Design und Konstruktion
Dufour baute die 35 Classic als Rumpf aus massivem GFK mit einem festen GFK-Deck. Die Praxis der Werft, eine zweiteilige Form mit einer nach innen gerichteten Flanschung zu verwenden, sorgte für eine sichere Rumpf-Deck-Verbindung, während ein einteiliges Bodengruppen-Raster in hochbelasteten Bereichen chemisch laminiert und einlaminiert wurde. Die Werft sparte nicht bei der Bauqualität, und Tester beschrieben sie als extrem robust. Über der Wasserlinie zeigt sie ein moderates Freibord, eine angenehme Deckslinie, einen niedrigen Kajütaufbau und einen negativen Spiegel, was ihr ein ansprechendes Aussehen verleiht. Mit einer Verdrängung von 10.330 Pfund und 3.110 Pfund Bleiballast ist sie eine der leichtesten Fahrtenyachten ihrer Klasse. Ihre Breite von 11 Fuß 5 Zoll und ihr Tiefgang von 5 Fuß 11 Zoll passen zu einer Länge über alles von 34 Fuß 2 Zoll bei einer Wasserlinienlänge von 27 Fuß 10 Zoll. (1)
Rigg und Handhabung
Das Masttopprigg ist stark und weit vorn positioniert, um das typische Nachteil eines kleinen Großsegels und eines überdimensionierten Vorsegeldreiecks zu vermeiden, was dem Segelplan von 492 Quadratfuß einen ausgewogenen Charakter verleiht. Yachting Monthly fand sie gut ausbalanciert und schnell; sie segelt hervorragend am Wind und wechselte bei der Testfahrt auf raumen Kursen durch 80 Grad Winkel nach Luv. Das Decks-Layout ist für die Handhabung sehr gut geeignet, obwohl die rutschfesten Flächen unter den Füßen bei nassen Bedingungen mehr Grip bieten könnten.
Unterbringung
Unter Deck ist die 35 Classic komfortabel, aber eher solide als luxuriös – ein Spiegelbild ihrer Offshore-Ausrichtung und weniger ein Mangel an Pflege. Sie ist nicht ganz so geräumig wie viele ihrer Konkurrenten, und das Gegenstück zum niedrigen Kajütaufbau und dem moderaten Freibord ist eine begrenzte Stehhöhe mit einer engen Achterkabine. Genau dieses zurückhaltende Volumen spricht dafür, dass sie für das Fahrtensegeln auf See besser geeignet ist als viele Konkurrenten ähnlicher Länge, da sie den Salonraum zugunsten von Seetüchtigkeit opfert.
Bekannte Schwachstellen
Zwei praktische Mängel traten im Praxistest häufig auf. Der Motorzugang ist schlecht, was für Eigner wichtig ist, die den Volvo Penta MD2030 Diesel in der Bilge warten, und die Gummimatten an Deck könnten rutschfester sein – ein Punkt, den man für Crews berücksichtigen sollte, die unter aktiven Bedingungen segeln.
Das Fazit
Die Dufour 35 Classic ist eine leicht gebaute, robuste Fahrtenyacht für Küste und Offshore aus der Classic-Linie von Dufour aus den Mitte der 1990er Jahre. Sie wurde von J&J Design entworfen und verfügt über ein weit vorn positioniertes Masttopp-Rigg, das sie am Wind ausgewogen und handlich hält. Sie gibt zwar etwas Innenraum und Stehhöhe gegenüber Konkurrenzmodellen auf, gewinnt aber Ehrlichkeit auf See und ein klares Deck.
Vorteile
- Leichte Verdrängung für ihre Klasse mit einer robusten, massiven GFK-Bauweise
- Stark nach vorn positioniertes Masttopp-Rigg; saubere Wenden bis zu 80 Grad am Wind
- Gut ausbalanciert, schnell und für das Fahrtensegeln auf See weitaus besser geeignet als größere Konkurrenzmodelle
Nachteile
- Nicht so geräumig wie viele Konkurrenzmodelle; eingeschränkte Stehhöhe und enge Achterkabine
- Mäßiger Motorzugang und rutschige Decksbeläge, die griffiger sein könnten







