Design und Konstruktion
Die 422 wurde von Pearson Yachts in Portsmouth, Rhode Island, gebaut. Ihr massiver GFK-Rumpf trägt einen Bleiballast von rund 7.600 Pfund bei einer Verdrängung von fast 21.000 Pfund. Mit einer Breite von 13 Fuß und einer Wasserlinienlänge von 33,67 Fuß bietet sie das Volumen einer ernsthaften Fahrtenyacht. Der Flossenkiel und das Skeg-aufgehängte Ruder sorgen für agile Leistung und hervorragenden Schutz – eine Aufteilung, die sich perfekt für die dokumentierten Ozeanüberquerungen des Bootes eignet. Die gut isolierte Maschinenraum ist groß genug für eine Klimaanlage und einen Hilfsgenerator, und die Backskisten sind mit Zeder ausgekleidet – Details, die zeigen, dass sich die Werft sowohl um die Isolierung der Maschinen als auch um den Stauraum kümmert. (1)
Rigg und Handhabung
Als Slup, Kutter oder Ketsch erhältlich, lässt sich die 422 so auf den Segler zugeschnitten kaufen, dass das Segelplan dem Crew-Size und den Ambitionen entspricht. Die Ketsch-Konfiguration reduziert die Lasten im Baum und erleichtert das Reffen bei schwerem Wetter. Ihr geteiltes Segelplan ermöglicht ein einfacheres Handling mit kleiner Crew und eine ausgewogene Kraftverteilung, obwohl Ketschen eine begrenzte Werftoption waren und seltener als die Standard-Kutter- oder Slup-Versionen gebaut wurden. Die meisten Rümpfe waren Kutter oder Slups; schätzungsweise wurden nur vier bis sechs Ketschen produziert. Unter Segeln zeigt das Boot überraschende Geschwindigkeiten, wobei 6–7 Knoten typisch sind. Die 270°-Plicht dient als effiziente Kommandozentrale mit klappbaren Sitzstufen für bequemen Zugang vom Deck und einer nach achtern gerichteten Bank, die in das Ende des Kajütaufbaus eingegossen ist.
Unterbringung
Unter Deck setzt die 422 auf Komfort mit einem luxuriösen Teak-Innenausbau, einer privaten Queen-Koje in der Achterkabine und reichlich Stauraum. Zwei Kabinen mit Doppelkojen verfügen jeweils über eine eigene Nasszelle mit Dusche, und ein durchgehender Raum mit voller Stehhöhe verbindet die Bereiche – eine Aufteilung, die die Privatsphäre bietet, um die Shaw das Design konstruiert hat. Die mit Zeder ausgekleideten Schränke und der großzügige Stauraum eigneten sich hervorragend für das dauerhafte Wohnen an Bord, und die Mittelcockpit-Anordnung platziert den Rudergänger über der Achterkabine, wodurch die Schlafbereiche vom Arbeitsdeck getrennt sind.
Eignerschaft und Unterstützung
Etwa 39 Rümpfe wurden während einer Produktionsphase fertiggestellt, die von 1983 bis 1987 andauerte – eine kurze Zeitspanne, die die letzten Jahre von Pearson vor der Schließung im Jahr 1986 angesichts branchenspezifischer Herausforderungen widerspiegelt. Aktive Unterstützung findet man über das Pearson Yachts Eignerportal und die Foren der Pearson 422/424, wo die enge Verwandtschaft der Rümpfe zwischen 422 und 424 bei der Wissensaustausch und Teildiskussionen zu Gute kommt. Das Modell wurde in Tests für seine Mischung aus klassischen Linien und modernen Annehmlichkeiten gelobt und spricht traditionelle Fahrtensegler an, die Vielseitigkeit suchen.
Das Fazit
Die Pearson 422 ist ein durchdacht weiterentwickeltes Shaw-Design, das den bewährten 424-Rumpf in eine private, seetüchtige Mittelcockpit-Fahrtenyacht überträgt. Die geringe Stückzahl macht sie zu einem seltenen Fund, aber die Bauqualität des Bootes, die Wohnverhältnisse und die Unterstützung der Eignergemeinschaft machen sie zu einer soliden Blauwasser-Kandidatin für alle, die Wert auf Privatsphäre und die Option eines geteilten Riggs legen.
Vorteile
- Teilt sich den bewährten 424-Rumpf mit der Privatsphäre eines Mittelcockpits und zwei eigenen Kabinen
- Die Ketschoption reduziert die Lasten auf dem Baum und erleichtert das Handling bei schwerem Wetter mit kleiner Crew
- Die gut isolierte Maschinenraum bietet Platz für Generator und Klimaanlage
- Bewährte Hochseepassagen und ein aktives Netzwerk von Eignern
Nachteile
- Sehr kleine Produktionszahl begrenzt das Angebot auf dem Gebrauchtbootmarkt
- Das Ketsch-Rigg war eine seltene Werftoption mit geringer Stückzahl








