Design und Konstruktion
Die Sirius 31 ist auf einem massiven, handaufgelegten GFK-Rumpf gebaut, wobei das Deck teilweise mit Balsaholzkern versehen ist, aber im Bereich der wichtigen Öffnungen für Takelage und Decksbeschläge sowie Anker fest ist. Ein schwimmendes Teakdeck liegt über dieser Struktur und wird durch eine feste Windschutzscheibe ergänzt, die im Vorschiff echten Schutz bietet. Das markanteste Unterwassermerkmal der Yacht ist ein Hügel in den Linien direkt vor dem ausgeprägten Skeg – eine Form, die der Designer von Walen übernommen hat, um ein stabiles Ankerfall zu fördern. Es gibt keinen inneren GFK-Schalenmantel, sodass sich jede beginnende Undichtigkeit frühzeitig zeigt und nicht hinter Innenschalenplatten versteckt bleibt. Die Bauqualität ist sehr solide, und die Holzarbeiten sind überall von hoher Qualität, von den Details der Plicht bis hin zu den dunklen Teakholz-Wandverkleidungen unter Deck. (1)
Geschichte und Produktion
Nachdem die ersten drei Rümpfe mit dem Kimmdeck gebaut worden waren, verzögerte ein Ölpreisschock im Jahr 1979 die Arbeiten; die Produktion lief dann von den frühen 1980er Jahren bis 1991. In dieser Rumpfform wurden rund 170 Boote fertiggestellt, davon etwa 70 in der ursprünglichen Konfiguration. Eine Deckssalon-Version, die denselben Rumpf nutzte, erschien später und erwies sich als beliebt. Die meisten Boote sind mit einem Bleikiel ausgestattet, obwohl anfangs kurzzeitig auch GFK-Kiele verwendet wurden – bereits damals epoxidharzbeschichtet. (1)
Rigg und Seeverhalten
Die Sirius 31 ist eine Masttoppslup mit einem 13,0 m hohen Mast, einem Großsegel von 21,5 m² und einer Genua I von 29,9 m² sowie der Option für einen Gennaker oder Spinnaker von 70 m². Sie wurde in drei Tiefgangsvarianten angeboten: als Festkielboot mit 1,65 m Tiefgang, als Flachkiel-Version mit 1,35 m Tiefgang und als Ballastschwert mit einem Schwingschwert von 0,9 bis 2,1 m Tiefgang. Mit knapp unter 4,3 Segellast gilt sie als relativ schweres Fahrtenboot. Dennoch berichten Eigner, dass sie bereits bei 3 Beaufort Wind in Fahrt kommt und dann auch bei höherem Wind sehr gut und stabil segelt, während sie im Anker sehr komfortabel mit den Wellen umgeht. Das Skeg verleiht ihr eine bemerkenswerte Stabilität, obwohl zeitgenössische Beobachter feststellten, dass sich das Ruder etwas unhandlich anfühlt. Alle Steuerleinen sind nach hinten in die tiefe, gut geschützte Plicht geführt. (1)
Unterbringung
Unter Deck zeigt die Sirius 31 überall wunderschön verarbeiteten Holz, das im klassischen Salon-Stil um einen großen zentralen Tisch herum angeordnet ist. Lange Plexiglasscheiben beleuchteten ursprünglich den Innenraum; die Werft ersetzte sie später durch drei ovale Fenster mit Aluminiumrahmen, obwohl das frühere Glas bei einigen Booten noch zu finden ist. Feste Türen ersetzen lose Schotten, und eine ausziehbare Waschschüssel nutzt den kompakten Raum der Nasszelle praktisch. Über der Steuerbord-Kojenbank eignet sich ein ausziehbarer Navigationstisch für die Arbeit mit Paperkarten. Die Niedergangsstufen lassen sich hochklappen, um den Volvo 2002 mit Doppelkreiskühlung freizulegen. Die Aufteilung ist gut durchdacht, auch wenn die Durchgänge etwas dunkel wirken.
Bekannte Schwachstellen
Osmose ist bei diesem Entwurf kein Problem, und die Boote sind dafür nicht bekannt. Das Teakdeck erfordert jedoch eine sorgfältige Inspektion – es ist oft sehr alt und kann Schaden nehmen, wenn es vernachlässigt wird. Vorbesitzer, die später Öffnungen durch das Sandwichdeck mit Balsaholzkern gebohrt haben, haben möglicherweise schlecht abgedichtete Durchführungen hinterlassen, was zu Leckagen führen kann. Alte Fenster mit Schraubenbeschlägen können undichten, und bei den Versionen mit Schwert sollte die Funktion des Schwerts überprüft werden.
Refits und Eignerschaft
Die Werft bot auf Wunsch der Eigner ein Heckverlängerungspaket als Nachrüstkit an, das auch heute noch direkt ab der Werft erhältlich ist. Diese Verlängerung integriert eine Badeleiter mit Sitzbank, dämpfte den Motorlärm und verbesserte die Stellung des Ankers unter Motor. Da die ursprüngliche Werft noch existiert, bleiben Ersatzteillieferungen und Reparaturen für Eigner praktisch unkompliziert. (1)
Das Fazit
Die Sirius 31 ist eine sehr solide, harmonische Fahrtenyacht mit vielen Stärken und wenigen echten Schwächen. Sie belohnt Segler, die eine zugängliche Bauweise, durchdachte Aufteilung und ein stabiles Seeverhalten über reine Regatta-Leistung stellen.
Vorteile
- Ungewöhnlicher, walen inspirierter Rumpfknick für kontrollierte Stallzustände und stabilitätsfördernde Skegeigenschaften
- Solider, handverlegter Rumpf ohne Innenschale, die Probleme verdecken könnte
- Hochwertiger Holzausbau mit praktischen, ausziehbaren Beschlägen
- Deckssalon- und Heckverlängerungs-Optionen werden von der Werft unterstützt
Nachteile
- Teakdeck und die alten verschraubten Fenster erfordern eine sorgfältige Inspektion
- Das Ruder wird als etwas unhandlich beschrieben
- Die Innenraumwege wirken etwas dunkel









