Design und Konstruktion
Capital Yachts baute die Newport 33 in den Vereinigten Staaten als GFK-Rumpf mit Holzverzierungen, ausgestattet mit einem festen Flossenkiel und einem intern montierten Spatenruder-Anker. Die erfasste Verdrängung liegt bei knapp unter 9.500 Pfund, wobei etwa 4.000 Pfund Ballast für ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 42,11 sorgen, und das Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) liegt bei 215,47 – Werte, die das Boot fest in der Kategorie der Fahrtenyachten mit moderater Dichte statt auf der leichten, nervösen Seite des Spektrums platzieren. Gary Muls Hand ist in den Proportionen zu erkennen: Eine Breite von 10,83 Fuß und ein maximaler Tiefgang von 5,18 Fuß verleihen ihr eine stabile Basis, ohne tiefgehende Ankerplätze zu erfordern. Die Kombination aus Flossenkiel und Spatenruder ist dieselbe Grundkonfiguration, die Mull nutzte, um die Newport 30 zu einem markanten Schritt in der Evolution der Marke zu machen, und die 33 verfeinert diese Linie mit mehr Breite und einer längeren Wasserlinie. (1)
Rigg und Handhabung
Die Newport 33 ist als Masttoppslup mit einer Masthöhe von 11,28 Metern und einer angegebenen Gesamtsegelfläche von etwa 466 Quadratfuß ausgestattet, aufgeteilt auf ein Großsegel von 190 Quadratfuß und ein Vorsegeldreieck von 276 Quadratfuß. Mit einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von 16,68 ist sie für ihr Gewicht gut genug besegelt, aber nicht überproportional getakelt. Das Kenterungsverhältnis von 2,05 und die Komfort-Ratio von 21,35 beschreiben ein Boot, das für ruhiges Küstensegeln gebaut wurde und weniger für das Überleben auf See. Das Basismodell hatte eine durchschnittliche PHRF-Schwäche von 159 Anker, während die SD-Variante im Durchschnitt 174 erreichte und das PH-Modell mit Pilot House zwischen 150 und 168 lag – ein nützlicher Kontext, der zeigt, dass das Standardboot seinerzeit ein stets schneller Regattaboot in den Clubs war. Das Spatenruder und der Flossenkiel verleihen ihr die Manövrierbarkeit, die man von dieser Bootsklasse erwartet, und die moderate Breite sorgt dafür, dass die Bewegungen im Seegang nicht unangenehm werden. (1)
Unterbringung und Varianten
Zur Standard-Newport 33 kam eine PH-Variante mit einer Pilothouse-Kabine hinzu, die auch die größte PHRF-Spanne der gesamten Linie aufwies. Darüber hinaus taucht die Bezeichnung SD in den Regatta-Ergebnissen als eigenständiges Sub-Modell auf, obwohl die Quellen es nur anhand seiner Handicap-Zahlen und nicht anhand von Unterschieden im Equipment beschreiben. Die Holzverkleidung, die im Baubericht erwähnt wird, ist das einzige Hinweis auf Materialien im Innenraum, das die Dokumentation liefert. Die Länge des Bootes von 33 Fuß bei einer Wasserlinienlänge von 27 Fuß gab Mull genügend Raum, um unter Deck eine herkömmliche Mittelgrößen-Fahrtenyacht ohne die Kompromisse des kürzeren Vorgängers Newport 30 zu gestalten.
Das Fazit
Die Newport 33 ist eine unkomplizierte von Mull entworfene Regatta-/Fahrtenyacht, die sich direkt aus der Newport 30 entwickelte und unter Capital Yachts über einen 25-jährigen Produktionszeitraum verfügte. Ihre moderate Verdrängung, ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 42 Prozent und das Masttoppslup-Rigg machen sie zu einer berechenbaren Fahrtenyacht für Küstenreviere mit Regatta-Potenzial, und die Verfügbarkeit einer Pilotenhaus-Variante erweiterte ihre Attraktivität.
Vorteile
- Direkte Weiterentwicklung von Muls bewährter Newport 30 mit längerer Wasserlinie und größerer Breite
- Mäßige Verdrängung von 9.500 Pfund mit 42 Prozent Ballastanteil für stabiles Seeverhalten im Küstenbereich
- Masttoppslup-Rigg mit 466 Quadratfuß Segelfläche und einem durchschnittlichen PHRF-Wert von 159 in der Basisversion
- Bietet sich als Standardboot und als PH-Variante mit erhöhtem Steuerhaus für geschützte Reviere an
Nachteile
- Das Spatenruder und der Flossenkiel schränken die Eignung für anspruchsvolle Offshore-Einsätze ein, obwohl das Kenterungsverhältnis beruhigend ist
- Die Komfort-Ratio von 21,35 ordnet sie unter reinen Langstrecken-Entwürfen ein










