Design und Konstruktion
Der Rumpf ist aus handaufgelegtem GFK gefertigt, das von drei Vierteln einer Zoll im Bereich von Kiel und Bilge bis zu einer halben Zoll über der Wasserlinie verjüngt ist, wobei das Deck als Sandwich aus Bootsbausperrholz konstruiert wurde. Die Rumpf-Deck-Verbindung ist eine Nut-Feder-Verbindung, die durchgebolzt und einlaminiert ist – eine Methode, die eine strukturell kontinuierliche Schergrenze ergibt. Ein langer Flossenkiel mit abgeschrägtem Vorfuß und Heckstück trägt 10.000 Pfund eingegossenen Bleiballast bei einer Verdrängung von 30.000 Pfund, was zu einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 33 Prozent führt, was die 44 in die Klasse der leichten bis moderaten Verdränger einordnet. Der weitgehend abgeschrägte Vorfuß reduziert die benetzte Fläche, und ein vollwertiger, angeformter Skeg stützt ein vollständig skeggesteuertes Ruder, wobei der Propeller in einer Öffnung zwischen Skeg und Ruder für vollständigen Schutz montiert ist. Ein neun Fuß langer Propellerwellenlagerdurchgang führt durch zwei kugelgelagerte Lagerschalen. Das Kajütdach ist überraschend flach, was das Gewicht niedrig hält, und das Boot zeigt einen feinen Vorschiffseintritt mit einem Weinglas-förmigen Spiegel. (1)
Rigg und Handhabung
Die 44 ist mit einem Kutterrigg mit zwei Salingen und durchgestecktem Kiel ausgestattet und verträgt bis zu 93 m² Segelfläche (1.011 Quadratfuß). Die Boote wurden standardmäßig mit Lewmar #28-Großsegeln und einer manuellen Ankerwinde geliefert, und jede Yacht erhielt werksseitig installierte Bugrollen. Unter Segeln ist die Peterson leicht zu handhaben, und mit einer theoretischen Rumpfgeschwindigkeit von 8,3 Knoten sind Tagestouren von 180 Seemeilen durchaus machbar. Eigner berichten, dass das Beidrehen mit gerefftem Großsegel und gesetztem Stagsegel die bevorzugte Strategie bei schwerem Wetter ist, und ein Servo-Pendel-Windruder übernimmt die Steuerarbeit, sobald das Boot aufgetakelt ist. (2)
Unterbringung
Die Mittelpflicht ist mit 1,98 m Länge und 2,29 m Breite großzügig dimensioniert und bietet Platz für eine vollwertige Sprayhood und ein Bimini. Zwei Niedergänge sind jeweils durch Brückendecks geschützt. Im Vorschiff bietet eine traditionelle V-Koje reichlich Stauraum entlang des Rumpfes sowie Zugang zu einer vorderen Nasszelle mit Dusche. Der Salon verfügt über eine gerade Sitzecke an Steuerbord und eine echte Dinette mit zwei Sitzbänken und einem Tisch an Backbord. Eine vollwertige U-förmige Pantry befindet sich an Backbord nahe der Mittellinie und bietet einen großen Gefrierschrank unter den Niedergangsstufen, einen Herd und eine doppelte Edelstahlspüle nahe der Mittellinie; gegenüber an Steuerbord steht eine große, nach vorn gerichtete Navigationsecke. Der Durchgang nach achtern zur Eignerkabine liegt direkt hinter der Navigationsecke auf der Steuerbordseite und erfordert eine leichte Verbeugung. Die Achterkabine verfügt über eine große Kojenmitte auf der Mittellinie, eine separate Nasszelle mit Dusche sowie ihre eigene Schiebeluke und Niedergang zur Plicht. Der Innenraum ist mit Teakholz und einem Teak-und-Esche-Boden ausgestattet. Die Belüftung umfasst drei Luken und sechs Öffnungsluken für die Hauptkabine sowie vier Luken und zwei Luken für die Achterkabine, insgesamt also drei Bullaugen mit Gittern (Dorades) und zehn klappbare Bronzeluken. Das Drei-Kabinen-Layout bietet Platz für sieben Personen.
Bekannte Schwachstellen
Die eigentliche Schwachstelle der 44 ist das Kraftstoffsystem: Die Tanks bestehen aus schwarzem Eisen und haben im Laufe der Zeit unter wiederholten Rissen und Leckagen gelitten. Viele Eigner haben die Kraftstofftanks komplett ersetzt, mussten dazu jedoch den Bodenbretter aufschneiden. Einige Eigner berichten zudem von Rissen und Leckagen bei ihren Edelstahl-Wassertanks, die aus vier separaten Einheiten mit je 500 Litern (132 Gallonen) bestehen.
Refits und Eignerschaft
Der ursprüngliche Antrieb bestand aus einem 62 PS starken Perkins 4-152 Diesel, obwohl einige Boote mit 80 PS starken Ford Lehman Dieselmotoren und andere mit Westerbeke- oder Lehman-Motoren im Bereich von 54–62 PS ausgeliefert wurden; der Maschinenraum ist separat unter dem Boden des Mittelcockpits an Backbord untergebracht. Teakdecks wurden als Werftoption angeboten. Angesichts der Geschichte der Kraftstofftanks sollte jeder Käufer ein Budget für einen eventuellen Bodenabschnittschnitt und die Sanierung der Tanks einplanen.
Das Fazit
Die Peterson 44 ist eine sorgfältig konstruierte Blauwasser-Ketsch mit moderater Verdrängung, einem geschützten Propeller, einem Skeg-aufgehängten Ruder und einer praktischen Drei-Kabinen-Aufteilung, die auch für lange Reisen geeignet ist. Die bekannten Schwachstellen bei den Tanks sind ernst, aber beherrschbar, und das Segelprofil des Bootes bleibt gutmütig und leistungsfähig.
Vorteile
- Handaufgelegter, verjüngter GFK-Rumpf mit durchgebolztem, einlaminiertem Rumpf-Deck-Verbindungsbereich
- Eingegossener Bleiballast in einem ausgeschnittenen Flossenkiel mit geschütztem Propeller und Skeg-Ruder
- Geräumiges Drei-Kabinen-Interieur mit separatem Zugang zur Achterkabine und tiefem Mittelcockpit
- Leichtgängige Ruderpinne und hervorragende Segeleigenschaften, wodurch Tagestouren von 180 Meilen machbar sind
Nachteile
- Schwarze Kraftstofftanks, die anfällig für Risse und Lecks sind und oft den Ausbau des Bodenbretts erfordern
- Bei einigen Eignern berichtete Risse und Lecks an den Edelstahl-Wassertanks









