Design und Konstruktion
Lönngrens Halbtonner ist mit einem Flossenkiel aus Blei sowie einem soliden GFK-Rumpf und Deck ausgestattet – ein unkompliziertes Verbundwerkstoff-Laminat, das eine sorgfältige Inspektion belohnt und keine Ausreden duldet. Der Tiefgangsbereich von 5,77 bis 6,07 Fuß variiert je nach Beladung, und das Verdrängungsverhältnis von etwa 904 Pfund pro Zoll zeigt, wie wenig Wasser die Yacht benötigt, um ihren Trimm zu verändern. Ein Kenterungsverhältnis von 1,97 und eine Komfort-Ratio von 19,5 ordnen sie fest in die Kategorie der lebendigen, seegütigen „Regelbrecher“ der späten 1970er Jahre ein – fernab schwerer Fahrtenyachten –, während eine feuchte Bodenfläche von rund 29 m² sie für ihre Länge leicht anspringen lässt. (1)
Rigg und Handhabung
Was die Guy 33 auf dem Papier auszeichnet, ist ihr Segelplan. Sie wurde mit mehr als einem Rigg angeboten – entweder als 7/8-Slup oder als Masttoppslup –, wobei die 7/8-Version eine nutzbare Segelfläche von 419,9 Quadratfuß zwischen Großsegel und Fock aufweist. Das Boot ist im Vergleich zu seinen Konkurrenten deutlich überriggt – sie trägt mehr Segel als 82 Prozent vergleichbarer Entwürfe, und ihr Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis liegt bei 17,5 für das ISO-Referenzsegel und steigt auf 20,9 bei einer 135-prozentigen Genua. Dieses überschüssige Segel, gepaart mit einer relativen Geschwindigkeitsleistung von 58 und einer theoretischen Rumpfgeschwindigkeit von 7,0 Knoten, erklärt, warum sich ein Verdränger dieser Größe sehr agil anfühlt. Unter Motor bewegt ein Einbaudiesel Volvo Penta 2002 mit 18 PS sie laut Konstruktionsdaten mit einer Marschgeschwindigkeit von 6,0 Knoten und einer Höchstgeschwindigkeit von 8,0 Knoten. (1)
Unterbringung
Unter Deck ist die Guy 33 als praktische Aufteilung mit sechs Kojen und drei Kabinen, einer Pantry und einer Nasszelle konzipiert. Das Frischwasservolumen beträgt 40 Liter und das Kraftstoffvolumen ebenfalls 40 Liter – Werte, die eher für Wochenendregatten und kurze Küstentörns als für eine längere Autarkie geeignet sind. Das Innenraumvolumen wird durch die geringe Breite und den Regatta-Herkunft geprägt, sodass der Kabinenaufbau rein funktional ohne jeglichen Schnickschnack gestaltet ist.
Das Fazit
Die Guy 33 ist eine IOR-Halbtonne aus den späten siebziger Jahren, die ihre Regatta-Gene ohne Kompromisse trägt: extrem stark überriggt, leicht zu segeln und aus robustem MassivgFK mit einem Blei-Flossenkiel gebaut. Sie belohnt einen Segler, der ein schnelles, handwerkliches 33-Fuß-Boot sucht, mehr als jemanden, der ein schwimmendes Apartment anstrebt. Ihre bescheidenen Tankkapazitäten und der schmale Rumpf sind die ehrlichen Grenzen dieses Entwurfs.
Vorteile
- Erheblich überriggt für ihre Größe, mit einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von bis zu 20,9 unter einer 135 % Genua
- Solider GFK-Rumpf und Deck mit Blei-Flossenkiel und 40 % Ballastanteil
- In 7/8- oder Masttopp-Takelung erhältlich, um den Vorlieben des Eigners gerecht zu werden
- Der 18 PS Volvo Penta 2002 sorgt für eine Marschgeschwindigkeit von 6,0 Knoten und eine Höchstgeschwindigkeit unter Motor von 8,0 Knoten
Nachteile
- Nur jeweils 40 Liter Wassertank und Kraftstoffkapazität
- Das schmale Verhältnis von Länge zu Breite (3,44) begrenzt das Innenraumvolumen für sechs Kojen
- Die Komfort-Ratio von 19,5 eignet sich eher für Küstenfahrten als für anspruchsvolle Offshore-Nutzung






