Design und Konstruktion
Die Moody 35 verfügt über einen massiven GFK-Rumpf mit einer Breite von 11,88 Fuß und einer Verdrängung von 13.300 Pfund, die durch 5.250 Pfund Ballast ausgeglichen wird. Dies ergibt ein Verhältnis von Länge zu Breite (L/B) von 2,91, was sich eher als ein geräumiges Mittelverdränger-Fahrtenboot denn als ein schlanker Regattakreuzer liest. Die Kimmkiel-Konfiguration – in einem Testbericht auch als Zwillingskiel bezeichnet – sorgt für zusätzliche Stabilität bei wechselnden Wind- und Wellenbedingungen und ermöglicht es dem Boot, beim Trockenfallen aufrecht im Watt zu stehen, was in Gezeitenrevieren ein echter Vorteil ist. Die benetzte Fläche beträgt etwa 387 Quadratfuß, und das Absenkungsvermögen von rund 1.428 Pfund pro Zoll zeigt, wie wenig das Boot unter voller Zuladung einsinkt. Ein Skeg-aufgehängtes Ruder stabilisiert das Heck.
Rigg und Handhabung
Sie ist mit einem Masttoppslup-Rigg ausgestattet, das eine angegebene Segelfläche von rund 646 Quadratfuß aufweist und laut zeitgenössischen Einschätzungen bei verschiedenen Windbedingungen gut ausbalanciert ist. Die Abmessungen des stehenden und laufenden Guts sind vollständig dokumentiert: Die Großsegel- und Genuviere liegen mit 28,6 Metern Länge und einem Durchmesser von 12 mm vor, die Genuaschoten sind 10,5 Meter lang und haben einen Durchmesser von 14 mm, und die Großschot misst 26,3 Meter – all dies hilft dem Käufer beim Aussuchen von Ersatzteilen. Mit einer Rumpfgeschwindigkeit von fast 7 Knoten und einem Kenterungsverhältnis von 2,02 eignet sie sich bestens für küstennahe und offene Reviere; der Motion Comfort-Wert von 24,3 ordnet sie zu den moderat weich segelnden Fahrtenyachten ein. Der Tiefgang der Kimmkiele variiert je nach Beladung zwischen 3,90 und 4,20 Fuß und ermöglicht den Zutritt zu flachen Marinas, während die dokumentierten Alternativ-Kielkonstruktionen tiefer gehen. (1)
Unterbringung und Aufteilung
Die Breite von fast 12 Fuß sorgt für ein geräumiges Deck und einen Innenraum im Verhältnis zur LOA, und die Kimmkiel-Rumpfform verbreitert den Boden der Kabine im Vergleich zu einer Schwester mit Flossenkiel. Moodys Innenaufteilung aus der Dixon-Ära bevorzugte praktische Funktionalität gegenüber Prunk, und die Wasserkapazität von 51 Gallonen (ca. 190 Liter) gegenüber 44 Gallonen Diesel (ca. 165 Liter) ermöglicht längere Küstentörns ohne ständige Nachfüllung. Das Konzept als Küstenkreuzer bedeutet, dass der Salon und die Achterkabine genauso für das Leben vor Anker wie für die Passage aufgeteilt wurden.
Motorisierung und Technik
Ein Thornycroft-Diesel mit 35 PS ist die Standardmotorisierung, und die Werft bot alternative Motortypen wie den Perkins Perama und Volvo 2040 an, was beim Besichtigen eines gebrauchten Exemplars eine wichtige Frage bezüglich der Ersatzteilversorgung ist. Die Direktantriebs-Konstruktion und das 168-Liter-Kraftstofftankvolumen sorgen für eine praktische Reichweite unter Motor; laut Seamagazine ist das Boot mit dem installierten Thornycroft-Motor zuverlässig unter Motorisierung. (1)
Das Fazit
Die Moody 35 ist ein durchdachtes Dixon-Design, das dem Fahrtensegler belohnt, der Stabilität, Grundberührungsstabilität und viel Breite über reine Leichtwindgeschwindigkeit stellt. Ihre dokumentierte Produktion von 192 Rümpfen zwischen 1990 und 1996 macht sie auf dem Gebrauchtbootmarkt zu einer bekannten, aber nicht überall präsenten Größe, und die solide GRP-Konstruktion spiegelt die hervorragende Bauqualität der späten Moody-Ära wider.
Vorteile
- Die Kimmkiel-Form ermöglicht aufrechtes Trockenfallen und stabile Kursstabilität
- Die Breite von 11,88 Fuß sorgt für ein geräumiges Innenraumvolumen bei einem 34,5-Fuß-Rumpf
- Ballast von 5.250 lb und ein Kenterungsverhältnis von 2,02 kennzeichnen sie als stabile Fahrtenyacht für Küstenreviere
- Dokumentierte Motoroptionen erleichtern die Neumotorisierung und den Ersatzteil-Einkauf
Nachteile
- Der Tiefgang durch Kimmkiele und die doppelten Flossen vergrößern die benetzte Fläche im Vergleich zu einem einzelnen Flossenkiel
- Das Masttopprigg mit moderater Segelfläche ist bei leichtem Wind nur mäßig leistungsstark
- Andere Kieloptionen und Motorisierungen erfordern eine sorgfältige Überprüfung beim Gutachten


