die meisten Vancouver 42 wurden mit Teakdecks gebaut, bei denen Wasser in den Kern eindringen kann, wenn die Fugen versagen – ein bekannter Weg zu verdecktem Decksrott, der bei einer Besichtigung genau untersucht werden sollte.
Refits und Eignerschaft
Der häufigste Motor war ein 50 PS starker Perkins 4-108, ein robuster Diesel, der über die gesamte Flotte hinweg zu langen Betriebszeiten beigetragen hat. Eigner, die ein Gutachten in Auftrag geben, sollten die Gelcoat- und Harzwechsel je nach Baujahr abwägen: Rümpfe vor 1985 nutzten Polyesterlaminat, während Boote nach 1992 unter der Wasserlinie mit Vinylester-Schutz ausgestattet wurden. Die Semi-Custom-Tradition bedeutet, dass kein zwei Innenräume identisch sind, und ein Käufer oder Eigner, der das Layout umgestaltet, profitiert von Ta Yangs Toleranz gegenüber verschiebbaren Schotten.
Das Fazit
Die Tayana Vancouver 42 ist eine gut gebaute Fahrtenyacht auf See, deren seetüchtige Harris-Abstammung, eingegossener Eisenballast und die Flexibilität des Semi-Custom-Baus sie zu den leistungsfähigsten Blauwasser-Kuttern ihrer Ära machen. Der Kanuheck-Rumpf und der lange Flossenkiel belohnen geduldiges Langstreckensegeln statt Sprintregatten, und das Diamond-Stag-Rigg eliminiert ein häufiges Ärgernis beim Segeln mit kleiner Crew. Korrosion an den Teakdecks und an den Püttingen unter Deck sind die wichtigsten Punkte im Auge zu behalten, doch keine davon schmälert die grundlegende Solidität, die Cruising World dem Entwurf zuschreibt.
Vorteile
- Extrem seetüchtiger Kutter mit angenehmen Seeverhalten und einer Tragfähigkeit, die unter 45 Fuß selten ist
- Eingegossener Eisenballast in dicken Kielwänden; die Rumpf-Deck-Verbindung ist meist solide
- Das Diamantstag eliminiert Backstagen für ein einfacheres Handling des Riggs mit kleiner Crew
- Semi-Custom-Bauweise mit beweglichen Schotten und verschiedenen Cockpit-Konfigurationen
Nachteile
- Schwarze Kraftstofftanks rosten, wenn die Farbe beschädigt ist
- Teakdecks können Feuchtigkeit in den Kern ziehen
- Einige ältere Boote weisen unter Deck Korrosion an Püttingen und Bolzen auf





