Design und Konstruktion
Der Rumpf der Taswell 43 ist aus GFK mit einem Flossenkiel aus Eisen gefertigt. Für den Unterwasserschiffsbereich verwendete die Werft massives, handaufgelegtes GFK, während oberhalb des Ankers Balsaholz-Sandwichverstärkungen eingebaut wurden. Die benetzte Fläche beträgt etwa 656 Quadratfuß (ca. 60 m²). Der Flossenkiel sorgt für mehr Manövrierbarkeit auf Kosten der Stabilität, die eine Schwester mit Langkiel vor Anker zeigen würde. Das Ballast-Verdrängungs-Verhältnis des Bootes liefert ein aufrichtendes Moment, das leicht über dem Durchschnitt liegt, um Krängung zu vertragen. Das Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 187 bei einer Breite von 16,67 Fuß ergibt ein Längen-Breiten-Verhältnis (B/D) von 2,57 – ein deutlich geräumigerer Rumpf als bei fast allen zeitgenössischen Booten. Fachleute schätzen die hohe Bauqualität dieser Blauwasser-Segelboote als im Allgemeinen sehr gut bezeichnet. (1)
Rigg und Seeverhalten
Als mittelschwere Fahrtenyacht sind die Geschwindigkeit und die Höhe am Wind der Taswell 43 möglicherweise mit denen einer Valiant vergleichbar. Unter Motor bringt der typische Yanmar 4JH-HTE-Diesel mit 55 PS sie auf etwa 7 Knoten, und der 86-Gallonen-Tank ermöglicht lange Motorenfahrten. Der Flossenkiel hat je nach Beladung einen Tiefgang von 6,27 bis 6,57 Fuß, was das Ankern meist nur in großen Marinas zulässt. Die Decksanordnung funktioniert gut, außer im Cockpit, das recht eng und vertikal ziemlich hoch liegt; diese erhöhte Position führt bei Seegang zu einer schnelleren und stärkeren Rollbewegung, obwohl das kleine Cockpit für das Ankern als sicher für Seebecken angesehen wird, wenn es für geselliges Beisammensein nicht ausreicht. In der Deckssalon-Version gilt sie als hervorragende Yacht für anspruchsvolle Segelexpeditionen mit hervorragender Seetüchtigkeit. (1)
Unterbringung
Unter Deck besticht die Taswell 43 durch eine große Eignerkabine mit eigener Nasszelle, eine riesige U-förmige Pantry und einen luftigen Salon mit breiten Ausblicken nach achtern. Die Eignersuite im Achterschiff verfügt über eine Inselbett-Koje und eine separate Nasszelle mit separater Dusche, während eine Vorschiffskabine ihre eigene Nasszelle und Dusche bietet. Eine fast kreisförmige Steuerbord-Essnische und eine nach vorn gerichtete Navigationsstation an Steuerbord vervollständigen das Layout; bei einigen Aufteilungen gibt es zwei Kabinen mit Kojen und eine zweite Nasszelle im Bug. Die Raumaufteilung im Innenraum eignet sich hervorragend für Küstensegeln oder das Leben an Bord, und Ta Shing bot verschiedene Optionen zur Anpassung des Interieurs an. Der Platz unter Deck wird sehr effizient genutzt, um Wohnkomfort zu schaffen, was jedoch auf großzügigen Stauraum für sperrige Gegenstände verzichtet. (1)
Bekannte Schwachstellen
Bei diesen in Taiwan gebauten Booten ist das Teakdeck mit Schrauben durch ein Sperrholzsubstrat befestigt und hat eine begrenzte Lebensdauer. Es muss je nach Klima und Nutzung nach 15 bis 25 Jahren ausgetauscht werden, wobei im Tropenbereich mehr Wartung und Hitze unter den Füßen zu erwarten sind. Bei dieser Konstruktion wird vor einem Umbau fast sicher erhebliche Fäulnis im Sperrholz-Unterdeck auftreten, und das strukturelle Deck ist das Unterdeck – welches nicht inspiziert werden kann. Die Herstellerempfehlungen raten dringend davon ab, ein Exemplar mit Teakdeck für längere Blauwasserreisen zu kaufen, und die fehlende Stauraumkapazität macht die Boote für Langstrecken auf See völlig ungeeignet. Die frühen Entwürfe waren nicht für den Hochseeeinsatz geeignet, konnten jedoch so modifiziert werden, dass sie sich gegen viele zeitgenössische Konstruktionen recht gut schlugen; die bessere Hochsee-Konfiguration ging den späteren Modellen voraus, die als völlig ungeeignet für diese Aufgabe eingestuft wurden. (1)
Refits und Eignerschaft
Ein Käufer, der an Bord lebt oder Küstentörns macht, wird die Innenraumaufteilung ideal finden. Jeder mit Teak belegte Rumpf erfordert jedoch ein geplantes Budget für den Austausch des Decks im Zeitraum von 15 bis 25 Jahren sowie ein Gutachten, das sich auf das unsichtbare Unterdeck konzentriert. Der geringe Stauraum in der effizienten Aufteilung ist eher eine Eigenschaft als ein zu behebender Mangel, die darüber entscheidet, wie das Boot am besten genutzt wird. Die Wahl eines nicht-Teak-Decks oder eines bereits sanierten Decks erhöht die Hochseetauglichkeit des Bootes erheblich.
Das Fazit
Die Taswell 43 ist eine durchdacht konstruierte Dixon-Fahrtenyacht, deren Volumen und Bauqualität das Leben an Bord und Küstenfahrten hervorragend unterstützen, während ihre Plicht und ihr Decksaufbau klare Grenzen für den Hochseeeinsatz setzen. Sie belohnt Eigner, die Raum und solide Bauweise über ein gemütliches Cockpit und langfristige Autarkie auf See stellen.
Vorteile
- Großer, effizienter Innenraum mit Eignersuite, Vorschiffskabine und riesiger Pantry
- Solide GFK-Konstruktion mit leicht überdurchschnittlichem aufrichtendem Moment
- Manövrierfähiger Flossenkiel und solide Seetüchtigkeit im Deckssalon-Format
Nachteile
- Teakdecks über verrottetem Sperrholz, das verdeckt und unkontrollierbar ist; ungeeignet für Langstrecken auf See
- Enge, hohe Plicht – ungünstig für geselliges Beisammensein und begünstigt ein starkes Rollen
- Geringer Stauraum im Innenraum schränkt die Eignung für Langstreckenfahrten ein










