Design und Konstruktion
Wellington Boats Inc. entschied sich für massives GFK sowohl für Rumpf als auch für Deck. Der Rumpf selbst trägt einen Bleiballast von 10.000 Pfund bei einer Verdrängung von 28.000 Pfund – ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis (B/D) von 36 Prozent, das sie mit einem Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 242 eher als schwere, volumenorientierte Fahrtenyacht denn als leichten Regattakreuzer kennzeichnet. Die Schwertkonstruktion ist der entscheidende Kompromiss des Entwurfs: Bei aufgeholtem Schwert reduziert sich der Tiefgang auf etwa 4,25 Fuß, und die Werftangaben zufolge kann sie bei beladenem Tiefgang von nur 4,27 bis 4,57 Fuß je nach Beladung in flache Marinas gleiten, während das abgesenkte Schwert den Tiefgang auf 8,67 Fuß vergrößert, um für Hochseestabilität zu sorgen. Ihr Längen-Breiten-Verhältnis (L/B) von 3,26 und eine Breite von 13,5 Fuß verleihen ihr das Innenraumvolumen, das man von einer 44-Fuß-Fahrtenyacht erwarten würde. Das Absenkungsvermögen von rund 1.750 Pfund pro Zoll bedeutet, dass sie schwer auf dem Wasser liegt und unter Last nur langsam ihren Trimm verändert. (1)
Rigg und Handhabung
Das Kutterrigg trägt eine geschätzte Segelfläche von 970 Quadratfuß, und das Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis liegt bei 17,6 mit dem ISO-Referenzsegel, steigt aber auf 21,3 mit einer 135-prozentigen Genua – ein spürbarer Sprung, der zeigt, dass das Boot dafür konzipiert wurde, mit überlappenden Vorsegeln bei leichtem Wind gesegelt zu werden. Ihre Fallen und Steuerleinen folgen einem konsistenten Muster: Die Fallen von Großsegel, Fock/Genua und Spinnaker sind alle auf 40,1 Meter bei einem Durchmesser von 14 mm geschätzt, während die Schoten 16 mm haben, wobei die Großschot mit 33,5 Metern die längste und die Spinnakerschoten mit 29,5 Metern die kürzeste sind. Das Kenterungsverhältnis von 1,78 und die Komfort-Ratio von 34,2 liegen beide im Bereich, den man mit einem stabilen, seegütigen Rumpf assoziiert, und die theoretische Verdrängungs-Rumpf-Geschwindigkeit von 8,2 Knoten positioniert sie als Boot, das einen soliden Marschtempo beibehält, ohne zum Surfen gezwungen zu werden.
Unterbringung
Die Länge von 44 Fuß bei einer Wasserlinienlänge von 37,25 Fuß gepaart mit der Breite von 13,5 Fuß verleiht der Wellington 44 den geräumigen Innenraum, den man von einer großen Fahrtenyacht ihrer Ära erwarten würde. Eine benetzte Fläche von etwa 613 Quadratfuß ist die physische Konsequenz dieses Volumens – ein Kompromiss, den man für die großzügige Aufteilung im Innenraum und die Kapazitäten von jeweils 175 Gallonen für Wasser und Diesel eingeht, was längere autarke Törns ermöglicht. Der Schwertkasten beansprucht zwangsläufig einen Teil des Bodens im Salon, aber die Form des Knickkiels sorgt dafür, dass die Wohnfläche dort breit bleibt, wo es zählt.
Refits und Eignerschaft
Die Produktion begann 1970, und die lange Lebensdauer des Bootes bedeutet, dass viele überlebende Exemplare im Laufe der Jahrzehnte ihre Takelage und Systeme aufgefrischt haben. Die Standardmaße für Fallen und Schoten des Kutterriggs geben dem Eigner eine klare Referenz bei der Erneuerung verschlissener Leinen. Der 80 PS starke Ford Lehman-Diesel – der einzige Motor, der getragen wird – ist die Art von Einheit, um die spätere Eigner ihre Verbraucherelektrik aufgerüstet haben.
Das Fazit
Die Wellington 44 ist eine durchdacht konstruierte schwere Fahrtenyacht, deren Schwertrumpf es ihr ermöglicht, sowohl flache Buchten als auch offene Ozeane zu befahren, ohne das Boot wechseln zu müssen. Ihre Kennzahlen beschreiben eine solide, komfortable Langstrecken-Fahrtenyacht und kein schnelles Regattaboot, und das Kutterrigg belohnt traditionelles Segelhandwerk.
Vorteile
- Der Schwertkiel bietet einen geringen Tiefgang von 4,25 Fuß und einen tiefen Tiefgang von 8,67 Fuß in einem einzigen Rumpf
- Das hohe Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 36 Prozent und das Kenterungsverhältnis von 1,78 kennzeichnen sie als stabile Fahrtenyacht für den Offshore-Einsatz
- Große Volumina dank einer LOA von 44 Fuß und einer Breite von 13,5 Fuß mit jeweils 175 Gallonen Tankkapazität für Wasser und Kraftstoff
Nachteile
- Hohes Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) (242) und eine große benetzte Fläche von 613 ft² begrenzen die Beschleunigung bei leichtem Wind
- Das Kutterrigg mit traditionellen Schoten und Fallen erfordert mehr aktive Segelhandhabung als ein Rollfock-Slup











