Design und Konstruktion
Der Rumpf ist im Werftbetrieb handaufgelegtes GFK, während das Deck teilweise eine Sandwichkonstruktion mit Balsakern und handaufgelegtem GRP ist, ebenfalls im Werftbetrieb gebaut. Die Werft liefert spezifizierte Bootsbauharze und ISO-Gelcoat-Lizenzen zusammen mit Sackleinenmatte und Glasgewebe, und die Unterwasserseite wird mit Epoxid-Grundierung, Antifouling, Deckslackierung und einer zusätzlichen Wasserlinienleiste in der vom Eigner gewählten Farbe versehen. Der Bleikiel wiegt 2.300 kg und ist mit acht Edelstahl-M20-Bolzen durchgebolzt in laminierten Stahlbodenverstärkungen – ein solides Befestigungskonzept für ein Boot von 13.000 Pfund. Ein massives 10-mm-Teakdeck ist über Niedergang, Oberdeck, Süllrand und Cockpit verklebt und teilweise verschraubt. (1)
Rigg und Handhabung
Die Sirius 32 DS ist als Masttoppslup mit Standard-Großsegel und Selbstwendefock getakelt, und der Segelplan wird durch eine Genua, einen Rollgennaker und einen Rolldrifter ergänzt. Das Rigg selbst umfasst Vorstag, Achterstag, zwei Oberwanten, vier Unterwanten, zwei Fockfall und ein Großfall, wobei der Großbaum ein Einleinen-Reffsystem im Baum für das erste und zweite Reff trägt. Alle Fallen, Reffleinen und Taljen sind über Fallstopper in die Plicht geführt, und es ist eine einzelne Selbstholer-Winsch installiert. Die Steuerung erfolgt über einen durchgehenden V4A-Schaft, der in einem vollständigen Skeg geführt und von vier Polyamid-Buchsen gestützt wird. Das Ruder ist halb auf dem Skeg aufgehängt und wird über eine mehrschichtige Holzpinne bedient. Eine innere Steuerposition bietet eine Radsteuerung mit Bergeschutz, und sowohl dort als auch in der Plicht ist eine Einhebel-Throttle vorhanden.
Unterbringung
Unter Deck bietet der Deckssalon dem Boot ungewöhnlich viel Volumen für seine Länge. Unter den Bodenbrettern der Kabine öffnen sich riesige Stauraumgelegenheiten. Die Plicht selbst verfügt über einen Teak-Boden und -Bänke, zwei Bilgenpumpen, drei Staufächer, eine Gasbox für zwei 5 kg Flaschen und zwei große Backskisten mit insgesamt 2.000 Litern Fassungsvermögen. Die Pantry beherbergt einen zweiflammigen, halbbeweglichen Gasherd mit Backofen, einen 49-Liter-Kühlschrank mit Kühlbox, eine Edelstahl-Doppelspüle und ein Druckwassersystem, ergänzt durch Schubladen, untere Schränke und tiefe Regale, die für Kisten dimensioniert sind. Die Nasszelle verfügt über eine große Waschschüssel, eine manuelle Bordtoilette, einen Abwassertank von mindestens 70 Litern mit Überlässe und eine Schottluke über die gesamte Breite. Die Polster bestehen aus 10 cm Schaumstoff und sind ergonomisch geformt. Ein über 100 Liter fassender V4A-Wassertank und ein über 100 Liter fassender V4A-Dieseltank verfügen beide über Displays, und das Boot ist mit einem 21-kW-Volvo-Saildrive mit klappbarem Propeller und doppelter Kühlung ausgestattet. (2)
Bekannte Schwachstellen
Einige Tests zeigten eine praktische Einschränkung auf: Der Deckssalon versperrt unter Segel die Sicht nach vorn. (2)
Das Fazit
Die Sirius 32 DS ist eine durchdacht konstruierte kleine Fahrtenyacht für den Hochseebereich, deren Deckssalon-Konfiguration und tiefer Bodenstauraum sie von ihren 32-Fuß-Pendants abheben. Der durchgebolzte Bleikiel, die hausgemachte Rumpfform und die CE-Zertifizierung für Hochseeyachten zeugen von einer soliden Bauweise, während die Selbstwendefock und die im Cockpit zusammenlaufenden Leinen das Segeln mit kleiner Crew erleichtern. Die Sichtlinie des Deckssalons ist der einzige spürbare Kompromiss.
Vorteile
- CE-Kategorie A für Hochsee auf einem 32-Fuß-Rumpf
- Bleikiel durchgebolzt mit acht M20-Bolzen in stahlverstärkten Bodenwrangen
- Selbstwendefock mit allen Fallen und Reffleinen, die in die Plicht geführt sind
- Außergewöhnlicher Stauraum unter den Bodenbrettern, der von der Kabine aus zugänglich ist
Nachteile
- Eingeschränkte Sicht vom Deckssalon beim Segeln









