Design und Konstruktion
Scott Sprague übernahm nach dem Weggang von Harwood Ives die Position des Chefdesigners bei Hans Christian, und die Christina 43 spiegelt die spätere Designrichtung der Marke unter seiner Leitung wider. Rumpf und Deck bestehen aus massivem GFK, und ein 378-Liter-Edelstahltank fasst den Diesel. Ihr Ballast-Verdrängungs-Verhältnis liegt bei 36 Prozent, was bei einer Verdrängung zu einem DL-Verhältnis von 317 führt, während das Verhältnis von Länge zu Breite bei 3,23 auf einer Breite von 13,36 Fuß liegt. Der Kiel ist ein Flossenkiel mit einem Tiefgang von 6,50 bis 6,80 Fuß, wobei der tatsächliche Tiefgang durch Last zwischen diesen Werten schwankt, und die benetzte Fläche misst etwa 48 m² (516 ft²). Das Immersionsverhältnis von rund 1.628 Pfund pro Zoll gibt Aufschluss darüber, wie tief sie im Wasser liegt und wie stark sie sich mit Proviant trimmt. Ein Kenterungsverhältnis von 1,70 und eine Komfort-Ratio von 39,9 ordnen sie fest in die Kategorie der stabilen, seegängigen Fahrtenyachten ein, fernab des lebhaften Regattaspekts. (1)
Rigg und Handhabung
Das Kutterrigg verfügt über ein präzises Maß an laufendem Gut: Die Schoten von Fock und Genua werden mit einer Länge von 43 Fuß und einem Durchmesser von 5/8 Zoll geschätzt, die Großschot ist 107,5 Fuß lang und die Spinnakerschot misst 94,6 Fuß – alle mit demselben Maß von 5/8 Zoll. Diese Längen sind wichtig, wenn man ein Boot neu aufrüstet oder verschlissene Leinen ersetzt. Unter Motor kann die Christina 43 mit einem Yanmar 4JH2-TE-Diesel mit 57 PS über einen Wellenantrieb ausgestattet sein. Die berechnete Höchstgeschwindigkeit liegt bei etwa 6,0 Knoten, während der theoretische Rumpfgeschwindigkeitsgrenzwert für einen Verdrängerrumpf dieser Länge bei 7,9 Knoten liegt – ein Unterschied, der eher auf ihr Volumen und ihren Ballast als auf Sprinteigenschaften hinweist.
Unterbringung
Unter Deck ist die Christina 43 mit drei Kabinen und sechs Kojen um einen Teak-Innenraum herum aufgeteilt – eine Materialwahl, die typisch für Fahrtenyachten dieser Ära war. Die Pantry ist Teil der Standardausstattung. Das Frischwasservolumen beträgt 150 US-Gallonen, ergänzt durch eine separate Wassertankkapazität von 34 Gallonen. Dies sind großzügige Zahlen, die längere autarke Törns ermöglichen. Der Teak-Innenausbau und die Kabinenzahl zeugen von einem Boot, das für das Wohnen an Bord und eine größere Crew gebaut wurde, nicht für eine minimalistische Regatta-/Fahrtenyacht.
Das Fazit
Die Christina 43 ist eine speziell für den Hochseeeinsatz gebaute Fahrtenyacht mit den entsprechenden Kennzahlen und Zertifizierungen: CE-Klasse A für Hochseebereich, ein angenehmes Seeverhalten und Tanks, die für lange Törns dimensioniert sind. Sie ist eine schwere, breite, solide gebaute GFK-Fahrtenyacht, deren Designstammbaum bis zu Spragues Zeit bei Hans Christian zurückreicht. Der Kompromiss liegt in einer mäßigen Segelgeschwindigkeit und einem tiefen Flossenkiel, der sorgfältiges Ankerstellen erfordert.
Vorteile
- CE-Klasse A (Hochsee) für den Einsatz auf See
- Solider GFK-Rumpf und Deck mit Edelstahl-Kraftstofftank
- Großzügige Kapazitäten von 150 Gallonen Frischwasser und 34 Gallonen Brauchwasser
- Gute Seetüchtigkeit, belegt durch ein Kenterungsverhältnis von 1,70 und eine Komfort-Ratio von 39,9
Nachteile
- Berechnete Höchstgeschwindigkeit unter Motor von nur 6,0 Knoten
- Der Tiefgang des Flossenkiels von 6,50–6,80 Fuß schränkt den Zugang zu flachen Ankerplätzen ein
- Die hohe Verdrängung (D/L-Verhältnis 317) begünstigt Langstreckenfahrten auf Kosten der Agilität










